18. Mishpatim

(2. Mose 21.1 – 24.18)

 

Zusammenfassung

 

Unmittelbar nach der Verkündung der ersten konstituierenden Gesetze geht der Text zur Beschreibung der Prinzipien und Regeln über, die der Struktur der israelitischen Gesellschaft ihren charakteristischen Aspekt verleihen werden. Der Wochenabschnitt enthält eine grosse Zahl von Verordnungen, die sich auf verschiedene soziale Stellungen (Knechte und Mägde), auf Schläge und Verletzungen, auf zivile Haftpflicht, auf Diebstahl und Darlehnen, auf das Zinsverbot usw. beziehen. Er endet mit der Erwähnung der drei Wallfahrtsfeste und der Ankündigung der Inschrift der Zehn Gebote auf steinernen Tafeln

 

Mizwot (Gebote und Verbote) dieser Parasha


Traditionelle Mizwot (gemäss Sefer Hachinuch)

 

Mizwah über einen hebräische Sklaven

 

Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, soll er sechs Jahre dienen, im siebten aber soll er umsonst frei ausziehen. (2. Mose 21.2)

Mizwah eine hebräische Sklavin zu heiraten

 

Falls sie (die hebräische Sklavin) ihrem Herrn missfällt, der sie für sich vorgesehen hatte,(...) (2. Mose 21:8)

Mizwah eine hebräische Sklavin loszukaufen

 

(...) lasse er sie loskaufen: (...) (2. Mose 21.8)

Das Verbot die hebräische Sklavin an einen Ausländer zu verkaufen

 

(...) er soll nicht Macht haben, sie (die hebräische Sklavin) an einen Ausländer zu verkaufen, indem er sie treulos entlässt. (2. Mose 21.8)

Die Mizwah des Töchterrechts für eine hebräische Sklavin

 

Und falls er sie (die hebräische Sklavin) seinem Sohn bestimmt, soll er nach dem Töchterrecht an ihr handeln (2. Mose 21.9)

Die Mizwah der Todesstrafe über einen Mörder

 

Wer einen Menschen so schlägt, dass er stirbt, muss getötet werden. (2. Mose 21.12)

Das Verbot Vater und Mutter zu schlagen

 

Wer seinen Vater oder seine Mutter schlägt, muss getötet werden (2. Mose 21.15)

Das der Geldstrafen, wenn zwei Männer sich zanken

 

Wenn Männer miteinander streiten und einer den anderen mit einem Stein oder mit einer Hacke schlägt, so dass er zwar nicht stirbt, aber bettlägerig wird (2. Mose 18)

Die Mizwah einen getöteten Sklaven zu rächen

 

Wenn jemand seinen Sklaven oder seine Sklavin mit dem Stock schlägt, so dass er ihm unter der Hand stirbt, muss er gerächt werden (2. Mose 20)

Die Mizwah ein Rind zu steinigen, wenn es einen Menschen zu Tode stösst.

 

Wenn ein Rind einen Mann oder eine Frau stösst, so dass sie sterben, dann muss das Rind gesteinigt werden (...) (2. Mose 21:28)

Die Mizwah einen gesteinigtes Rind nicht zu essen

 

(...)und sein Fleisch darf nicht gegessen werden; aber der Besitzer des Rindes soll straffrei bleiben. (2. Mose 21:28)

Die Mizwah wenn ein Rind oder ein Esel in eine offen gelassene Grube fällt

 

Wenn jemand eine Zisterne öffnet oder wenn jemand eine Zisterne gräbt und sie nicht zudeckt, und es fällt ein Rind oder Esel hinein, dann soll es der Besitzer der Zisterne erstatten (2. Mose 21:33)

Die Mizwah einen Dieb zu richten

 

Wenn jemand ein Rind oder ein Schaf stielt und es schlachtet oder verkauft, soll er fünf Rinder erstatten für das eine Rind und vier Schafe für das eine Schaf (2. Mose 21:37)

Die Mizwah entstandene Schäden zu begleichen

 

Wenn jemand ein Feld oder einen Weinberg abweisen lässt und sein Vieh dabei freien Lauf lässt, so dass es auf dem Feld eines anderen weidet, dann soll er vom Besten seines Feldes und vom Besten seines Weinbergs erstatten (2. Mose 22.4)

