Die 613 Mizwot und ihre mögliche Auslegung

 

In diesem Kapitel werde ich die 613 Mizwot, die Gebote Gottes aufzählen und diskutieren. Dabei ist es mir wichtig alle Stellen der Bibel, welche dazu eine Aussage machen zu beachten, ganz besonders das Neue Testament. Wie bereits erwähnt wurden mit dem ersten Kommen des Messias einige Gebote erfüllt. Und deseiteren haben Jesus und seine Apostel häufig verschiedene Gebote Gottes im Neuen Testament wieder in das richtige Licht gerückt, nachdem sie von den Menschen falsch verstanden wurden. Ebenfalls ist mir wichtig die jüdische Auslegung dieser Gesetze zu diskutieren. Die jüdische Auslegung ist über Jahrhunderte des Sinnens über das Gesetz entstanden. Viele Aspekte der Gebote könnten uns entgehen, wenn wir nich das jüdische Verständnis mit ein beziehen.

 

Bei der ganzen Betrachtung der Mizwot muss uns stets klar sein, dass wir die Gesetze Gottes niemals halten können. Wir werden sie auch niemals ganz richtig verstehen und ganz richtig leben. Genau aus diesem Grund brauchen wir das Opfer Jesu. Wäre dem nicht so, hätte Jesus nicht am Kreuz sterben müssen.

 

Bevor wir uns den Mizwot nähern, rufen wir nochmals die beiden wichtigsten Gebote, mit welchen man das ganze Gesetz zusammenfassen könnte in Erinnerung:

 

Er aber sprach zu ihm: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. Dies ist das grösste und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. (Matthäus 22.37)

 

Den Herrn lieben mit ganzem Herzen, ganzer Seele und dem ganzen Verstand bezieht sich auf alle Gebote, welche wir tun sollen aus Liebe zu Gott. Es sind zum Beispiel seine Ruhe- unt Festtage. Wenn wir Gott so sehr lieben, werden wir sie halten, weil sie Gottes Willen sind. Wenn wir nun auch unsere Nächsten lieben wie uns selbst, so werden wir auch all seine Gebote halten, welche vom Umgang mit unseren Mitmenschen handeln. Offenbar lässt sich das Gesetz in diese beiden Typen einteilen. Gebote aus Liebe zu Gott und Gebote aus Liebe zu den Nächsten, und beide sind einander gleich.

 

Desweitern müssen wir die Gefahr im Auge behalten aus lauter Eifer nach dem Gesetz den Sinn und Zweck des Haltens der Gebote aus Glaube völlig zu verfehlen. Jesus hat den Sinn für uns treffend zusammengefasst: Liebe zu Gott und Liebe zu den Nächsten. Es macht also überhaupt keinen Sinn, wenn wir Gebote einhalten, weil es nunmal Gebote sind, aber dabei übertreten wir in irgendeiner Form diese beiden höchsten Gebote. Wir sollen also nicht mit allen Mitteln den Geboten gehorchen wollen und dabei die Liebe zu Gott und den Nächsten vernachlässigen. Für mich ist daher eine Tat der Nächstenliebe immer wichtiger als das Einhalten eines Gebotes. Denn mein Herr sagte, die Nächstenliebe ist das Höchste Gebot. Taten der Liebe stehen also immer über der Einhaltung aller anderen Gebote. Man könnte es auch anders ausdrücken. Wenn ein Gebot verhindert, dass wir aus Nächstenliebe handeln können, leben wir es gerade in dieser Situation falsch aus. Diese beiden höchsten Gebote können uns daher als Massstab dienen, ob wir Gottes Gebote richtig verstanden haben. Denn wenn sie nicht zu mehr Gottesliebe und mehr Nächstenliebe führen, passen sie nicht in diese Zusammenfassung und wir müssen den Fehler bei uns suchen.

 

Die Mizwot kennen keine Reihenfolge. Der Ordnung willen macht es für mich Sinn sie nach ihrer Position in unserer Bibel zu diskutieren.

 

Mir ist bewusst, dass ich einige dieser Gebote vielleicht falsch verstehen werde. Gott möge mir vergeben und mir die Wahrheit aufzeigen!

 

Paraschat B`reschit (1. Mose 1 - 6.8)

1.    Das Gebot fruchtbar zu sein und sich zu vermehren.

 

Gott segnete sie und sprach: "Seid fruchtbar und vermehrt euch" (1. Mose 1:28

 

Gott wünscht sich, dass die Erde bevölkert werde durch sein heiliges Volk. In der Bibel finden wir weitere Stellen, welch diesen Wunsch bezeugen: Nicht damit sie leer sei, erschuf Er sie, sondern damit sie bevölkert werde". (Jesaja 45:18)

 

Dieses Gebot verstehe ich als Gebot für das ganze heilige Volk und nicht für Einzelpersonen. Das Volk soll auf Gott vertrauen und auch in schwierigeren Umständen nicht aufhören sich zu vermehren. Eine Ein-Kind Politik wäre demnach ein Übertreten dieses Gebotes durch das ganze Volk. Das dieses Gebot nicht für Einzelpersonen gilt zeigen Bibelstellen aus dem neuen Testament.

 

Ich sage aber den Unverheirateten und den Witwen: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie ich. Wenn sie sich aber nicht enthalten können, so sollen sie heiraten, denn es ist besser, zu heiraten, als vor Verlangen zu brennen. (1. Korinther 7:8-9).

 

Auch Jesus hat diese Gebot als Einzelperson nicht erfüllt. Jesus hat nie geheiratet und hatte keine Kinder.

 

Im geistigen Sinn könnte dieses Gebot als Missionsauftrag verstanden werden. Wir sollen in unserem Glauben Frucht tragen, andere Menschen zum Glauben an Jesus Christus führen und uns in diesem Sinne vermehren. Verstehen wir das Gebot in diesem Sinne, hat Jesus und alle sine ledig gebliebenen Jünger dieses Gebot sehr wohl erfüllt.

 

Im Judentum wird dieses Gebot anders ausgelegt. Es gilt als grosse Sünde, wenn ein Mann diesem Gebot nicht nachkommt und in seinem Leben keine Kinder zeugt. Für Frauen gilt dieses Gebot nicht. Ein Mann muss mindestens einen Sohn und eine Tochter zeugen um dieses Gebot zu erfüllen.

 

2.    Das Gebot der Beschneidung

 

Dies ist mein Bund, den ihr hüten sollt, zwischen Mir und euch und zwischen deinen Nachkommen nach dir; beschneiden sollt ihr euch jeden Männlichen (1. Mose 17:10)

 

Die Beschneidung ist das sichtbare Zeichen des Bundes, welchen Gott mit seinem heiligen Volk schloss. Müssen die Gläubigen aus den Nationen sich nun auch beschneiden lassen? Gilt dieses Gebot sowohl für die leiblichen Nachfahren Abrahams als auch für die geistlichen? Um dies herauszufinden müssen wir uns einige Stellen im Neuen Testament anschauen.

 

Die Beschneidung war auch in den ersten Gemeinden eine wichtige Frage. Paulus hinterlässt uns einige aufschlussreiche Zeilen:

 

Doch wie der Herr einem jeden zugeteilt hat, wie Gott einen jeden berufen hat, so wandle er; und so verordne ich es in allen Gemeinden. Ist jemand beschnitten berufen worden, so bleibe er bei der Beschneidung; ist jemand unbeschnitten berufen worden, so lasse er sich nicht beschneiden. Die Beschneidung ist nichts, und das Unbeschnittsein ist nichts, sondern das Halten der Gebote Gottes. (1. Kolosser 7:17)

 

Wenn nun der Unbeschnittene die Rechtsforderungen des Gesetzes befolgt wird nicht sein Unbeschnittensein für Beschneidung gerechnet werden (...) (Römer 2:26)

 

Im ersten Zitat verordnet uns Paulus deutlich, dass wir Gläubige aus den Nationen uns nicht physisch beschneiden lassen sollen. Den Grund finden wir im zweiten Zitat und im letzten Satz des ersten Zitates. Die Beschneidung IST ein Gebot Gottes. Wie kann dann ein Unbeschnittener die Rechtsforderungen des Gesetzes halten, wenn er doch das Gebot der Beschneidung übertritt? Oder wie kann die Beschneidung nichts sein, sondern das Halten der Gebote, wenn doch die Beschneidung auch ein Gebot Gottes ist? Darauf finde ich eine einzige Erklärung. Jesus sagt, dass das Gesetz gültig ist bis Himmel und Erde vergehen werden. Wir können also nicht das Gesetz der Beschneidung für ungültig erklären. Das nachfolgende Zitat hilft uns vielleicht weiter:

 

In ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschehen ist, sondern im Ausziehen des fleischlichen Leibes, in der Beschneidung des Christus, mit ihm begraben in der Taufe, in ihm auch mit auferweckt durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat. (Kolosser 2:11-12)

 

Die geistigen Nachkommen Abrahams, die eingeproften wilden Zweige wurden also bei ihrer Widergeburt beschnitten und erfüllen somit diese Mizwah der Beschneidung. Die Mizwah der Beschneidung wurde nicht für ungültig erklärt. Aber durch Jesus wurde ein neuer Bund geschlossen mit dem heiligen Volk, zu welchem wir nun auch gehören. Der neue Bund hat nicht den alten Bund aufgelöst. Er hat ihn erfüllt. Trotzdem ist es ein neuer Bund. Das neue ist, dass Jesus für uns die Schuld der Gesetzesübertretungen trägt, der Glaube uns reinigt und wir durch ihn Zugang zu Gott haben. Und das neue Zeichen ist die geistliche Beschneidung. Durch die Erlösungstat Jesu hat also die Mizwah der Beschneidung eine neue Bedeutung bekommen.

 

Paraschat Wa-Jischlach (1. Mose 32.3 - 36.43)

3.    Das Verbot den Hüftmuskel zu essen

 

Darum essen die Söhne Israels bis zum heutigen Tag nicht den Hüftmuskel, der über dem Hüftgelenk ist, weil er das Hüftgelenk Jakobs, den Hüftmuskel, berührt hat. (1. Mose 32:33)

 

Der Grund für einige Gebote und Verbote Gottes ist, dass sich sein heiliges Volk an bedeutende Geschichten und Begebenheiten ihrer Väter mit Gott erinnern. So auch dieses Gebot. Warum ist die Geschichte so bedeutend? Einerseits sicherlich, weil Jakob den neuen Namen Israel bekommt. Er ist nich länger der Jakob, der durch Täuschung den Segen seines Vaters bekommen hat. Er ist jetzt Israel, rechtmässig gesegnet von Gott. Vielleicht ist dies hier die wesentliche Botschaft.

