20. Tetzaveh

(2. Mose 27.20 – 30.10)

 

Zusammenfassung

 

Nachdem die Anweisungen für den Bau des Heiligtums gegeben worden waren, fährt die Tora fort, indem sie eine genaue Beschreibung der Schmuckstücke und Kleider derjenigen gibt, die es leiten und ständig in seinem Dienst sein werden. Unter diesen nimmt der Hohepriester eine besondere Stellung ein. Seine Kleider verkünden seine herausragende Bedeutung und seine ganz aussergewöhnliche Rolle. Aus der Reihe seiner Brüder erwählt wegen seiner Qualitäten an Weisheit, Frömmigkeit, Schönheit und Unabhängigkeit, personifiziert der Hohepriester nicht etwa die sichtbar gemachte göttliche Majestät, sondern die Würde und die glühende Hingabe des Volkes, dessen Vertreter er ist. Seine priesterlichen Gewänder sind acht an der Zahl, nämlich: Das Brustschild, eine Art Platte mit eingelegter Arbeit, die mittels Kordeln auf der Brust gehalten wurde, dann das Efod in der Form eines vorne geschlossenen Überwurfs, das Oberkleid, das Unterkleid, die Hose, der Turban, der Gürtel und das Stirnband. Von diesen acht Kleidungsstücken werden vier auch von seinen Amtsbrüdern, den Priestern getragen: die Hose, das Oberkleid, der Turban und der Gürtel. Keiner von ihnen trägt Schuhe oder Pantoffeln. Nackten Fusses hat der Priester seinen Dienst zu versehen (was nach dem Talmud oft unangenehme Folgen hervorrief und besondere Pflege notwendig machte). Besondere Zeremonien werden für die Amtseinsetzung der Priester vorgeschrieben. Schliesslich gibt uns der Text die Beschreibung des letzten Gegenstandes, der im Innern des Heiligtums zu finden ist: der golden Altar, dazu bestimmt, das heilige Räucherwerk zu empfangen, höchste Ehrerbietung der Nation, vorbehalten nur für besondere Gelegenheiten.

 

 

Mizwot (Gebote und Verbote) in dieser Parascha

 

Traditionelle Mizwot (Geäss Sefer Hachinuch)

 

Die Mizwah, die Lichter im Heiligtum zu ordnen

Im Zelt der Begegnung, ausserhalb des Vorhangs, der vor dem Zeugnis ist, sollen Aaron und seine Söhne herrichten, damit sie vom Abend bis zum Morgen vor dem Herrn brennt. Das ist bei den Söhnen Israel eine ewige Ordnung für alle ihre Generationen (2. Mose 27:21)

 

Die Mizwah über die Kleidung der Priester

Dies aber sind die Kleider, die sie anfertigen sollen: eine Brusttasche und ein Efod und ein Oberkleid, einen Leibrock aus gewirktem Stoff, einen Kopfbund und einen Gürtel. (2. Mose 28:4)

 

Das Brustschild nicht vom Efod zu entfernen

Und man soll die Brusttasche von ihren Ringen aus mit einer Schnur von violettem Purpur an den Ringen des Efods festbinen, damit sie über dem Gurt des Efods sitzt und die Brusttasche sich nicht von der Stelle über dem Efod verschiebt. (2. Mose 28:28)

 

Die Öffnung des Oberkleides nicht zu zerreissen

Wie die Öffnung eines Lederpanzers soll sie für ihn sein, damit es nicht einreisst (2. Mose 28:32)

 

Dass die Priester vom Fleisch der Opfer essen sollen

Sie sollen die Stücke essen, mit denen die Sühnung vollzogen wurde, um ihnen die Hände zu füllen, um sie dadurch zu heiligen. (2. Mose 29:33)

 

Die Mizwah, Weihrauch zu räuchern

Und Aaron soll wohlriechendes Räucherwerk als rauch aufsteigen lassen. (2. Mose 30:7)

 

Auf dem Altar nichts ausser Weihrauch zu räuchern

Ihr dürft kein fremdes Räucherwerk auf ihm darbringen, auch kein Brandopfer oder Speisopfer; auch Trankopfer dürft ihr nicht auf ihm ausgiessen. (2. Mose 30:9)

 

 

 

Von mir gefundene Mizwot

 

 

Aaron und seine Söhne sollen dafür sorgen, dass die Lampen auf dem Leuchter immer brennen.