Die Mizwah, das Hab und Gut zurück zu erstatten

 

Wenn Feuer ausbricht und Dorngestrüpp erreicht, sodass ein Garbenhaufen oder das stehende Getreide oder das Feld verzehrt wird, so muss der zurückerstatten, der den Brand gezündet hat (2. Mose 22.5)

Die Mizwah über den unbezahlten Hüter

 

Wenn jemand seinem Nächsten Geld oder Gegenstände in Verwahrung gibt, und es wird aus dem Haus dieses Mannes gestohlen - falls der Dieb gefunden wird, soll er das Doppelte erstatten (2. Mose 22.6)

Die Mizwah bei Veruntreuung zu richten

 

Bei jedem Fall von Veruntreuung an Rind, Esel, Schaf oder Kleidung, bei allem Verlorenen, von dem er sagt: Das ist es!, soll die Sache der beiden vor Gericht kommen. Wen Gott schuldig erklärt, der soll seinem Nächsten das Doppelte erstatten. (2. Mose 22.8)

Die Mizwah über eine bezahlten Hüter und einen Mieter

 

Wenn jemand seinem Nächsten einen Esel oder ein Rind oder ein Schaf oder irgendein Tier in Verwahrun gibt, und es stirbt oder bricht sich einen Knochen oder wird weggeführt, und niemend sieht es, dann soll ein Schwur beim Herrn zwischen ihnen beiden sein, ob er nicht seine Hand nach der Habe seines Nächsten ausgestreckt hat. (2. Mose 22.9)

Die Gesetze des Entleihers

 

Wenn jemand von seinem Nächsten ein Stück Vieh leiht, und es bricht sich einen Knochen oder stirbt - falls sein Besitzer nicht dabei war, muss er es erstatten (2. Mose 22:13)

Die Gesetze über einen Verführer

 

Wenn jemand eine Jungfrau betört, die nicht verlobt ist, und liegt bei ihr, muss er sie sich gegen das Heiratsgeld zur Frau erwerben. (2. Mose 22.15)

Keinen Magier und Zoophilen am Leben zu lassen / Götzdendiener zu verbannen

 

Eine Zauberin sollst du nicht am leben lassen. Jeder der bei einem Tier liegt, muss getötet werden. Wer den Göttern opfert, ausser dem Herrn allein, soll mit dem Bann belegt werden (2. Mose 22:17)

Einen Proselyten nicht zu unterdrücken

 

Den Fremden sollst du weder unterdrücken noch bedrängen, denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen. (2. Mose 22:20)

Einen Proselyten in Geldangelegenheiten zu unterdrücken

 

Den Fremden sollst du weder unterdrücken noch bedrängen, denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen. (2. Mose 22:20)

Waisen und Witwen nicht zu quälen

 

Keine Witwe oder Waise dürft ihr bedrücken (2. Mose 22:21)

Die Mizwah dem Armen Geld zu leihen

 

Falls du einem aus meinem Volk, dem Elenden bei dir, Geld leihst, dann sei gegen ihn nicht wie ein Gläubiger; ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen (2. Mose 22:24)

Eine Schuld von einem Armen, der sie nicht bezahlen kann, nicht einzutreiben

 

Falls du einem aus meinem Volk, dem Elenden bei dir, Geld leihst, dann sei gegen ihn nicht wie ein Gläubiger; ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen (2. Mose 22:24)

Keine Zinsen anzwenden

 

Falls du einem aus meinem Volk, dem Elenden bei dir, Geld leihst, dann sei gegen ihn nicht wie ein Gläubiger; ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen (2. Mose 22:24)

Einen Richter nicht zu verfluchen (???)