 

Nach christlicher Auslegung ringt Jakob hier mit Gott. Nach jüdischer Auslegung ringt Jakob nicht mit Gott sondern mit dem Schutzengel Esaus. Ich wage hierzu keine Auslegung, da ich keine Erkenntniss über diese Stelle habe.

 

Eine Übertreter dieses Gesetzes muss nach der jüdischen Tradition gezüchtigt werden.

 

Die Gläubigen aus den Nationen gehören zum heiligen Volk Israel. Ich glaube es ist nur richtig, dass wir in unserem Leben uns auch an seine Geschichte erinnern und nicht an unsere heidnische Vergangenheit in der Dunkelheit.

 

Paraschat Bo (2. Mose 10 - 13.16)

4.    Das Gebot des ersten Monats des Jahres

 

Und der Herr redete zu Mose und Aaron im Land Ägypten und sprach: Dieser Monat soll euch der Anfang der Monate sein, er soll für euch der erste Monat des Jahres sein. (2. Mose 12:2)

 

Die jüdische Zeitrechnung ist eine andere als die unsere. Sie orientiert sich an den Mondzyklen. Dies ist auch richtig, denn wenn Gott ihr von Monat spricht, spricht er von "Chodesch". Dies bedeutet Mond oder eben Monat. Ein Monat beginnt bei Neumond und endet bei Neumond. Ein Mondzyklus dauert ungefähr 29.5 Tage. Nach jüdischer Tradition müssen immer zwei als Zeugen geeignete Israeliten bezeugen, dass sie den Neumond gesehen haben. Ist dies der Fall, beginnt der neue jüdische Monat. In usnerem Kalender sind die Monate losgelöst von den Mondzyklen und entsprechen nur noch einer mathematischen Einteilung des Sonnenjahres in zwölf ungefähre Mondzyklen. Ein Mondjahr dauert auch nicht 365 Tage wie ein Sonnenjahr. Es dauert 354 Tage. Die jüdischen Gelehrten haben aus diesem Grund regelmässig Schaltjahre eingeführt umd die Differenz zwischen Sonnen- und Mondjahren auszugleichen.

 

Dieser erste Monat, von welchem Gott spricht ist der Monat Nissan. Es ist ein Neumand der jeweils im Zeitraum zwischen März und April stattfindet. Weil der Auszug der Israeliten aus Agypten in diesem Monat stattfand soll dieser Monat dem Volk Israel als erster Monat gelten. Es ist der Monat des Pessach-Festes, von welchem wir noch viel lesen werden.

 

In der jüdischen Tradition ist zwar der Monat Nissan der erste Monat. Jedoch beginnt das Neue Jahr mit Rosch Haschana im Monat Tischrei (Septemer-Oktober, siebter Monat). Denn der erste Tag des Monats Tischrei soll der Schöpfungstag von Eva und Adam sein. Eine biblische Begründung hierfür habe ich nicht gefunden. Jedoch ist der erste Tag des siebten Monats durchaus in der Bibel besonders erwähnt. Es soll ein Sabbat sein, ein heiliger Ruhetag und die Israeliten sollen die Posaunen blasen und Feueropfer bringen (vergl. 3. Mose 23, 23-25 und 4. Mose 29, 1-6)

 

Gott gebietet uns nun also, dass der Monat Nissan der erste aller Monate sein soll. Der heutige jüdische Kalender wurde von Rabbi Hillel, einem Nachkomme des Rabbi Jehuda ha- Nassi berechnet. Nach jüdischer Tradition gilt dieses Gebot nur für ordinierte Gelehrte wie Aaron und Mose. Nur diese dürfen das Kalenderjahr und die Schaltjahre berechnen. Da es seit Rabbi Hillel keine solche ordinierte Gelehrte gab, wurde der Kalender seither nie mehr neu berechnet.

 

Wir als Christen können dem jüdischen Kalender soweit folgen, da er wie Gott geboten hat auf Mondzyklen beruht und uns die biblischen Monate überliefert. So dürfen wir wissen, wann wir die biblischen Feste feiern dürfen. Nicht jedoch sollten wir nicht den ersten Tag des siebten Monats als Neujahrstag feiern, sondern wie Gott geboten hat als Sabbat, Tag des Posaunenblasens. Denn der siebte Monat ist wie der siebte Tag ein spezieller Monat. Sozusagen ein Sabbatmonat.

 

Beachten wir auch, dass Jesus am 14. Nissan gekreuzigt wurde. Er hat ein neues Zeitalter eingeläutet, und dieses beginnt mit dem 1. Monat, dem Monat Nissan

 

5.    Das Gebot das Pessach- Opfer zu schächten

 

(...) und ihr sollte es aufbewahren bis zum vierzehnten Tag dieses Monats. Und die ganze Versammlung der Gemeinde Israels soll es zur Abendzeit schächten. (2. Mose 12:6)

 

Der Hausvater soll am 10. Tag des Monats Nissan ein makelloses Lamm nehmen und es aufbewahren bis zum 14. Tag. An diesem 14. Tag soll er es zur Abendzeit schächten und mit dem Blut die Türpfosten und die Oberschwelle bestreichen. Dies sollen sie tun um sich an den Auszug aus Agypten zu erinnern.

 

Wichtig zu wissen ist, dass ein Tag in der jüdischen Tradition von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang dauert.

 

In der jüdischen Tradition muss das Pessach- Opfer nur geschächtet und gegessen werden zur Zeit des Tempels. Für diese Tradition finde ich keine biblische Grundlage. Was nicht bedeutet, dass die Juden falsch liegen. In der jüdischen Tradition gelten alle Mizwot betreffend irgendwelcher Opfer nur die Zeit des Tempels, da diese Opfer ja im Tempel stattfinden mussten. Wenn kein Tempel da ist, kann also auch nicht geopfert werden. Vergleichen wir diese Mizwot mit menschlichen Schiffahrtsregeln. Wenn alle Schiffe zerstört sind, sind diese Regeln für uns nicht mehr bedeutend obwohl sie weiterhin gültig wären.

 

Als Christen glauben wir allerdings, dass Jesus den Tempel in drei Tagen wieder aufgebaut hat. Damit hat er ganz klar seinen Kreuzigungstod gemeint und die Auferstehung nach drei Tagen. Obwohl nach seiner Auferstehung der Tempel noch weitere 40 Jahre existierte, war er doch im geistigen Sinne abgebrochen worden und durch Jesus stand bereits der neue, geistliche Tempel. Dieser überdauerte selbstverständliche die Zerstörung des physischen Tempels durch die Römer. Es ist genauso wie mit der Stiftshütte. Aus der Stiftshütte wurde der Tempel und aus dem physische Tempel wurde der geistliche Tempel. Der Tempel ist der Ort, an welchem Gott wohnt. Gott wohnt durch den heiligen Geist in den Herzen der Gläubigen. Sind also unsere Herzen der neue Tempel? Diese Auslegung würde passen zu einigen Stellen im Neuen Testament:

 

Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? (1. Korinther 6:19)

 

Wenn der Tempel also kein physischer Tempel ist, ist das Pessach-Opfer, welches im Tempel geschächtet wurde, wohl auch kein physisches Opfer mehr. Jesus selbst ist unser Pessach-Opfer.

 

Die Symbolik dieses Festes in unübersehbar. Ein makellose Lamm wird geschächtet, sein Fleisch wird gegessen und sein Blut dient als Zeichen an der Tür. Als der Herr in dieser Nacht in Agypten an den Häusern vorbeiging hat er alle Häuser verschont an welchen er dieses Zeichen gesehen hat. Das makellose Lamm das geschächtet wird steht für den sündenfreien Messias, welcher übrigens ebenfalls am 14. Nissan am Abend gekreuzigt wurde. Wir Christen essen sein Fleisch und trinken sein Blut. Der Herr wird uns vor dem Gericht verschonen, dass uns ereilen würde aufgrund unserer Sünden und Gesetzes Übertretungen.

 

Dass Pessach Fest ist auch für uns Christen wichtig. Es erinnert uns an den Auszug der Israeliten aus Agypten und gleichzeitig und vielleicht noch viel mehr an die Erlösungstat Jesu Christi.

 

Als Christen müssen wir kein Pessach-Opfer mehr schächten. Diese Mizwot können wir so verstehen, dass wir uns an Pessach an das makellose Opfer Jesu Christi erinnern sollen. Und dieses Opfer in unserem Herzen, im geistigen Tempel Gottes darbringen.

 

Die absichtliche Übertretung dieser Mizwot wird nach jüdischer Tradition mit der Ausrottung aus dem Volk Israel bestraft. Hierzu finden wir die biblische Begründung in 4. Mose 9:13

 

6.    Das Gebot das Pessach- Opfer zu essen

 

Das Fleisch aber sollen sie noch in derselben Nacht essen (1. Mose 12.8)

 

Wie bereits beim 5. Gebot besprochen, ist unser Pessach-Opfer Jesus Christus selbst. Man könnte dieses Gebot nun so verstehen, dass wir am Abend des 15. Nissan das Fleisch Jesu essen sollten, das bedeutet das Abendmahl halten.

 

Nach jüdischer Tradition gilt diese Mizwah ebenfalls nur zur Zeit des Tempels. Die Strafe für die Übertretung dieses Gebotes ist Züchtigung

 

7.    Das Verbot das Pessach-Opfer halbgar oder gekocht zu essen

 

Ihr dürft nichts davon roh oder etwa im Wasser gekocht essen, sondern am Feuer gebraten sollt ihr es essen (2. Mose 12.9)

 

Siehe Gebot 5 und 6

 

8.    Das Verbot nichts vom Pessach- Opfer übrig zu lassen

 

Ihr dürft nichts davon roh oder etwa im Wasser gekocht essen, sondern am Feuer (2. Mose 12.10)

 

Siehe Gebot 5 und 6

 

9.    Das Gebot das Gesäuerte zu beseitigen

 

Gleich am ersten Tag sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern wegtun (2. Mose 12.15)

 

Am 14. Nissan sollen wir alles Gesäuerte aus unseren Häusern beseitigen. D.h. noch bevor der 15. Nissan anbricht, an welchem wir das Pessach-Lamm essen sollen.

