Errettung durch Glaube oder Gesetz? 

 

In verschiedenen Gemeinden gibt es zahlreiche Theorien darüber, was zur Errettung führt und was früher zur Errettung führte. Glücklicherweise sind sich die meisten einig, dass wir Gläubige durch die Gnade G-ttes und den Glauben an das Erlösungswerk Jeschuas gerettet werden. Uneinig sind sich viele Gläubige jedoch im Hinblick auf die Errettung vor dem Kreuzestod von Jeschua und der Rolle des Gesetzes bei dieser Erretung.

 

Wenn wir die Bibel genau lesen sehen wir, dass sowohl im alten Bund als auch im neuen Bund die Errettung immer durch Glaube geschieht.

 

Denn was sagt die Schrift? "Abraham aber glaubte G-tt, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet" (Römer 4.3)

 

Im alten Bund konnten Menschen also auch gerettet werden. Nicht, weil sie an die Erlösungstat Jeschuas glaubten. Denn von dieser konnten sie nichts wissen. Sondern, weil sie an alle bisherigen Offenbarungen und Verheissungen G-ttes glaubten. G-tt verspricht den Israeliten im alten Testament, dass er sich eines Tages der Sünde annehmen würde. Und G-tt versprach Abraham, dass er einen Sohn und ein grosses Volk zeugen würde, und dass durch einen seiner Nachkommen, alle Nationen gesegnet würden.

 

Heute jedoch wurde uns vielmehr offenbart. Wir wissen, dass der Nachkomme Abrahmas, durch welche alle Nationen gesegnet würden, Jeschua ha`Maschiach ist. Wir wissen, dass dieser Segen sein Erlösungswerk ist. Und so ist es heute der Glaube an Jeschua ha`Maschiach, den Messias, G-ttes Sohn und sein Erlösungswerk, dass zur Errettung führt. Die Gnade G-ttes und der Glaube allein führen zur Errettung. Doch der Glaube an was genau? Der Glaube an G-ttes Verheissungen und Offenbarungen. Nämlich die Offenbarungen, die uns zu unseren Lebzeiten gegeben wurden.

 

Wie kommen wir Menschen nun zu diesem rettenden Glauben? Um Glauben zu können, müssen wir erkennen, das wir Sünder sind und G-tt brauchen. Denn wenn wir G-tt nicht bräuchten, was sollte es uns kümmern G-tt zu glauben oder ihm nicht zu glauben? Es wäre einerlei. Wenn wir G-tt nicht brauchen sind wir selbstgerecht und können uns selbst erretten.

 

Die Erkenntnis der Sünde führt also zum Glauben. Wodurch erkennen wir aber, dass wir Sünder sind? Wir erlangen dies Erkenntnis durch das Gesetz. Das Gesetz dient dazu uns zu zeigen, dass wir Sünder sind und durch unsere Werke niemals gerecht werden können vor G-tt. Das Gesetz lehrt uns, dass die Konsequenz von Sünde der Tod ist. Wir müssen diese Schuld tragen und sterben, ausser jemand würde diese Schuld stellvertretend für uns auf sich nehmen. Jemand der selber makellos und schuldfrei ist. Die Menschen im alten Bund hatten diese Wahrheit in Form der Tieropfer immer vor Augen. Das Gesetz überführt die Menschen der Sünde und weist gleichzeitig auf den kommenden Messias hin. Dieser ist es, der die Sünden ein für alle mal für alle Gläubigen hinwegnehmen wird. Durch die Schlachtopfer konnten die Sünden des Volkes nicht getilgt werden. Dies vermag nur Jeschua zu tun.

 

Jeschua trug nicht nur die Sünden für die Menschen seiner Generation, welche ihn erkannt haben. Auch trug er nicht nur die Sünden aller Menschen die nach ihm kommen und ihn erkennen. Nein, er trug die Sünden aller Menschen die an die Offenbarungen und Verheissungen G-ttes glaubten, glauben und glauben werden (soweit zu ihren Lebzeiten offenbart). In der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

 

Die Gnade G-ttes offenbart sich im Erlösungswerk Jeschua. Deswegen heisst es wir werden durch Glaube UND Gnade G-ttes erlöst. Es braucht von uns den Glauben an die Offenbarungen und Verheissungen G-ttes und von G-tt die Gnade durch sein Erlösungswerk. Beides gilt für alle Zeiten. Es gibt keine unterschiedlichen Heilszeiten. Es gibt nur ein Heil. Durch Glaube und Gnade.