 

Gott sollst du nicht lästern, und einen Fürsten in deinem Volk sollst du nicht fluchen (2. Mose 22:27)

Das Verbot, Gott zu lästern

 

Gott sollst du nicht lästern, und einen Fürsten in deinem Volk sollst du nicht fluchen (2. Mose 22:27)

Einen Fürsten nicht zu verfluchen

 

Gott sollst du nicht lästern, und einen Fürsten in deinem Volk sollst du nicht fluchen (2. Mose 22:27)

Die Mizwah der rechtzeitigen Abgabe der ersten Erzeugnisse

 

Mit der Flülle deines Getreides und dem Ausfluss deiner Kelte sollst du nicht zögern (2. Mose 22:28)

Das Fleisch eines gerissenen Tieres nicht zu essen

 

So dürft ihr Fleisch, das auf dem Feld zerissen worden ist, nicht essen (2. Mose 30)

Keine falschen Gerüchte verbreiten

 

Du sollst kein falsches Gerücht aufnehmen. (2. Mose 23:1)

Nicht als falscher Zeuge auftreten

 

Du sollst deine Hand nicht dem Schuldigen reichen, um als falscher Zeuge aufzutreten. (2. Mose 23:1)

Dass in einem Kapitalprozess nicht der Mehrheit gefolgt wird

 

Du sollst der Menge nicht folgen zum Bösen (2. Mose 23:2)

Dass ein Richter nicht einer anderen Meinung folgen darf

 

Und du solst bei einem Rechtsstreit nicht antworten, indem du dich nach der Mehrheit richtest und so das Recht beugst (2. Mose 23:2)

Die Mizwah, NICHT der Mehrheit zu folgen

 

Und du solst bei einem Rechtsstreit nicht antworten, indem du dich nach der Mehrheit richtest und so das Recht beugst (2. Mose 23:2)

Beim Urteil mit einem Armen kein Erbarmen zu haben

 

Auch den Geringen sollst du in seinem Rechtsstreit nicht begünstigen (2. Mose 23:3)

Die Mizwah auch den Feinden und den Hassern zu helfen

 

Wenn du das Rind deines Feindes oder seinen Esel umherirrend antriffst, sollst du sie ihm auf jeden Fall zurückbringen. Wenn du den Esel deines Hassers unter seiner Last zusammengebrochen siehst, dann lass ihn nicht ohen Beistand; du sollst ihn it ihm zusammen aufrichten (2. Mose 23:5)

Das Recht nicht zu beuen

 

Du sollst das Recht eines Armen deines Volkes in seinem Rechtsstreit nicht beugen (2. Mose 23:6)

Keinen Unschuldigen und keinen Gerechten hinzurichten

 

Und den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht umbringen, denn ich werde dem Schuldigen nicht recht geben (2. Mose 23:7)

Keine Bestechung anzunehmen

 

Ein Bestechungsgeschenk nimm nicht an; denn das Bestechungsgeschenk macht Sehende blind und verdreht die Sache des Gerechten (2. Mose 23:8)

Die Mizwah, das Land im siebten Jahr brach liegen zu lassen

 

Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seinen Ertrag einsammeln. Aber im siebten sollst du es brachliegen lassen und nicht bestellen, damit die Armen deines Volkes davon essen. (2. Mose 23:11)

Die Mizwah, am Schabbat zu ruhen

 

Sechs Tage sollst du deine Arbeit verrichten. Aber am siebten Tag sollst du ruhen, damit dein Rind und dein Esel ausruhen und der Sohn deiner Magd und der Fremden Atem schöpfen. (2. Mose 23:12)

Nicht den Namen anderer Götter bekennen

 

Den Namen anderer Götter aber dürft ihr nicht bekennen; er soll in deinem Mund nicht gehört werden. (2. Mose 23:13)

Nicht zum Götzendienst zu verleiten

 

(...) er soll in deinem Mund nicht gehört werden. (2. Mose 23:13)

Die Mizwah dreimal im Jahr ein Fest zu feiern

 

Dreimal im Jahr sollst du mir ein Fest feiern (2. Mose 23:14)

Das Pessach- Opfer nicht zu schächten, solange sich noch Gesäuertes in unserem Besitz befindet

 

Du darfst das Blut meines Schlachtopfers nicht zusammen mit Gesäuertem darbringen (2. Mose 23:18)

Die Fettstücke des Pessach- Opfers nicht über Nacht liegen zu lassen

 

(...) und das Fett meines Festopfers soll nicht über Nacht bleiben bis zum nächsten Morgen (2. Mose 23:18)