 

Nach jüdischer Tradition geht es auch hier lediglich um die Erinnerung an den Auszug aus Ägypten. Damals hatten die Israeliten während ihres Auszuges keine Zeit um gesäuerte Brote zu backen. Sie sind eilig aufgebrochen und konnten nur ungesäuerte Brote backen.

 

Ob das gesäuerte Brott ebenfalls eine geistige Bedeutung hat, die auf Jesus hinweist, und die Jesus somit erfüllt hat, ist mir unbekannt.

 

Nach jüdischer Tradition wird die Übertretung eines Verbotes, dessen Übertretung keine Handlung behinhaltet, nicht gezüchtigt.

 

10. Das Gebot Mazzah (ungesäuertes Brot) zu essen

 

Im ersten Monat, am 14. Tag des Monats, am Abend, sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis zum 21. Tag des Monats, am Abend. (2. Mose 12.18)

 

Sieben Tage vom 14. Nissan an dürfen wir nur ungesäuertes Brot essen. Vom 14. Tag am Abend bis zum 21. Tag am Abend.

 

Auf die Missachtung des Gebotes folgt nach jüdischer Tradition Züchtigung

 

11. Das Verbot an Pessach etwas Gesäuertes in unserem Besitz zu haben

 

Sieben Tage darf kein Sauerteig in euren Häusern gefunden werden (2. Mose 12.19)

 

Nicht nur keine gesäuerte Brote sollen wir essen sieben Tage lang, sondern gar nichts gesäuertes in Besitz haben. Weder im Haus noch sonstwo.

 

Nach jüdischer Tradition wird die Übertretung eines Verbotes, dessen Übertretung keine Handlung behinhaltet, nicht gezüchtigt.

 

12. Das Verbot etwas zu essen, das gesäuertes beinhaltet

 

Nichts Gesäuertes dürft ihr essen; in allen euren Wohnsitzen sollt ihr ungesäuertes Brot essen (2. Mose 12.20)

 

Diese Verbot besagt, dass es nicht nur um gesäuertes Brot geht sondern um jegliche gesäuerte Speise.

 

Nach jüdischer Tradition wird man je nach Anteil gesäuerter Speise unterschiedlich stark gezüchtigt.

 

13. Das Verbot keinem Fremden vom Pessach- Opfer zu essen geben

Und der Herr sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Ordnung des Passah: Kein Fremder soll davon essen. (2. Mose 12.43)

 

Kein Fremder darf vom Pessach- Opfer essen. In der jüdischen Tradition wird überliefert, dass damit ein abtrünniger Israelit gemeint ist, dessen Handlungen seinem Vater im Himmel fremd geworden sind.

 

Ebenfalls wird die Übertretung dieses Verbotes nicht gezüchtigt, da die Übertretung ohne Handlung erfolgt.

 

14. Das Verbot einem teilweisen Proselyten und Einwohner vom Pessach- Opfer zu essen zu geben

 

Ein Beisasse oder Lohnarbeiter darf nicht davon essen (2. Mose 12.45)

 

In der jüdischen Überlieferung heisst es, dass ein Beisasse ein Mensch aus den Völkern ist, der auf sich genommen hat, keinen Götzendiesnt zu leisten, jedoch unkoscher isst. Ein Tagelöhner sei wiederum ein teilweise konvertierter Einwohner, der sich der Beschneidung, nicht aber dem rituellen Tauchbad unterzogen hat.

 

Wir Christen können dieses Gebot so verstehen, dass wir kein Ungläubiger von unserem Pessach- Opfer, dem Abendmahl, essen darf.

 

Auch auf dieses Verbot erfolgt bei seiner Übertretung keine Züchtigung.

 

15. Das Verbot nichts vom Fleisch des Pessach- Opfers aus dem Haus zu bringen

 

In einem Haus soll es gegessen werden; du sollst nichts von dem Fleisch aus dem Haus hinausbringen (...) (2. Mose 12.46)

 

Das Pessach- Opfer soll in der Gemeinschaft geteilt werden und nicht von der Gemeinschaft weggebracht werden. In der jüdischen Tradition ist der Grundgedanke dieses Verbot wiederum die Erinnerung an die Wunder von Ägypten.

 

16. Das Verbot einen Knochen des Pessach- Opfers zu brechen

 

(...) und ihr sollt kein Bein an ihm zerbrechen. (2. Mose 12:46)

 

Auch dieses Gebot wurde als Erinnerung an den Auszug aus Ägypten gehalten. Heute wissen wir, dass es eine wunderbare Prophetzeihung auf die Kreuzigung Jesus, das wahre Pessach- Opfer ist. Normalerweise wurden den gekreuzigten die Beine gebrochen, damit sie schneller sterben. Nicht so Jesus, ihm wurde die Beine nicht gebrochen, damit erfüllt würde, was die Schrift vorausgesagt hat.

 

Auf die Übertretung dieses Verbotes folgt eine Züchtigung.

 

17. Das Gebot, dass jeder, der das Pessach- Opfer essen will, beschnitten werden muss

 

Wenn sich aber ein Fremdling bei dir aufhält und dem Herrn das Passah feiern will, so soll bei ihm alles Männliche beschnitten werden, und dann komme er herbei, um es zu feiern; und er soll wie ein Einheimischer des Landes gelten. (2. Mose 12.48)

 

Wer vom Pessach- Opfer, dem Abendmahl essen möchte, muss wiedergeboren sein.

 

Das Übertreten dieses Gebotes wird mit Züchtigung bestraft.

 

18. Das Gebot, die Erstgeborenen zu weihen

 

Heilige mir alle Erstgeburt! Alles bei den Söhnen Israel, was zuerst den Mutterschoss durchbricht unter den Menschen und unter dem Vieh, mir gehört es. (2. Mose 13.2)

 

Dieses Gebot bedeutete für die Israeliten, dass sie alles erstgeborene Vieh opfern mussten. Die erstegeborenen Söhne hingegen und auch die Esel müssen ausgelösst werden (dazu später mehr, wenn es um das Gebot des Auslösens geht)

 

Dieses Gebot soll uns daran erinnern, dass alles Gott gehört. Es zeugt von Vertrauen und Glauben, wenn wir jeweils die ersten Früchte unseres Lebens Gott übergeben und nicht selber behalten. Mit diesem Gebot ist auch das Gebot des Zehnten des Korns verbunden. Die Israeliten übergaben die Erstgeburt de Viehs und den zehnten Teil des Korns den Priestern, welche sie im Tempel opferten.

 

Jesus war der Erstgeborene, der erste der zum ewigen Leben auferweckt wurde. Mit ihm hat sich dieses Gesetz erfüllt. Jesus Christus ist der Erstgeborene Israels, er ist Gott geweiht.

 

(Wir Christen sollten ebenfalls jeweils die ersten Früchte unserer Arbeit Gott weihen, d.h. Gott zur Verfügung zu stellen. Dies um Gott zu zeigen, dass wir sein Anrecht auf die Erstgeburt akzeptieren. Wie und in welcher Form dies geschehen kann, weiss ich nicht.)

 

19. Das Gebot am Pessach kein gesäuertes zu essen

 

Da sprach Mose zum Volk: Gedenkt an diesen Tag, an dem ihr aus Agypten, aus der Knechtschaft, gezogen seid, denn der Herr hat uch mit mächtiger Hand von dort herausgeführt; darum sollt du nicht gesäuerte Brote essen. (2. Mose 13.3)

 

Auch dies ist ein wunderschönes Bild, dass uns Christen anspricht. Jesus Christus opferte sich als Pessach- Opfer am Abend des 14. Nissans. Er starb am 15 Nissan, wurde begraben und auferstand am 16. Nissan. Was hat dieses Opfer bewirkt? Das wir aus der Knechtschaft der Sünde befreit wurden. Unsere Sünden sind gesühnt, die Menschheit kann durch Gnade errettet werden.

 

Was das Gebot gesäuertes zu essen betrifft, kennen wir es bereits aus dem 10. Gebot und dem 12. Verbot.

 

20. Kein Gesäuertes darf an Pessach bei uns gesehen werden

 

Du sollst sieben Tage ungesäuertes Brot essen, dass bei dir weder Sauerteig noch gesäuertes Brot gesehen werde an allen deinen Orten. (2. Mose 13.7)

 

Auch dieses Gebot erinnert uns stark an die vorherige Gebote (vgl. 11. Gebot).

 

Gott ist es häufig nicht nur wichtig, dass wir selber das Gebot nicht überschreiten, sondern auch, dass andere Menschen nicht denken, wir würden das Gebot überschreiten. Denn dadurch könnten sie selbst zum Abfall kommen.

 

21. Das Gebot vom Auszug von Ägypten zu erzählen

 

Ihr sollt euren Söhnen sagen an demsleben Tage: Das halten wir um dessentwillen, was uns der HErr getan aht, als wir aus Ägypten ausgezogen sind (2. Mose 13.8)

 

Wir sollen die Gebote Gottes nicht unseren Kindern weitergeben ohne sie zu lehren, was sie bedeuten. Denn sonst könnten sie diese als tote Tradition übernehmen. Wir wissen, dass dies in der Geschichte der Kirche häufig geschehen ist.

 

Dieses Gesetz wurde ebenfalls durch Jesus erfüllt. Der Auszug von Agypten ist symbolisch für die Befreiuung aus unserer Knechtschaft unter der Sünde. Heute dürfen wir unseren Kindern von diesem Auszug erzählen und ihnen somit erzählen, warum wir heute Pessach (das heidnische Ostern) feiern

 

22. Das Gebot einen erstgeborenen Esel auszulösen

 

Die Erstgeburt vom Esel sollst du auslösen mit einem Schaf (...) Beim Menschen aber sollst du alle Erstgeburt unter deinen Söhnen auslösen (2. Mose 13.13)

 

Die Erstgeburt eines Esel sollen wir nicht Gott weihen, sondern sollen es auslösen. Der Grund hierfür ist, dass Esel unreine Tiere sind, welche nicht im Heiligtum geopfert werden dürfen.

 

Gott möchte nicht, dass wir ihm unreine Dinge weihen. Wenn also die Erstgeburt unserer Arbeit etwas unreines ist, dann sollen wir es auslösen.