„Im Zelt der Begegnung, ausserhalb des Vorhangs, der vor dem Zeugnis ist, sollen Aaron und seine Söhne sie herrichten, damit sie vom Abend bis zum Morgen vor dem HERRN brennt. (2. Mose 27.21)

 

Wir sollen für die Priester heilige Kleider anfertigen.

„Diese heiligen Kleider sollen sie für deinen Bruder Aaron und für seine Söhne anfertigen, damit er mir den Priesterdienst ausübt.“ (2. Mose 18.4)

 

Wie diese Kleidung aussehen soll wir in den Versen 2. Mose 28.5-43 ausführlich beschrieben.

 

Die Priester müssen diese Kleidung anhaben, wenn sie in das Zelt gehen oder zum Altar treten um den Dienst zu verrichten

„Und Aaron und seine Söhne sollen sie anhaben, wenn sie in das Zelt der Begegnung hineingehen oder wenn sie an den Altar herantreten, um den Dienst im Heiligtum zu verrichten, damit sie nicht eine Schuld auf sich laden und sterben.“ (2. Mose 28.43)

 

Das Gebot der Priesterweihe

„Und dies ist es, was du mit ihnen tun sollst, sie zu heiligen, damit sie mir den Priesterdienst ausüben (...)“ (2. Mose 29.1)

 

Wie und mit welchen Opferungen die Priester eingeweiht werden sollen wird im 2. Mose 29.1-35 genau beschrieben.

 

Das Gebot der Altarweihe

„Auch sollst du täglich einen Stier zur Sühnung als Sündopfer darbringen und den Altar entsündigen (...)“ (2. Mose 9.36)

 

Das Gebot wird ausgeführt in den Versen 2. Mose 36-37

 

Das Gebot der täglichen Opfer

„Und dies ist es, was du auf dem Altar darbringen sollst (...)“ (2. Mose 29.38)

 

Das Gebot wird in den Versen 2. Mose 38-46 genauer ausgeführt. Täglich soll ein Lamm am Morgen und ein Lamm am Abend geopfert werden. Dazu je ein Zehntel weizengriess und ein viertel Hin Öl. Dazu ein als Trankopfer ein viertel Hin Wein.

 

Wir sollen dem Herrn einen Räucheraltar anfertigen

„Ferner sollst du einen Altar anfertigen zum Räuchern des Räucherwerks (...)“ (2. Mose 30.1)

 

Das Gebot wird ausgeführt in den Versen 2. Mose 30.1-6

 

Der Hohepriester soll an jedem Morgen und jedem Abend Räucherwerk aufsteigen lassen

„Und Aaron soll wohlriechendes Räucherwerk als Rauch aufsteigen lassen.“ (2. Mose 30.7)

 

Kein nichts anderes auf dem Räucheraltar darbringen

„Ihr dürft kein fremdes Räucherwerk auf ihm darbringen, auch ken Brandopfer oder Speisopfer; auch Trankopfer dürt ihr nicht auf ihm ausschütten.“ (2. Mose 30.9)

 

Der Hohepriester soll einmal im Jahr am Jom Kippur Sühnung am Räucheraltar vollziehen

„Und Aaron soll einmal im Jahr an seinen Hörnern Sühnung vollziehen mit dem Blut des Sündopfers der Versöhnung; einmal im Jahr soll er Sühnung an ihm vollziehen, für all eure Generationen (...)“ (2. Mose 30.10)