Die Mizwah, Erstlingsfrüchte zum Tempel zu bringen

 

Das Erste von den Erstlingen deines Ackers sollst du in das Haus des Herrn, deines Gottes bringen. (2. Mose 23:19)

Fleisch nicht mit Milch zu kochen

 

Du sollst ein Böckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen. (2. Mose 23:19)

Keinen Bund mit den Götzendienern zu schliessen

 

Du sollst mit ihnen und mit ihren Göttern keinen Bund schliessen (2. Mose 23:32)

Keinen Götzendiener in unserem Land anzusiedeln

 

Sie sollen nicht in deinem Land wohnen bleiben, damit sie dich nicht zur Sünde egen mich verführen (2. Mose 23:33)

 

 

Von mir gefundene Mizwot

 

 

Ein hebräischer Sklave soll im siebten Jahr entlassen werden

„Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, soll er sechs Jahre dienen, im siebten aber soll er umsonst frei ausziehen.“ (2. Mose 21.2)

 

Das Gebot wird weiter ausgeführt: Er soll so ausziehen, wie er gekommen ist. Wenn er eine Familie hatte, soll er mit dieser ausziehen. Doch wenn sein Herr ihm eine Frau, dann muss seine Familie bleiben und er alleine ausziehen.

 

Wenn ein hebräischer Sklave bleiben will, soll er auf ewig bleiben

„(...) dann soll er ihm für ewig dienen.“

 

Das Gebot wird weiter ausgeführt. Der Herr des Sklaven soll ihn an die Tür stellen und sein Ohr mit einem Pfriem durchbohren.

 

Eine hebräische Sklavin soll losgekauft werden und soll nicht weiterverkauft werden.

„Falls sie ihrem Herrn missfällt, der sie für sich vorgesehen hatte, lasse er sie loskaufen (...)“ (2. Mose 21.8)

 

Eine hebräische Sklavin darf nicht an einen Ausländer verkauft werden

„(...) er soll nicht macht haben, sie an einen Ausländer zu verkaufen, indem er sie treulos entlässt.“ (2. Mose 21.8)

 

Wird eine hebräische Sklavin als Ehefrau für den Sohn gekauft, so gilt das Töchterrecht und nicht das Sklavenrecht für sie

„Und falls er sie seinem Sohn bestimmt, soll er nach dem Töchterrecht an ihr handeln.“ (2. Mose 21.9)

 

Diese Ehefrau, die eine hebräische Sklavin war, darf nicht benachteiligt werden als Zweitfrau

„Falls er sich noch eine andere nimmt, soll er ihre Nahrung, ihre Kleidung und den ehelichen Verkehr mit ihr nicht verkürzen.“ (2. Mose 21.10)

 

Eine benachteiligte Ehefrau, die vorhin Sklavin war, soll umsonst ausziehen

„Falls er aber diese drei Dinge nicht an ihr tut, soll sie umsonst ausziehen, ohne Geld.“ (2. Mose 21.11)

 

Jemand, der einen Menschen totschlägt, soll getötet werden

„Wer einen Menschen so schlägt, dass er stirbt, muss getötet werden.“ (2. Mose 21.12)

Das Gebot wird ausgeführt: Wenn er es nicht absichtlich getan hat, so wird G`tt ihm einen Ort bestimmen, wohin er fliehen soll.

 

Jemand, der seinen Vater oder seine Mutter schlägt soll getötet werden

„Wer seinen Vater oder seine Mutter schlägt, muss getötet werden.“ (2. Mose 21.15)

 

Jemand, der einen Menschen entführt muss getötet werden

„Wer einen Menschen raubt, sei es, dass er ihn verkauft, sei es, dass er in seiner Gewalt gefunden wird, der muss getötet werden. (2. Mose 21. 16)

 

Jemand, der seinen Vater oder seine Mutter flucht, soll getötet werden

„Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, muss getötet werden. (2 Mose 2.17)

 

Bei einem Streit zwischen zwei Männern soll ein Schläger straffrei bleiben, wenn das Opfer genest. Jedoch muss er ihn entschädigen und für die völlige Heilung sorgen.