 

Der Zweite Teil wird nach jüdischer Tradition hier nicht erwähnt. Da es aber ganz klar auch ein Gebot Gottes ist, habe ich es hier passenderweise dazu genommen.

 

Die Erstgeburt eines Menschen müssen wir nicht Gott weihen. Der Grund hierfür ist, dass nicht alle erstgeborenen Söhne, nur weil sie erstgeboren sind, auch fähig sind ihr Leben als Priester, oder in einem Kloster, komplett Gott hinzugeben. Deswegen sollen wir sie auslösen. Anstelle ihrer wurde im Alten Testament ein stellvertretendes Opfer im Tempel erbracht.

 

Wie bereits bei Gebot 18 gesehen, wurde das Gebot der Erstlingsfrucht durch Jesus Christus erfüllt.

 

23. Das Gebot einem nicht ausgelösten erstgeborenen Esel das Genick zu brechen

 

wenn du sie aber nicht auslöst, so brich ihr das Genick. (2. Mose 13.13)

 

Gott bekräftigt hier nochmal, dass wir ihm keine unreinen Tiere weihen sollen. Lieber sollen wir es töten. Auf jedenfall dürfen wir aus der Erstgeburt selber keinen nutzen ziehen. Es sei denn, sie sei ausgelöst. Denn sie gehört Gott.

 

Paraschat B`schalach (2. Mose 13.17 - 17.16)

24. Das Verbot, am Shabbat seinen Wohnplatz nicht zu verlassen

 

Sehet, der Herr hat euch den Shabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage für zwei Tage Brot. So bleibe nun ein jeder, wo er ist, und niemand verlasse seinen Wohnplatz am siebenten Tage (2. Mose 16:29)

 

Am Shabbat sollen wir unser Zuhause nicht verlassen. Gott hat vorgesorgt, sodass wir genug zu essen haben für diesen Tag. Es soll ein Tag vollkommener Ruhe sein. Gottes Absicht für diese Verbot ist klar. Er wünscht sich, dass wir den Shabbat halten als Tag der Ruhe und dafür bleibt man zuhause.

 

In der jüdischen Tradition heisst es, dass man nicht weiter als ungefähr 4km (2000 Ellen) von der Stadtgrenze entfernen darf. In der Stadt dürfe man sich jedoch (zu Fuss) frei bewegen.

 

Für die Juden hat dies die Folge, dass sie nahe genug der Synagoge wohnen.

 

Für uns Christen stellt sich die Frage, wie dieses Gebot für uns gemeint sein kann. Selbstverständlich kann man argumentieren, das die heisst, wir sollen am Shabbat komplett zuhause bleiben.

 

Aus dem Text wird jedoch klar, dass Gott dieses Gebot gab, weil etliche Israeliten am siebenten Tag aus dem Lager gingen um Brot zu sammeln. Dies ist klar eine verbotene Arbeit am Shabbat. Gott wollte nicht, dass die Israeliten am Shabbat arbeiten und gebot ihnen daher an ihrem Wohnplatz zu bleiben.

 

Wir dürfen also nicht unseren Wohnplatz verlassen, um zu arbeiten, in irgendeiner Form. Ich glaube nicht, dass Gott damit verboten hat in die Synagoge zu gehen, sollte diese nicht innerhalb der Stadtgrenze liegen.

 

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. (Joh. 13.34)

 

Jesus gibt uns hier ein neues Gebot. Auch dies ist für mich ein Beweis, dass er Gott ist. Nur Gott gibt uns Gebote. Die Gemeinschaft miteinander am Shabbat ist Zeichen dieser Liebe und widerspricht dem Geist des Shabbat bestimmt nicht, auch wenn wir dafür über unsere Stadtgrenze hinausgehen müssen.

 

Gott offenbart seine Gebote am Berg Sinai

 

Bevor wir uns die nächsten Gebote und Verbote anschauen, möchte ich kurz beschreiben was hier geschehen ist. Denn dies sind die Gebote, welche Gott dem Mose am Berg Sinai offenbarte. Damit die zehn Worte des Herrn.

 

Als das Volk Israel zum Berg Sinai kam, stieg Mose auf den Berg und Gott rief ihm vom Berg aus zu und beauftragte ihm dem Volk Israel sein Angebot zu unterbreiten. Wenn sie einwilligen wollen, werden sie das auserwählte, heilige Volk Israel sein. Ein Königreich aus Priestern, sein Eigentum, dem ihm die ganze Erde gehört. Mose überbrachte dieses Angebot dem Volk und es willigte ein. So gebot Gott, dass sie sich heiligen sollten und sobald das Widderhorn anhaltend ertönt sollen sie zum Berg hinaufsteigen. Als nun Gott dem Volk dieses Zeichen gab, versammelte sich das ganze Volk am Fuss des Berges Sinai. Der Herr stieg im Feuer auf den Berg Sinai herab, auf den Gipfel des Berges. Gott sprach mit Mose, der vermutlich wieder auf den Berg gestiegen ist, dass er das Volk warnen soll, nicht näher zu kommen, sondern nur Mose und Aaron sollen auf den Berg steigen (2. Mose 19). Gott sprach aus dem dunkel der Wolke zum ganzen Volk die zehn Worte. Nachdem Gott diese zehn Worte gesprochen hatte, zitterte das Volk und sagten zu Mose, dass nur er mit ihnen reden soll. So stieg Mose schliesslich ohne Aaron auf den Berg und näherte sich dem Dunkel, wo Gott war (2. Mose 20)

 

Die zehn Worte sprach Gott also zum ganzen Volk Israel, vor mehreren tausend Zeugen. Es handelt sich um die Gebote 25 bis 38, denn manche Gebote wurden noch unterteilt. Die Gebote vom 39 bis zum und mit dem 114. Gebot sind das Altarsgesetz, das Zivilgesetz und die Gesetze betreffend des Heiligtum Gottes.

 

Wie ich es verstehe wurden die zehn Gebote (25 bis 38) dem ganzen Volk Israel offenbart. Danach näherte sich Mose der dunklen Wolke und Gott offenbarte ihm das Altergesetz und das Zivilgesetz (39 bis 94). Darauf erzählte Mose dem Volk alles was Gott ihm offenbart hatte und das Volk stimmte zu dies alles zu halten (2. Mose 24.3). Da schrieb Mose alle Worte des Herrn auf.

 

Gott gebot anschliessend, dass Mose, Aaron, Nadab und Abihu und siebzig Älteste zum Berg kommen sollen um von ferne anzubeten. Nur Mose soll zum Herrn herantreten. Es heisst, dass sie den Gott Israels gesehen haben.

 

Und unter seinen Füssen war es wie Arbeit in Saphirplatten und wieder Himmel selbst an Klarheit. (2. Mose 24.9)

 

Diesmal stieg Mose auf den Berg und blieb vierzig Tage und vierzig Nächte auf dem Berg. In dieser Zeit wurden ihm die Gesetze betreffend des Heiligtums und des Shabbats offenbart (95 bis 110). In dieser Zeit schrieb auch Gott mit seinem eigenen Finger die zehn Gebote auf Steintafeln. (vgl. 2. Mose 25- 31)

 

Als Mose hinunterstieg hatte sich das Volk versündigt und ein goldenes Kalb angebeten. Mose zerschmetterte die Steintafeln. Es folgte ein Zeit des Gerichts über Israel und das ganze Volk wurde nicht ausgerottet aufgrund der Fürbitte Moses und der Gnade Gottes.

 

Anschliessend stieg Mose erneut auf den Berg und schreib während vierzig weiteren Tagen und vierzig weitern Nächten die zehn Gebote auf die Steintafeln (2. Mose 34). Mit leuchtendem Angesicht kam Mose vom Berg Sinai herunter. Er versammelte die ganze Gemeinde und teilte ihnen die Worte mit, die der Herr zu tun geboten hat. In diesem Abschnitt (2. Mose 35-40) kommen nur vier weitere Gebote hinzu (110- 114).

 

Diese Begebenheit ist wunderbar und äusserst bedeutend. Es handelt sich um die Verlobung Gottes mit seinem heiligen Volk. Der Heiratsantrag erfolgt in 2. Mose 19 Gott fragt sein heiliges Volk, ob sie sich mit ihm verloben möchten. Anschliessend gibt Gott seinem Volk den Verlobungsvertrag, die Gebote, die sie halten sollen, wenn sie sein Volk sein sollen. Aber auch seine Verheissungen die sie durch diese Verlobung erlangen werden. Nämlich, dass sie nach der Hochzeit sein Reich erben werden. Das Volk willigte auch diesem Verlobungsvertrag zu und so ist nun das Volk Israel offiziell mit Gott verlobt. Die Hochzeit erfolgt, wenn der Messias, der Bräutigam kommt und das ganze Volk ihn erkennt und von ihren Sünden befreit wird. Der Bräutigam, Jesus Christus kam bereits, aber die Braut war noch nicht bereit. Und durch dieses erste Kommen des Messias und seine Ablehnung durch das Volk Israel dürfen auch wir Gläubige aus den Nationen Teil werden des heiligen Volkes, der Braut Gottes. Nun warten wir auf den Bräutigam, der wiederkommen wird zur Hochzeit. Wir erwarten ihn hoffnungsvoll und halten seinen Verlobungsvertrag!

 

Paraschat Jitro (2. Mose 18-20)

25. Der Herr ist unser Gott

 

Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe. (2. Mose 20.2)

 

Der Herr ist nicht irgendein Gott. Er ist der Gott Abrahams, Israels und Jakobs. Das dürfen wir nicht vergessen. Manche Christen sehen im Neuen und im Alten Testament nicht den gleichen Gott. Doch es ist er gleiche Gott, unser Herr

 

26. Das Gebot keine Götter neben unserem Herrn zu haben

 

Du sollst keine anderen Götter haben neben mir (2. Mose 20.3)

 

Wir dürfen in unserem Leben nichts haben, dass wir mehr verehren als Gott. Denn sonst würden wir Götter neben Gott haben.

