9. Wajeschew

(1. Mose 37.1 – 40.22)

 

Zusammenfassung

 

 Der Junge Josef löst einen Konflikt mit seinen Brüdern aus, indem er ihnen von einem Traum Mitteilung macht, dem sie Andeutungen über die künftige Rolle als Oberhaupt vonseiten ihres jüngeren Bruders entnehmen. Der Konflikt vertieft sich infolge einer zweiten Traumerzählung und führt schliesslich zu einem Racheakt: während eines Besuches, den er ihnen auf Jaakows Geheiss macht, werfen sie Jose in eine leere Zisterne und verkaufen ihn alsdann Kaufleuten, die ihn nach Ägypten bringen. Jaakow, der Vater, völlig in Unkenntnis der tatsächlichen Ereignisse, glaubt, dass Josef Opfer eines Unfalls geworden ist. Jehuda tritt in eine Verbindung mit seiner Schwiegertochter Tamar; ihr Sohn Perez wird der Vorfahre der künftigen Königsdynastie Davds. Jose erleidet in Ägypten zahlreiche Widerwärtigkeiten, erhält aber schliesslich einen Vertrauensposten im Haus Potifars, eines Ministers des Pharao. Er widersteht den Anträgen von Potifars Frau, die ihn aus Verdruss darüber anklagt, er habe sich an ihr vergangen, und ihn ins Gefängnis werfen lässt. Dort macht Josef Bekanntschaft mit zwei Dienern des Pharao, dem Hofbäcker und dem Mundschenk, die im gleichen Gefängnis eine Strafe absitzen. Jose deutet ihre Träume, die sei beide in der gleichen Nacht haben, und lässt sich vom Mundschenk, dem er eine baldige Befreiung voraussagt, versprechen, seinen Einfluss geltend zu machen, damit er seinerseits befreit würde. Der Mundschenk jedoch, sobald er frei gelassen und wieder in seine alte Funktion eingesetzt ist, vergisst das gegebene Versprechen und Josef bleibt im Gefängnis.

 

Chumasch Schma Koleinu, Rabbiner Samson Raphael Hirsch