„Wenn Männer miteinander streiten und einer den andren mit einer Hacke schlägt (...). Nur muss er ihn für die Zeit seines Daheimsitzens entschädigen und für seine völlige Heilung sorgen.“ (2. Mose 21.19)

 

Stirbt ein Sklave unter der Hand seines Herrn, muss er gerächt werden.

„Wenn jemand seinen Sklaven oder seine Sklavin mit dem Stock schlägt, sodass er ihm unter der Hand stirbt, muss er gerächt werden.“

 

Das Gebot wird weiter ausgeführt: Wenn eder Sklave einen oder zwei Tage noch am Leben bleibt, muss er nicht gerächt werden.

 

Wenn eine schwangere Frau umgestossen wird, sodas sie ihr Kind verliert, muss sie entschädigt werden

„Wenn zwei Männer sich raufen und dabei eine schwangere Frau stossen, sodass ihr die Leibesfrucht abgeht (...), so muss dem Schuldigen eine Geldbusse auferlegt werden.“ (2. Mose 21.22)

 

Das Gebot wird weiter ausgeführt: Der Ehemeann auferlegt die höhe der Geldbusse, aber Schiedsrichter müssen es bestätigen.

 

Schäden müssen 1:1 beglichen werden

„Falls aber ein weiterer Schaden entsteht, so sollst du geben Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuss um Fuss, Brandmaul um Brandmaul, Wunde um Wunde, Strieme um Strieme.“ (2. Mose 21.23)

 

Zerstört jemand das Auge seines Sklaven oder schlägt seinen Zahn aus, so soll er ihn zur Entschädigung als Freien entlassen

„Wenn jemand in das Auge seines Sklaven oder in das Auge seiner Sklavin schlägt und es zerstört, soll er ihn zur Entschädigung für sein Auge als Freien entlassen.“ (2. Mose 21.26)

 

Wenn ein Mensch aufgrund eines Tieres stirbt, muss das Tier gesteinigt werden.

„Wenn ein Rind einen Mann oder eine Frau stösst, sodass sie sterben, dann muss das Rind gesteinigt werden.“ (2. Mose 21.28)

 

Das Gebot wird weiter ausgeführt. Wir dürfen auch das Fleisch dieses Tieres nicht essen.

 

Falls sein Besitzer aber wusste, dass das Tier gefährlich war und er hat nichts unternommen, muss auch der Besitzer getötet werden.

„Falls jedoch das Rind schon vorher stössig war, und sein Besitzer ist gewarnt worden, hat es aber nicht verwahrt (...) soll das Rind gesteinigt und auch der Besitzer getötet werden.“ (2. Mose 21.30)

 

Das Gebot wird weiter ausgeführt: Der Besitzer darf ein Lösegeld für sein Leben geben, nachdem was ihm auferlegt wurde.

 

Stösst das Rind einen Sklaven muss der Besitzer entschädigt und das Rind gesteinigt werden.

„Falls das Rind einen Sklaven oder eine Sklavin stösst, soll sein Besitzer ihrem Herrn dreissig Schekel Silber geben, das Rind aber soll gesteinigt werden.

 

Fällt ein Rind oder Esel in eine gegrabene oder nicht zugedeckte Zisterne, muss der Besitzer entschädigt werden. Das Vieh gehört dem Schuldiger

„Wenn jemand eine Zisterne öffnet oder wenn jemand eine Zisterne gräbt und sie nicht zudekct, und es fällt ein rind oder ein Esel hinein, dann soll es der Besitzer der Zisterne erstatten. Geld soll er seinem Besitzer zahlen, aber das tote Tier soll ihm gehören.“ (2. Mose 21.34)

 

Stösst ein Rind das Rind eines anderen Besitzers, soll das lebende Rind verkauft und der Erlös geteilt werden. Ebenfalls das tote Tier soll geteilt werden.

„Wenn jemandes Rind das Rind seines Nächsten stösst, sodass es stirbt, dann sollen sie das lebende Rind verkaufen und den erlös teilen, unc auch das tote sollen sie teilen.“ (2. Mose 21.35)

 

Wenn der Besitzer eines Rindes, das ein anderes Rind gestosen hat wusste, dass sein Rind stössig war und er hat nichts unternommen, so muss er das Rind erstatten, das tote gehört aber ihm.