 

27. Wir dürfen keine Götterbilder machen

 

Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was im Wasser unter der Erde ist. (2. Mose 10.4)

 

Die Hauptaussage dieses Gebotes ist im ersten Hauptsatz zu finden. Wir sollen uns keine Götterbilder machen. Das heisst keinerlei Abbilder dessen, was wir verehren könnten. Der zweite Teil könnte man so verstehen, dass wir gar nichts abbilden soll. Aber diese Interpretation wäre völlig losgelöst von dem, um was es im Text geht. Nämlich Götzendienst

 

28. Das Gebot uns nicht vor Götterbilder niederzuwerfen

 

Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen (2. Moste 20.5)

 

Wenn wir dieses Gebot losgelöst von seinem Nebensatz betrachten, würde dies heissen, dasss es verboten ist, sich vor einem Götterbild nierzuwerfen, egal ob man nun tatsächlich das Bild anbetet oder die Person dahinter.

 

Ich glaube für einen Gläubigen macht es keinen Unterschied, ob er sich vor einem Abbild des gekreuzigten Jesus in der Kirche niederwirft, denn der Gläubige weiss, dass er nicht das Abbild verehrt, sondern Jesus Christus allein. Das Abbild verhilft ihm nur in seiner Ausrichtung auf Gott.

 

Jedoch dürfen wir dieses Gebot Gottes nicht nur aus unserer Perspektive betrachten. Denn aussenstehende Personen sehen nur, dass die Gläubigen sich vor Bildern und Statuen niederwerfen und es entsteht der Eindruck, dass sie Götzendienst betreiten. So glauben zum Beispiel viele Muslime, dass Christen Götzendiener sind. Erstens, weil Muslime das Prinzip der Dreieinigkeit nicht verstanden haben und denken, wir beten drei Götter an. Und zweitens, weil sie uns sehen uns vor Abbilder niederzuwerfen. Dies ist sicher nicht im Sinne des Herrn. Und aus diesem Grund sollten wir Gottes Gebot ernsnehmen und uns nicht vor Abbildern niederwerfen.

 

29. Wir dürfen keinen Götterbildern dienen

 

(...) und du sollst ihnen nicht dienen (2. Mose 20.5)

 

In heidnischen Kulturen war Götzendienst weit verbreitet, viele Nachbarvölker der Israeliten verehrten Götzen und dienten ihnen. Dies ist Gott ein Gräuel.

 

Viele jüdische Familie legen dieses Gebot noch heute sehr streng aus. Dienen heisst für sie nicht nur der offensichtliche Götzendienst. Auch einen Stein nach einem Götzen werfen, ja jegliche Beachtung des Götzen ist für sei Götzendienst. Sie gehen daher auch niemals in eine religiöse Stätte wo es Götterbilder gibt. Weder in eine Kirche noch in einen hinduistischen Tempel. Diese Haltung deckt sich auch mit der Idee, dass man keinem Aussenstehenden jemals den Eindruck geben darf, man würde Götterbildern dienen.

 

Aus christlicher Sicht ist auch die Frage relevant, ob wir zum Beispiel eine nette Einladung zu einem religiösen Fest, wo es Götterbilder gibt, ablehnen sollen. Die Juden würden sagen auf jedenfall. Doch genau hier glaube ich hat Jesus uns auf den rechten Weg geführt. Diese Interpretationen und darausfolgenden Verhaltensregeln sind alles menschengemachte Gesetze. Wenn wir die Einladung ablehnen würden, würden wir menschengemachte Gesetzt über Gottes Gesetz stellen. Denn die Nächstenliebe ist wie Jesus sagt das höchste Gebot. Aus Liebe zu unseren Nachbarn sollten wir die Einladung also annehmen.

 

30. Das Gebot den Namen des Herrn nicht zu missbrauchen

 

Du sollst den Namen dess Herrn, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht (2. Mose 10.7)

 

Wir dürfen den Namen des Herrn nicht umsonst brauchen. Das bedeutet nicht als Schimpfwort und auch nicht einfach als Ausruf der Überraschung oder Entsetzung. Wenn wir uns darauf achten, fällt uns schnell auf wie oft wir Gottes Namen umsonst gebrauchen. Schon nur der Ausruf "Jesses" oder "Jesses-Gott", dieser Ausruf kommt ganz klar von "Jesus-Gott". Der Name Gottes ist zu heilig und wertvoll, als dass wir ihn einfach so umsonst benutzen sollten.

 

Klassisch wird diese Stelle ausgelegt als "Du sollst nicht schwören". Dies steht aber im Widerspruch zu einigen anderen Stellen der Bibel. Zum Beispiel:

 

(...) sondern du sollst den Herrn, deinen Gott, fürchten und ihm dienen und bei seinem Namen schwören.

 

Im Alten Testament war es also nur verboten FALSCH zu schwören. Vermutlich genau aus dem Grund, weil die Israeliten, wie auch ich, aus der Bibel dies so verstanden.

 

Jesus bringt jedoch Licht in die Frage um das Schwören:

 

Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: "Du sollst keinen falschen Eid schöwern und sollst dem Herrn deinen Eid halten". Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt (...) (Matthäus 5.33)

Gott möchte also nicht dass wir schwören, weder in seinem Namen noch in irgendeinem anderen Namen. Auch möchte er nicht, dass wir seinen Namen in irgendeiner anderen Form missbrauchen / unnütz gebrauchen.

 

31. Das Gebot dem Shabbat zu gedenken

 

Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten (2. Mose 20.8)

 

Das Gebot den Shabbat zu halten und ihn zu heiligen kommt sehr häufig in der Bibel vor. Es ist Gott äusserst wichtig. Er schreibt auch, dass es ein Zeichen ist, zwischen ihm und seinem heiligen Volk. Wir haben Gesehen, dass die Gebote Gottes den Verlobungsvertrag darstellen. Der Sabbat hingegen ist der Verlobungsring.

 

Was bedeutet es nun den Sabbat zu heiligen? Es bedeutet, dass der Sabbat ein Tag für Gott ist, für die Gemeinschaft mit Gott. Wir sollen an diesem Tag ruhen von unserer Arbeit, genau so wie Gott am siebten Tage von seiner Schöpfung geruht hat.

 

Im mündlichen Gesetz wird nun sehr genau beschrieben, wie wir den Sabbat mit Ritualen heilien sollen. Es gibt beim Eingang als auch beim Ausgang bestimmte Worte zu sprechen und bestimmte Dinge zu tun. Sie alle haben eine wunderbar schöne Symbolik und ich glaube es ist nicht falsch, wenn wir uns an ihnen orientieren. Uns muss aber immer bewusst sein, dass diese Rituale Menschengebote sind und nicht Gottes Gebot.

 

Ich glaube, wenn wir den Sabbat als heiligen Tag, als Ruhetag, als Tag der Gemeinschaft mit Gott halten, heiligen und achten wir ihn. Alles darüber hinaus schadet nicht, wurde aber auch nicht von Gott geboten.

 

Die Frage stellt sich vielen Christen, ob der Sabbat nun tatsächlich der Samstag oder der Sonntag ist. Der Sabbat war den Israeliten immer sehr wichtig. Nach der Zerstörung des Tempels wurde er sogar ihr wichtigster Fixpunkt im religiösen Leben. Ich glaube die Juden hätten nie zugelassen, dass sie ein Irrtum über den wahrhaftigen Sabbat einschleichen würden.

 

Gewisse Texte verweisen darauf, dass sich die ersten Gläubige jeweils am Sonntag, am ersten Tag der Woche, versammelten um das Brot zu brechen und Jesu Auferstehung zu gedenken. Denn Jesus war am ersten Tag der Woche, am Sonntag von den Toten auferstanden. Das besagt aber nicht, dass dieser Sonntag, diese Versammlung, den Samstag als Shabbat ersetzte. Ich bin überzeugt die Jesus-gläubigen Juden hielten weiterhin den Sabbat. Und auch die ersten Gläubigen aus den Nationen gingen am Sabbat in die Synagoge und begannen den Sabbat zu halten.

 

Spätestens im Jahre 321 erklärte Konstantin I. den Sonntag zum verpflichtenden christlichen Feiertag. Damit distanzierte sich das Christentum weiter vom Judentum. Der Einfluss des sogenannten Mithraskultes, welchem der Kaiser Konstantin I. bis zu seiner Konvertierung anhängt, spielte bei dieser Entscheidung vermutlich eine Rolle. Der Mithraskult war ein unter römischen Soldaten weitverbreitete Kult, welcher einen Sonnengott verehrte.

Der Sonntag ist historisch gesehen vielleicht ein neuer Feiertag der Christen. Er ersetzt aber keineswegs den Sabbat, welcher der heutige Samstag ist.

 

Ich glaube wir Christen, die wir den Gott Israels lieben und in sein heiliges Volk eingepropft sind, tun gut daran dieses Gebot Gottes zu befolgen und den Shabbat als Ruhetag zu heiligen. Am Shabbat wird traditionel in der Synagoge in der Torah gelesen und am Sonntag treffen sich die Gläubigen im Gedenken an die Auferstehung des Herrn und umd as Brot zu brechen, bevor sie an diesem ersten Tag der Woche mit der Arbeit beginnen. Der Sonntag ist kein Ruhetag. Dies ist nirgendwo belegt. Auch Jesus ruhte nicht an diesem Tag. Der Sonntag ersetzt nicht den Sabbat. Er ist etwas völlig anderes. Für mich stellt sich hier nicht die Frage nach einem entweder oder. Aber der Shabbat ist und bleibt ein Gebot Gottes und der Sonntag eine wunderbare, wertvolle Tradition.

 

32. Das Gebot am Shabbat keine Arbeit zu verrichten

 

Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den Herrn, deinen gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Kencht und deine Magd und dein Vieh un der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore wohnt. (2. Mose 20.10)

 

Der Shabbat soll für uns ein Ruhetag sein, an welchem wir von unserer Arbeit ruhen. Wie ist das zu verstehen, und was zählt als Arbeit?

 

Die Frage nach dem warum wir nicht arbeiten sollen haben wir bereits geklärt. Weil auch Gott sechs Tage arbeitete und am siebten Tage ruht als er die Erde erschuf. Es ist ein göttliches Prinzip, dass sowohl der Gesundheit des Landes, unseres Körpers als auch unseres Geistes dient.

 

Die jüdische Tradition überliefert uns einen Katalog von 39 Arbeiten, welche verboten sind. Diese Arbeiten sind angelehnt an die verbotenen Arbeiten der Priester im Tempel am Sabbat, welche in der Bibel niedergeschrieben sind. Man hat versucht aus diesen Verboten allgemeingültige Verbote zu erschaffen. Das heisst es handelt sich hier um menschengemachte Gebote. Zu diesen 39 Geboten gibt es dann zahlreiche Erweiterungen und Präzisierungen.