 

Der Weg zum Glauben ist also die Erkenntnis der Sünde durch das Gesetz. Der Glaube führt mit der Gnade (dem Erlösungswerk Jeschuas) zur Errettung. Und aus dem Glauben folgt der Gehorsam gegenüber G-tt. Dieser Glaube und der dadurch entstehende Gehorsam bewirkt, dass wir seine Gebote halten wollen und halten werden. Er bewirkt, dass sich unser Leben verändert. Schliesslich bewirkt er, dass unser Leben reiche Früchte des Glaubens tragen wird.

 

Du glaubst, dass nur einer G-tt ist? Du tust recht; auch die Dämonen glauben und zittern. Willst du aber erkennen, due eitler Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist? Ist nicht Abraham, unser Vater, aus Werken gerechtfertigt worden, da er Isaak, seinen Sohn, auf den Opferaltar legte? Du siehst, dass der Glaube mit seinen Werken zusammenwirkte und der Glaube aus den Werken vollendet wurde. (Jakobus 2.14)

 

Der Glaube ohne Werke ist tot. Denn einen solchen Glauben haben auch die Dämonen. Der Glaube aber, der Errettung bringt, der wird auch zu Werken führen. Denn dieser Glaube führt zu einer Beziehung zu G-tt, er führt zu einer G-ttesliebe und G-ttesvertrauen sondergleichen und schlussendlich zu vollkommenem Gehorsam. Genauso wie Abraham aus Glauben G-tt gehorsam war, so sind auch wir aus Glauben G-tt gehorsam und werden seine Gebote tun. Bringt aber unser Glaube keine Werke, sollten wir uns fragen, ob wir nicht lediglich einen solchen Glauben haben, wie die Dämonen.

 

Wir brauchen kein einziges Gebot G-ttes zu halten und würden errettet werden, wenn wir nur Glauben an Jeschua ha`Maschiach, den Messias, Sohn G-ttes und sein Erlösungswerk haben. Ich bin weit davon entfernt eine Errettung durch Werke zu predigen. Dies soll niemand missverstehen. Aber zu glauben und sich nicht an seine Gebote zu halten ist für mich ein Widerspruch, aus den Gründen, die ich vorher ausgeführt habe.

 

Wenn jemandes Werk bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen; wenn jemandes Werk verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, so wie durchs Feuer. (1. Korinther 3,14)

 

Paulus schreibt hier, dass alle unsere Werke durch das Feuer des Gerichtes gehen müssen. Weltliche Werke werden verbrennen. Wenn wir Werke aus Glauben getan haben, werden sie bestehen bleiben und wir werden Lohn empfangen. Hatten wir aber nur Glauben und dieser Glaube hat nicht zu den Werken aus Glauben geführt, so werden wir Schaden leiden. Wir werden zwar gerettet werden, aber sind sozusagen dem Feuer knapp entronnen.

 

Wie wir Gläubigen, die wir an Jeschua und sein Erlösungswerk glauben heute zu dem Gesetz stehen, beschreibt Paulus wie folgt:

 

Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich durch G-tt lebe; ich bin mit Christus gekreuzigt, und nicht lebe ich, sondern er lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben, und zwar im Glauben an den Sohn G-ttes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegen hat. Ich mache die Gnade G-ttes nicht ungültig, denn wenn Gerechtigkeit durch das Gesetzt kommt, dann ist Christus umsonst gestorben. (Galater 2,19-21)

 

Wir Gläubigen sind dem Gesetz gestorben, das bedeutet, das Gesetz hat keine Macht mehr über uns. Was wir also jetzt "im Fleisch" leben, das heisst nach den Geboten leben, das leben wir im Glauben! Wir sollen also die Gebote G-ttes nicht halten um gerecht zu werden. Das sind wir entweder durch Glauben an Jeschua ha`Maschiach, oder wir werden es nie erreichen. Wir dürfen aber die Gebote G-ttes im Glauben an Jeschua ha`Maschiach halten, weil er uns (zuerst) geliebt hat und sich für uns hingegeben hat. Das Halten der Gebote durch Glauben führt zu den Werken aus Glauben, welche die Früchte des Glaubens sind.