„War es aber bekannt, dass das Rind schon vorher stössig war, und sein Besitzer hat es nicht verwahrt, so muss er ein Rind für das andere Rind erstatten, das tote aber soll ihm gehören.“ (2. Mose 21.36)

 

Ein Viehdieb muss für ein Rind fünf Rinder und für ein Schaf vier Schafe erstatten.

„Wenn jemand ein Rind oder ein Schaf stiehlt und es schlachtet oder verkauft, soll er fünf Rinder erstatten für das eine Rind und vier Schafe für das eine Schaf.“ (2. Mose 21.37)

 

Wird ein Dieb beim Einbruch erschlagen trifft den Schläger keine Schuld

„Falls ein Dieb beim Einbruch ertappt und geschlagen wird, sodass er stribt, so ist es ihm keine Blutschuld.“ (2. Mose 22.1)

 

Das Gebot wird weiter ausgeführt, dass wenn der Einbruch am Tag geschehen ist und der Dieb erschlagen wird, dann trifft den Schläger sehr wohl Schuld.

 

Wir sehen, dass dieses Gebot den Hausherrn schützt, wenn er aus Notwehr den Dieb getötet hat.

 

Der Dieb muss zurückerstatten, was er gestohlen hat

„Er muss zurückerstatten.“ (2. Mose 22.2)

 

Das Gebot wird weiter ausgeführt. Wenn er es nicht zurückerstatten kann, soll er für den Wert des von ihm Gestohlenen verkauft werden. Wird das Gestohlene jedoch lebendig bei ihm gefunden (Rind, Esel, Schaf), soll er das doppelte zurückerstatten.

 

Das abgeweidete Feld des Nächsten muss erstattet werden.

„Wenn jemand ein Feld oder einen Weinberg abweiden lässt (oder anzündet) und seinem Vieh dabei freien Lauf lässt, sodass es auf dem Feld eines anderen weidet, dann soll er vom Besten seines Feldes und vom Besten seines Weinberges erstatten.“ (2. Mose 22.4)

 

Ein Brandstifter muss zurückerstatten

„Wenn Feuer ausbricht und Dorngestrüpp erreich, sodass ein Garbenhaufen oder das stehende Getreide oder das Feld verzehrt wird, so muss der zurückerstatten, der den Brand angezündet hat.

 

Erstattung und Untersuchung von gestohlenem Gut aus Verwahrung

„Wenn jemand seinem Nächsten Geld oder Gegenstände in Verwahrung gibt, und es wird aus dem haus dieses Mannes gestohlen – falls der Dieb gefunden wird, soll er das Doppelte erstatten.“ (2. Mose 22.6)

 

Das Gebot wird weiter ausgeführt. Falls der Dieb nicht gefunden wird, so soll man untersuchen ob der Verwalter eventuell das Gut selber entwendet hat.

 

Vorgehen bei Veruntreuung

„Bei jedem Fall von Veruntreuung an Rind, Esel, Schaf oder Kleidung, bei allem Verlorenen, von dem er sagt: Das ist es!, soll die Sache der beiden vor G`tt kommen. Wen G`tt für schuldig erklärt, der soll seinem Nächsten das Doppelte erstatten.“ (2. Mose 22.8)

 

Vorgehen wenn Vieh in Verwahrung stirbt

„Wenn jemand seinem Nächsten einen Esel oder ein Rind oder ein Schaf oder irgendein Tier in Verwahrung gibt, und es stirbt oder bricht sich einen Knochen oder wird weggeführt, und niemand sieht es, dann soll ein Schwur beim HERRN zwischen ihnen beiden sein, ober er nichts eine Hand nach der Habe seines Nächsten ausgestreckt hat.“ (2. Mose 22.9)

 

Das Gebot wird weiter ausgeführt. Der Besitzer des Viehs soll es annehmen, wenn dieser Schwur geleistet wurde und der Verwalter braucht nichts zu erstatten. Wenn es gestohlen wurde, soll er es dem Besitzer erstatten. Wenn es zerissen wurde, soll er es beweisen und braucht aber nicht zu erstatten.