 

Eine weiterer Grundgedanke im Judentum ist es, dass alles verboten ist, was in irgendeiner Form ein schöpferischer Akt ist. Das heisst, wenn irgendetwas neues entsteht. Zum Beispiel ist es dadurch verboten ein Feuer zu entfachen. Und heute versteht man mit Feuer im weitesten Sinn alles Geräte die Elektrizität nutzen. Auch darf ein Jude nicht ein Stück Klohpapier abreissen, da er so etwas neues erschafft, ein kleines Papierstückchen.

 

Die grosse Gefahr ist es hier natürlich aus lauter Bäumen den Wald nicht mehr zu sehen. Das heisst, dass der Sabbat seinen eigentlichen Sinn verliert, weil wir nur noch damit beschäftigt sind keine dieser menschgemachten Gebote zu übertreten.

 

Ich persönlich würde unter Arbeit das verstehen, was wir im Alltag unter Arbeit verstehen. Eben unsere Arbeit. Wir sollen von unserer Arbeit am Shabbat ausruhen. Das bedeutet für mich, dass ich meinen Beruf komplett zur Seite lege. Sowohl die Werke als auch die Gedanken. Auch die Arbeiten die im und am Haus anfallen lege ich beiseite. Ich ruhe mich aus und verbringe Zeit mit meinen Lieben und mit Gott.

 

Selbstverständlich würde ich niemals zögern das Gebot des Sabbats nicht zu arbeiten zu brechen aus Gründen der Nächstenliebe oder der Gottesliebe. Denn dies sind die höchsten Gebote.

 

33. Das Gebot, Vater und Mutter zu Ehren

 

Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage lange währen in dem Land, das der Herr, dein Gott dir gibt. (2. Mose 20.12)

 

Wir ehren den Vater und die Mutter, aus Dankbarkeit, da sie uns gezeugt und gross gezogen haben. Ehren heisst sich um sie kümmern und ihre Wünsche und Bedürfnisse zu achten. Ganz besonders gilt dies im Alter, wenn sie auf unsere Hilfe angewiesen sind. Wir sehen heute, wieviele Menschen dieses Gebot nicht halten und ihre Eltern einsam ihren Lebensabend erleben lassen. Dies ist keine Ehrung von Vater und Mutter.

 

Wenn wir lernen unsere Eltern zu ehren, und dankbar zu sein, lernen wir auch Gott zu achten und dankbar zu sein. Denn wenn schon unseren Eltern grosse Ehre gebührt, dafür, dass sie uns gezeugt und gross gezogen haben, um wieviel mehr gebührt unserem Gott ehre. Er, der uns ein Leben lang versorgt mit allem was wir brauchen. Er, der uns erschaffen hat. Er der uns liebt und sich selbst geopfert hat um unserer Sünden willen. Er, der sich Gemeinschaft mit uns wünscht.

 

Genau dies spricht auch Jesus an, wenn er spricht:

 

Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig (Matthäus 10.37)

 

Unter den Menschen gibt es wohl niemanden, den wir mehr ehren, achten und lieben sollten als unsere Eltern. Aber wie oben dargelegt soll man seinen Gott mehr ehren, achten und lieben als alles andere. Jesus ist Gott. Wir sollen ihn mehr lieben als alles andere.

 

Auf dieses Gebot kommt Jesus einmal ganz konkret zu sprechen:

 

Denn Gott hat gesagt: "Ehre den Vater und die Mutter!", und: "Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben." Ihr aber sagt: Wer zum Vater oder zur Mutter spricht: Eine Opfergabe sei das, was du von mir an Nutzen haben würdest, der braucht seinen Vater oder seine Mutter nicht zu ehren; und ihr habt so das Wort Gottes ungültig gemacht um eurer Überlieferungen willen. (Matthäus 15.4)

 

Dies ist ein sehr schönes Beispiel wie Jesus für das Gesetz Gottes eintritt und es verteidigt gegenüber den mündlichen Geboten der Schriftgelehrten. Sie übertreten das Gesetz Gottes, indem sie ihre eigenen Überlieferungen höher achten.

 

34. Das Gebot keinen Menschen zu töten

Du sollst nicht töten (2. Mose 20.13)

 

Die jüdischen mündlichen Gesetze besagen, dass sich dieses Gebot nicht auf die Frevler, Ketzer und Verleumder bezieht. Sie würden nicht als erwünschte Bewohner der Erde gelten. Es ist verständlich, dass die Schriftgelehrten das Töten von Menschen die gewisse Gebote übertreten gutheissen. Schliesslich steht es in der Bibel, dass einige Übertretungen mit dem Gesetz bestraft werden müssten. Die jüdischen Regel um eine Todesstrafe umsetzen zu können sind allerdings derart hoch, dass in Realität kaum je ein Mensch zu Tode verurteilt wurde.

 

Auch sagt das jüdische mündliche Gesetz, dass es egal ist, ob man einen völlig gesunden Menschen tötet, oder einen, der dem Sterben nahe ist.

 

Das hebräische Wort für töten, dass hier verwendet wird ist "ratsah". Es kann am treffendsten mit morden übersetzt werden. Es bezieht sich also auf eine verbrecherische Tötungshandlung, nicht aber um die Todesstrafe nach dem Gesetz, das Töten im Krieg, das Töten von Tieren, das Opfern von Schlachtopfer etc. Allerdings gibt es da auch jüdische Gelehrte, die dem widersprechen. Zwar heisst ratsah übersetzt eher morden. Aber dasselbe Wort wurde im 4. Buch Mose (35, 27-30) ebenfalls gebraucht im einen Fall für eine berechtigte Blutrache und im anderen Fall für eine Todesstrafe nach dem Gesetz. Man ist sich also uneins, wie man dieses "töten" verstehen muss.

 

Für uns Gläubige ist das jedoch irrelevant. Ich kann mir keine Form von töten vorstellen, weder als Todesstrafe nach dem Gesetz, noch im Krieg welches mit dem höchsten Gebot vereinbar wäre: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Oder sollen wir uns etwa rächen? Auch eine wunderbare Stelle hierzu:

 

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Auge um Auge und Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Widersteht nicht dem Bösen, sondern wenn jemand dich auf deine rechte Backe schlagen wird, dem biete auch die andere dar.

 

Auch Menschen aufgrund ihrer Taten zum Tode ist für mich alles andere als christlich. Jesus selbst ist für unsere Übertretungen gestorben und hat uns vor dem Tod bewahrt. Um wieviel mehr sollten wir den Gesetzesbrechern vergeben?

 

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit demselben Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ih gerichtet werden. (Matthäus 7.1)

 

Durch Messias sind wir unter dem Gesetz der Gnade. Wir leben unter der Gnade. Deswegen sollten auch wir die Menschen durch die Gnade richten und nicht durch das Gesetz, das den Tod verlangt. Im alten Testament jedoch waren die Menschen verflucht unter dem Gesetz. Und genauso haben sie gerichtet, nach dem Gesetz. Das Gesetz verlangt den Tod. Daher ist es nicht überraschend und auch kein Widerspruch, dass im alten Testament Menschen getötet wurden und das Gesetz den Tod von Menschen verlangt hat.

 

Die Tatsache, dass wir wohl das töten in Notwehr dennoch akzeptieren, besonders wenn unsere Lieben betroffen sind, ist vermutlich nur auf mangelnden Glauben zurück zu führen. Gott möge uns vergeben.

 

35. Das Verbot die Ehe zu brechen

 

Du sollst nicht ehebrechen (2. Mose 20.14)

 

Die Ehe ist heilig. Sie ist eine von Gott gegebene Bindung zwischen Mann und Frau. Vielleicht ist sie Gott deswegen so heilig, weil er selbst mit Israel, seiner Braut einst die Ehe schliessen wird. Wir sollen wissen, wie heilig die Ehe ist.

 

Jesus sagt uns sehr deutlich, wie wir dieses Gebot zu verstehen haben. Vermutlich sagt er uns dies deswegen so deutlich, weil dieses Gebot oft falsch verstanden wurde.

 

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: "Du sollst nicht ehebrechen." Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen (Matthäus 5.28)

 

Es geht Gott also nicht nur um den Geschlechtsverkehr. Es geht ihm schon nur um unsere Begierde und um den Ehebruch im Herzen. Bereits dadurch übertreten wir das Gesetz und werden schuldig.

 

Nach dem Gesetz muss jemand, der die Ehe bricht, sterben. (3. Mose 20.10)

 

36. Das Verbot zu stehlen (einen Menschen zu entführen)?

 

Du sollst nicht stehlen (2. Mose 20.15)

 

Das jüdische mündliche Gesetzt besagt, dass es sich hier um das entführen eines jüdischen Menschen handelt und nicht um stehlen. Eine Auslegung, die sehr gewagt klingt und in keiner Weite begründet wird.

 

Wenn wir nur lesen, was geschrieben steht heisst dies, dass wir uns nicht fremden Besitz aneignen dürfen.

 

Nach dem Gesetz wird die Übertretung dieses Verbotes mit dem Tode bestraft (2. Mose 21.16)

 

37. Das Verbot falsches Zeugnis abzulegen

 

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten (2. Mose 20.16)

 

Gott liebt die Wahrheit und hasst die Lüge. Wir, als seine heilige Braut, sollen dementsprechend auch die Wahrheit lieben und nicht lügen.

 

In der jüdischen Tradition sind nur die Männer von diesem Gebot betroffen, denn die Frauen können sowieso nicht als Zeugen aussagen.

 

38. Das Verbot zu begehren

 

Du sollt nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat. (2. Mose 20:17)

 

Vermutlich möchte uns Gott mit diesem Gebot vor Neid bewahren. Wir sollen nicht neidisch sein, was unsere Nächsten besitzen. Denn Neid ist ein sündiges Werk des Fleisches, wie geschrieben steht:

 

Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendiesnt, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. (Galater 5.21)

 

Paulus spricht hier deutlich. Wer im Fleisch anstatt im Geist lebt und dies zeigt sich in dem er die Werke des Fleisches tut und nicht die Werke des Geistes, der wird das Reich Gottes nicht erben.