 

Vorgehen, wenn geliehenes Vieh Schaden nimmt.

„Wenn jemand von seinem Nächsten ein Stück Vieh leiht, und es bricht sich einen Knochen oder stirbt – falls sein Besitzer nicht dabei war, muss er es erstatten; falls sein Besitzer dabei war, braucht er es nicht zu erstatten. Falle es gemietet war, geht es auf den Mietpreis.“ (2. Mose 22.13)

 

Wenn jemand mit einer Jungfrau schläft, muss er sie heiraten.

„Wenn jemand eine Jungfrau betört, die nicht verlobt ist, und liegt bei ihr, muss er sie sich gegen das Heiratsgeld zur Frau erwerben.“ (2. Mose 22.13)

 

Das Gebot wird weiter ausgeführt. Falls der Vater sich weigert soll er nur das Heiratsgeld bezahlen.

 

Eine Zauberin muss getötet werden.

„Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen.“ (2 Mose 22.17)

 

Jemand der sexuellen Kontakt mit Tieren hat muss getötet werden.

„Jeder, der bei einem Tier liegt, muss getötet werden.“ (2. Mose 22.18)

 

Wer andren G`ttern opfert soll verbannt werden.

„Wer den G`ttern opfert, ausser dem HERRN allein, soll mit dem Bann belegt werden.“ (2. Mose 22.19)

 

Den Fremden dürfen wir nicht unterdrücken oder bedrängen

„Den Fremden sollst du weder unterdrücken noch bedrängen (...)“ (2. Mose 22.20)

 

„Und den Fremden sollst du nicht bedrücken.“ (2. Mose 23.9)

 

Wir dürfen die Witwen und Waisen nicht bedrücken

„Keine Witwe oder Waise dürft ihr bedrücken.“ (2. Mose 22.21)

 

Geliehenes Geld darf nicht verzinst werden

„Falls du einem aus meinem Volk, dem Elenden bei dir, Geld leihst, dann sei gegen ihn nicht wie ein Gläubiger; ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen.“ (2. Mose 22.24)

 

Weiter wird das Gebot ausgeführt: Wenn man sich ein Pfand nimmt für das geliehen Geld, so soll man dieses noch vor Sonnenuntergang zurückgeben.

 

G`tt darf nicht gelästert werden

„G`tt sollst du nicht lästern“ (2. Mose 22.27)

 

Ein Fürst des Volkes darf nicht geflucht werden

„(...) und einem Fürsten in deinem Volk sollst du nicht fluchen.“ (2. Mose 22.28)

 

Wir sollen die landwirtschaftlichen Erzeugnisse rechtzeitig abgeben

„Mit der Fülle deines Getreides und dem Ausfluss deines Kelter sollst du nicht zögern.“ (2 Mose 22.28)

 

Erstgeborene Tiere sollen am achten Tage dem HERRN gegeben werden

„(...) sieben Tage mag es bei siner Mutter bleiben, am achten Tag sollst du es mir geben.“ (2. Mose 22.29)

 

Wir dürfen kein Aas essen sondern den Hunden vorwerfen

„(...) so dürft ihr Fleisch, das auf dem Feld zerissen worden ist, nicht essen; den Hunden sollt ihr es vowerfen.“ (2. Mose 22.30)

 

Keine falschen Gerüchte verbreiten

„Du sollst kein falsches Gerücht aufnehmen.“ (2. Mose 23.1)

 

Nicht als falscher Zeuge auftreten

„Du sollst deine Hand nicht dem Schuldigen reichen, um als falscher Zeuge aufzutreten.“ (2. Mose 23.1)

 

Nicht mit der Menge gehen um Böses zu tun

„Du sollst der Menge nicht folgen zum Bösen“ (2. Mose 23.2)

 

In einem Rechtsstreit dürfen wir uns nicht einfach nach der Mehrheit richten

„Und du sollst bei einem Rechtsstreit nicht antworten, indem du dich nach der Mehrheit richtest und so das Recht beugst.“ (2. Mose 23.3)

 

Nicht den Geringen im Rechtsstreit begünstigen

„Auch den Geringen sollst du in seinem Rechtsstreit nicht begünstigen.“ (2. Mose 23.3)

 

Das umherirrendes Vieh eines Feindes müssen wir zurückbringen

„Wenn du da Rind deines Feindes oder seinen Esel umherirrend antriffst, sollst du sie ihm auf jeden Fall zurückbringen.“ (2. Mose 23.4)

 

Wir müssen auch unserem Hasser helfen, wenn sein Lasttier zusammenbricht.

„Wenn du den Esel deines Hassers unter seiner Last zusammengebrochen antriffst, dann lass ihn nicht ohne Beistand; du sollst ihn mit ihm zusammen aufrichten.“ (2. Mose 23.5)

 

Das Recht eines Armen dürfen wir nicht beugen

„Du sollst das Recht eines Armen deines Volkes in seinem Rechtsstreit nicht beugen.

 

Von betrügerischen Angelegenheiten müssen wir uns fern halten

„Von einer betrügerischen Angelegenheit halte dich fern.“ (2. Mose 23.7)

 

Der Unschuldige und Gerechte darf nicht getötet werden

„Und den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht umbringen.“ (2. Mose 23.7)

 

Wir dürfen kein Bestechungsgeschenk annehmen

„Ein Bestechungsgeschenk nimm nicht an (...)“ 2. Mose 23.8)

 

Sechs Jahre lang sollen wir säen und ernten

„Sechs Jahre sollst du dien Land besäen und seinen Ertrag einsammeln.“ (2. Mose 23.10)

 

Das Sabbatjahr: Wir müssen das Land brachliegen lassen

„Aber im siebten sollst du es brachliegen lassen und nicht bestellen (...)“

 

Das Gebot wird weiter ausgeführt. Wenn das Land trotzdem Ertrag bringt, so sollen die Armen und wilden Tiere davon essen.

 

Wir dürfen den Namen anderer Götter nicht aussprechen

„ Den Namen anderer Götter aber dürft ihr nicht bekennen; er soll in deinem Mund nicht gehört werden.“ (2. Mose 23.13)

 

Wir sollen das Fest der ungesäuerten Brote halten (Pessach)

„Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten.“

 

Wir sollen das Fest der Erstlinge halten

„Ferner das Fest der Ernte, der Erstlinge vom Ertrag deiner Arbeit, dessen was du auf dem Feld säen wirst.“ (2. Mose 23.16

 

Wir sollen das Fest des Einsammelns halten (Sukkot)

„ Den Namen anderer Götter aber dürft ihr nicht bekennen; er soll in deinem Mund nicht gehört werden.“ (2. Mose 23.13)

 

Dreimal im Jahr (zu den Wallfahrtsfesten) muss alles männliche vor dem HERRN erscheinen

„Dreimal im Jahr soll alles unter euch, was männlich ist, vor dem Angesicht des Herrn HERRN erscheinen.“ (2. Mose 23.17)

 

Das Blut der Schlachtopfer darf nicht mit Gesäuertem dargebracht werden

„Du darfst das Blut meines Schlachtopfers nicht zusammen mit Gesäuertem darbringen.“ (2. Mose 23.18)

 

Das Fett des Festopferst darf nicht bis zum nächsten Morgen bleiben

„(...) und das Fett meines Festopfers soll nicht über Nacht bleiben bis zum nächsten Morgen.“ (2. Mose 23.18)

 

Das Erste der Ernte müssen wir dem HERRN bringen.

„Das Erste von den Erstlingen deines Ackerst sollst du in das Haus des HERRN, deines G`ttes, bringen.

 

Wir dürfen ein Böckchen nicht in der Milch der Mutter kochen

„Du sollst ein Böckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen.“ (2 Mose 23.19)

 

Wir sollen dem HERRN dienen

„Und ihr sollt dem HERRN, eurem G`tt, dienen.“

 

Wir dürfen mit den Bewohnern des Landes Israel oder ihren G`ttern keinen Bund schliessen.

„Du sollst mit ihnen und mit ihren G`ttern keinen Bund schliessen.“

 

Die früheren Bewohner des Landes Israel dürfen nicht hier wohnen bleiben

„Sie sollen nicht in deinem Land wohnen bleiben (...)“ (2. Mose 23.33)