 

Die jüdische Auslegung ist hier wiederum etwas anders. Das Verbot 36 behandelte für sie ja nur die Entführung eines jüdischen Menschen. Das Verbot 38 nun hingegen das Stehlen im eigentlichen Sinne. Sie argumentieren, dass dieses Verbot erst übertreten würde, wenn eine Handlung ausgeführt wird. Dies ist eine typische Logik der Schriftgelehrten. Erst eine Handlung führt dazu, dass man ein Gebot übertreten kann. Diese Auslegung ist für mich und auch unseren Herrn völlig fremd, wie wir bei beim Verbot 35 gesehen haben.

 

39. Das Verbot andere Götter neben Gott zu machen

 

Darum sollt ihr euch keine anderen Götter neben mir machen, weder silberne noch goldene sollt ihr euch machen (2. Mose 20.23)

 

Bereits bei den Verboten 26 bis 29 haben wir gehört, dass wir keie Götterbilder machen dürfen, uns nicht vor ihnen niederwerfen oder ihnen dienen dürfen. Auch dieses Verbot geht in diese Richtung. Es handelt aber ausdrücklich von Götterfiguren.

 

Die Schriftgelehrten verstehen diese Stelle völlig anders. Für sie geht es hier darum, dass wir keine figürlichen Gegenstände machen dürfen, die Ihm gleichen. Und da der Mensch das Ebenbild Gottes ist (1. Mose 1.26), heisst dies, dass nichts machen dürfen, dass einem Menschen gleicht. Also keine Statuen, Puppen oder ähnliches. Natürlich gehen auch hier die Meinungen weit auseinander.

 

40. Das Verbot einen Altar aus behauenen Steinen zu bauen

 

Wenn du mir aber einen Altar aus Steinen machst, dann darfst du sie nicht als behauene Steine aufbauen, denn du hättest deinen Meissel darüber geschwungen und ihn entweiht (2. Mose 20.25)

 

Ein typisches Verbot jener Verbote, die zwar gültig sind, für uns Gläubige aber nicht relevant sind. Denn es geht nur darum, WENN man Gott einen Altar baut. Wir bauen Gott aber keinen Altar, da wir keine Opfer mehr bringen. Das Opfer Jesu Christi hat die Sünden ein für alle Mal gesühnt.

 

41. Das Verbot den Alter nicht auf Stufen zu besteigen

 

Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Alter hinaufsteigen (2. Mose 20:26)

 

Siehe Gebot 40

 

Die Gebote betreffend hebräischer Sklaven

 

Die nachfolgenden Gebote 42 bis 45 betreffen die Rechte hebräischer Sklaven. Sie sind für uns nicht relevant, da die Sklaverei heut nicht mehr zeitgemäss ist und es hoffentlich nie mehr werden wird.

 

Paraschat Mischpatim (2. Mose 21 - 24)

42. Gebot über einen hebräische Sklaven

 

Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, soll er sechs Jahre dienen, im siebten aber soll er umsonst frei ausziehen. (2. Mose 21.2)

43. Gebot eine hebräische Sklavin zu heiraten

 

Falls sie (die hebräische Sklavin) ihrem Herrn missfällt, der sie für sich vorgesehen hatte,(...) (2. Mose 21:8)

44. Gebot eine hebräische Sklavin loszukaufen

 

(...) lasse er sie loskaufen: (...) (2. Mose 21.8)

45. Das Verbot die hebräische Sklavin an einen Ausländer zu verkaufen

 

(...) er soll nicht Macht haben, sie (die hebräische Sklavin) an einen Ausländer zu verkaufen, indem er sie treulos entlässt. (2. Mose 21.8)

46. Das Gebot des Töchterrechts für eine hebräische Sklavin

 

Und falls er sie (die hebräische Sklavin) seinem Sohn bestimmt, soll er nach dem Töchterrecht an ihr handeln (2. Mose 21.9)

47. Das Gebot der Todesstrafe über einen Mörder

 

Wer einen Menschen so schlägt, dass er stirbt, muss getötet werden. (2. Mose 21.12)

 

Jesus Christus hat uns alle unsere Übertretungen vergeben. Wir alle wären dem Tode verurteilt. Was würde Gott für einen Eindruck von uns erhalten, wenn wir die Barmherzigkeit, welche uns widerfahren ist, nicht auch unseren Nächsten erweisen würden?

 

Dazu fällt mir das Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht ein:

 

Deswegen ist es mit dem Reich13 der Himmel wie14 mit einem König, der mit seinen Knechten15 abrechnen wollte. Als er aber anfing abzurechnen, wurde einer zu ihm gebracht, der zehntausend Talente16 schuldete. Da er aber nicht zahlen konnte, befahl der Herr, ihn und seine Frau und die Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und damit zu bezahlen. Der Knecht nun fiel nieder, bat ihn kniefällig und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, und ich will dir alles bezahlen. Der Herr jenes Knechtes aber wurde innerlich bewegt, gab ihn los und erließ ihm das Darlehen. Jener Knecht aber ging hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der ihm hundert Denare17 schuldig war. Und er ergriff und würgte ihn und sprach: Bezahle, wenn du etwas schuldig bist! Sein Mitknecht nun fiel nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir, und ich will dir bezahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er die Schuld bezahlt habe. Als aber seine Mitknechte sahen, was geschehen war, wurden sie sehr betrübt und gingen und berichteten ihrem Herrn alles, was geschehen war. Da rief ihn sein Herr herbei und spricht zu ihm: Böser Knecht! Jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich batest. Solltest nicht auch du dich deines Mitknechtes erbarmt haben, wie auch ich mich deiner erbarmt habe? Und sein Herr wurde zornig und überlieferte ihn den Folterknechten, bis er alles bezahlt habe, was er ihm schuldig war. So wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von Herzen vergebt. (Matthäus 18, 21.35)

48. Das Verbot Vater und Mutter zu schlagen

 

Wer seinen Vater oder seine Mutter schlägt, muss getötet werden (2. Mose 21.15)

 

Für mich ergibt sich dieses Gebot ganz klar aus dem Gebot 33 "Du sollst Vater und Muter ehren".

Gebote betreffend dem Umgang mit Körperverletzungen durch Mensch und Vieh

 

Die nachfolgenden Gebote wurde dem Volk Israel gegeben, damit sie in ihrer Zeit ein für Gott gefälliges Leben führen können. Ich glaube, wenn Gott seinem heiligen Volk heute ein solches Gesetz geben würde, würde es in seinen Ausführunge nicht identisch sein. Wir Christen können uns daher sicherlich an der Denkweise Gottes orientieren. Aber anwenden und umsetzen lassen sich diese Gebote in unserem Leben kaum.

 

Das Prinzip all dieser Gebote ist das bekannte Prinzip im Alten Testament

 

Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuss um Fuss (2. Mose 21.24)

Wie er getan hat, so tue man ihm an (3. Mose 24.19)

 

Jesus spricht aber im Neuen Testament

 

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Auge um Auge und Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Widersteht nicht dem Bösen, sondern wenn jemand dich auf deine rechte backe schlagen wird, dem biete auch die andere dar; (...) (Matthäus 5.38)

 

Gott selbst hat uns also ein neues Gebot gegeben, ein neues Prinzip, welches das alte Prinzip ersetzt. Anstatt auf Rache aus zu sein und die Schuld ein zu fordern, sollen wir leben barmherzig, gnädig und voll der Liebe sein. Genauso wie der Herr uns Barmherzigkeit, Gnade und Liebe erwiesen hat.

49. Das der Geldstrafen, wenn zwei Männer sich zanken

 

Wenn Männer miteinander streiten und einer den anderen mit einem Stein oder mit einer Hacke schlägt, so dass er zwar nicht stirbt, aber bettlägerig wird (2. Mose 18)

50. Das Gebot einen getöteten Sklaven zu rächen

 

Wenn jemand seinen Sklaven oder seine Sklavin mit dem Stock schlägt, so dass er ihm unter der Hand stirbt, muss er gerächt werden (2. Mose 20)

51. Das Gebot ein Rind zu steinigen, wenn es einen Menschen zu Tode stösst.

 

Wenn ein Rind einen Mann oder eine Frau stösst, so dass sie sterben, dann muss das Rind gesteinigt werden (...) (2. Mose 21:28)

52. Das Gebot einen gesteinigtes Rind nicht zu essen

 

(...)und sein Fleisch darf nicht gegessen werden; aber der Besitzer des Rindes soll straffrei bleiben. (2. Mose 21:28)

53. Das Gebot wenn ein Rind oder ein Esel in eine offen gelassene Grube fällt

 

Wenn jemand eine Zisterne öffnet oder wenn jemand eine Zisterne gräbt und sie nicht zudeckt, und es fällt ein Rind oder Esel hinein, dann soll es der Besitzer der Zisterne erstatten (2. Mose 21:33)

54. Das Gebot einen Dieb zu richten

 

Wenn jemand ein Rind oder ein Schaf stielt und es schlachtet oder verkauft, soll er fünf Rinder erstatten für das eine Rind und vier Schafe für das eine Schaf (2. Mose 21:37)

55. Das Gebot entstandene Schäden zu begleichen

 

Wenn jemand ein Feld oder einen Weinberg abweisen lässt und sein Vieh dabei freien Lauf lässt, so dass es auf dem Feld eines anderen weidet, dann soll er vom Besten seines Feldes und vom Besten seines Weinbergs erstatten (2. Mose 22.4)

56. Das Gebot, das Hab und Gut zurück zu erstatten

 

Wenn Feuer ausbricht und Dorngestrüpp erreicht, sodass ein Garbenhaufen oder das stehende Getreide oder das Feld verzehrt wird, so muss der zurückerstatten, der den Brand gezündet hat (2. Mose 22.5)

57. Das Gebot über den unbezahlten Hüter

 

Wenn jemand seinem Nächsten Geld oder Gegenstände in Verwahrung gibt, und es wird aus dem Haus dieses Mannes gestohlen - falls der Dieb gefunden wird, soll er das Doppelte erstatten (2. Mose 22.6)

58. Das Gebot bei Veruntreuung zu richten

 

Bei jedem Fall von Veruntreuung an Rind, Esel, Schaf oder Kleidung, bei allem Verlorenen, von dem er sagt: Das ist es!, soll die Sache der beiden vor Gericht kommen. Wen Gott schuldig erklärt, der soll seinem Nächsten das Doppelte erstatten. (2. Mose 22.8)

 

59. Das Gebot über eine bezahlten Hüter und einen Mieter

 

Wenn jemand seinem Nächsten einen Esel oder ein Rind oder ein Schaf oder irgendein Tier in Verwahrun gibt, und es stirbt oder bricht sich einen Knochen oder wird weggeführt, und niemend sieht es, dann soll ein Schwur beim Herrn zwischen ihnen beiden sein, ob er nicht seine Hand nach der Habe seines Nächsten ausgestreckt hat. (2. Mose 22.9)

60. Die Gesetze des Entleihers

 

Wenn jemand von seinem Nächsten ein Stück Vieh leiht, und es bricht sich einen Knochen oder stirbt - falls sein Besitzer nicht dabei war, muss er es erstatten (2. Mose 22:13)

61. Die Gesetze über einen Verführer

 

Wenn jemand eine Jungfrau betört, die nicht verlobt ist, und liegt bei ihr, muss er sie sich gegen das Heiratsgeld zur Frau erwerben. (2. Mose 22.15)

62. Keinen Magier und Zoophilen am Leben zu lassen / Götzdendiener zu verbannen

 

Eine Zauberin sollst du nicht am leben lassen. Jeder der bei einem Tier liegt, muss getötet werden. Wer den Göttern opfert, ausser dem Herrn allein, soll mit dem Bann belegt werden (2. Mose 22:17)

63. Einen Proselyten nicht zu unterdrücken

 

Den Fremden sollst du weder unterdrücken noch bedrängen, denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen. (2. Mose 22:20)

64. Einen Proselyten in Geldangelegenheiten zu unterdrücken

 

Den Fremden sollst du weder unterdrücken noch bedrängen, denn Fremde seid ihr im Land Ägypten gewesen. (2. Mose 22:20)

65. Waisen und Witwen nicht zu quälen

 

Keine Witwe oder Waise dürft ihr bedrücken (2. Mose 22:21)

66. Die Mizwah dem Armen Geld zu leihen

 

Falls du einem aus meinem Volk, dem Elenden bei dir, Geld leihst, dann sei gegen ihn nicht wie ein Gläubiger; ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen (2. Mose 22:24)

67. Eine Schuld von einem Armen, der sie nicht bezahlen kann, nicht einzutreiben

 

Falls du einem aus meinem Volk, dem Elenden bei dir, Geld leihst, dann sei gegen ihn nicht wie ein Gläubiger; ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen (2. Mose 22:24)

68. Keine Zinsen anzwenden

 

Falls du einem aus meinem Volk, dem Elenden bei dir, Geld leihst, dann sei gegen ihn nicht wie ein Gläubiger; ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen (2. Mose 22:24)

69. Einen Richter nicht zu verfluchen (???)

 

Gott sollst du nicht lästern, und einen Fürsten in deinem Volk sollst du nicht fluchen (2. Mose 22:27)

70. Das Verbot, Gott zu lästern

 

Gott sollst du nicht lästern, und einen Fürsten in deinem Volk sollst du nicht fluchen (2. Mose 22:27)

71. Einen Fürsten nicht zu verfluchen

 

Gott sollst du nicht lästern, und einen Fürsten in deinem Volk sollst du nicht fluchen (2. Mose 22:27)

72. Das Gebot der rechtzeitigen Abgabe der ersten Erzeugnisse

 

Mit der Flülle deines Getreides und dem Ausfluss deiner Kelte sollst du nicht zögern (2. Mose 22:28)

73. Das Fleisch eines gerissenen Tieres nicht zu essen

 

So dürft ihr Fleisch, das auf dem Feld zerissen worden ist, nicht essen (2. Mose 30)

74. Keine falschen Gerüchte verbreiten

 

Du sollst kein falsches Gerücht aufnehmen. (2. Mose 23:1)

75. Nicht als falscher Zeuge auftreten

 

Du sollst deine Hand nicht dem Schuldigen reichen, um als falscher Zeuge aufzutreten. (2. Mose 23:1)

76. Dass in einem Kapitalprozess nicht der Mehrheit gefolgt wird

 

Du sollst der Menge nicht folgen zum Bösen (2. Mose 23:2)

77. Dass ein Richter nicht einer anderen Meinung folgen darf

 

Und du solst bei einem Rechtsstreit nicht antworten, indem du dich nach der Mehrheit richtest und so das Recht beugst (2. Mose 23:2)

78. Die Mizwah, NICHT der Mehrheit zu folgen

 

Und du solst bei einem Rechtsstreit nicht antworten, indem du dich nach der Mehrheit richtest und so das Recht beugst (2. Mose 23:2)

 

In der jüdischen Tratidition wird dieses Gebot tatsächlich so verstanden, dass man der Mehrheit folgen SOLL. Wie die Gelehrten darauf kommen ist mehr als Schleierhaft!

79. Beim Urteil mit einem Armen kein Erbarmen zu haben

 

Auch den Geringen sollst du in seinem Rechtsstreit nicht begünstigen (2. Mose 23:3)

80. Das Gebot auch den Feinden und den Hassern zu helfen

 

Wenn du das Rind deines Feindes oder seinen Esel umherirrend antriffst, sollst du sie ihm auf jeden Fall zurückbringen. Wenn du den Esel deines Hassers unter seiner Last zusammengebrochen siehst, dann lass ihn nicht ohen Beistand; du sollst ihn it ihm zusammen aufrichten (2. Mose 23:5)

81. Das Recht nicht zu beuen

 

Du sollst das Recht eines Armen deines Volkes in seinem Rechtsstreit nicht beugen (2. Mose 23:6)

82. Keinen Unschuldigen und keinen Gerechten hinzurichten

 

Und den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht umbringen, denn ich werde dem Schuldigen nicht recht geben (2. Mose 23:7)

83. Keine Bestechung anzunehmen

 

Ein Bestechungsgeschenk nimm nicht an; denn das Bestechungsgeschenk macht Sehende blind und verdreht die Sache des Gerechten (2. Mose 23:8)

84. Die Mizwah, das Land im siebten Jahr brach liegen zu lassen

 

Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seinen Ertrag einsammeln. Aber im siebten sollst du es brachliegen lassen und nicht bestellen, damit die Armen deines Volkes davon essen. (2. Mose 23:11)

85. Die Mizwah, am Schabbat zu ruhen

 

Sechs Tage sollst du deine Arbeit verrichten. Aber am siebten Tag sollst du ruhen, damit dein Rind und dein Esel ausruhen und der Sohn deiner Magd und der Fremden Atem schöpfen. (2. Mose 23:12)

86. Nicht den Namen anderer Götter bekennen

 

Den Namen anderer Götter aber dürft ihr nicht bekennen; er soll in deinem Mund nicht gehört werden. (2. Mose 23:13)

87. Nicht zum Götzendienst zu verleiten

 

(...) er soll in deinem Mund nicht gehört werden. (2. Mose 23:13)

88. Das Gebot dreimal im Jahr ein Fest zu feiern

 

Dreimal im Jahr sollst du mir ein Fest feiern (2. Mose 23:14)

89. Das Pessach- Opfer nicht zu schächten, solange sich noch Gesäuertes in unserem Besitz befindet

 

Du darfst das Blut meines Schlachtopfers nicht zusammen mit Gesäuertem darbringen (2. Mose 23:18)

 

Dieses Gebot könnten wir Christen so verstehen, dass wir das Abendmahl nicht nehmen sollen, bevor wir nicht Gott um die Vergebung unserer Sünden gebeten haben.

90. Die Fettstücke des Pessach- Opfers nicht über Nacht liegen zu lassen

 

(...) und das Fett meines Festopfers soll nicht über Nacht bleiben bis zum nächsten Morgen (2. Mose 23:18)

91. Die Mizwah, Erstlingsfrüchte zum Tempel zu bringen

 

Das Erste von den Erstlingen deines Ackers sollst du in das Haus des Herrn, deines Gottes bringen. (2. Mose 23:19)

92. Fleisch nicht mit Milch zu kochen

 

Du sollst ein Böckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen. (2. Mose 23:19)

93. Keinen Bund mit den Götzendienern zu schliessen

 

Du sollst mit ihnen und mit ihren Göttern keinen Bund schliessen (2. Mose 23:32)

94. Keinen Götzendiener in unserem Land anzusiedeln

 

Sie sollen nicht in deinem Land wohnen bleiben, damit sie dich nicht zur Sünde egen mich verführen (2. Mose 23:33)

Paraschat T`zaweh (2. Mose 27.20- 30.10)

95. Die Mizwah ein Heiligtum zu bauen

 

Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne (2. Mose 25:8)

96. Die Stangen der Lade nicht aus den Ringen zu entfernen

 

Die Stangen sollen in den Ringen der Lade bleiben, sie dürfen nicht von ihr entfernt werden (2. Mose 25:15)

97. Die Mizwah der Schaubrote

 

Auf dem Tisch aber sollst du beständig vor mein Angesicht Schaubrote legen (2. Mose 25:30)

98. Die Mizwah, die Lichter im Heiligtum zu ordnen

 

Im Zelt der begegnung, ausserhalb des Vorhangs, der vor dem Zeugnis ist, sollen Aaron und seine Söhne herrichten, damit sie vom Abend bis zum Morgenv or dem Herrn brennt. Das ist bei den Söhnen Israel eine ewige Ordnung für alle ihre Generationen (2. Mose 27:21)

99. Die Mizwah über die Kleidung der Priester

 

Dies aber sind die Kleider, die sie anfertigen sollen: eine brusttasche und ein Efod und ein Oberkleid, einen Leibrock aus gwirktem Stoff, einen Kopfbund und einen Gürtel. (2. Mose 28:4)

100.              Das Brustschild nicht vom Efod zu entfernen

 

Und man soll die Brusttasche von ihren Ringena us mit einer Schnur von violettem Purpur an den Ringen des Efods festbinen, damit sie über dem Gurt des Efods sitzt und die Brusttasche sich nicht von der Stelle über dem Efod verschiebt. (2. Mose 28:28)

101.              Die Öffnung des Oberkleides nicht zu zerreissen

 

Wie die Öffnung eines Lederpanzers soll sie für ihn sein, damit es nicht einreisst (2. Mose 28:32)

102.              Dass die Priester vom Fleisch der Opfer essen sollen

 

Sie sollen die Stücke essen, mit denen die Sühnung vollzogen wurde, um ihnen die Hände zu füllen, um sie dadurch zu heiligen. (2. Mose 29:33)

103.              Die Mizwah, Weihrauch zu räuchern

 

Und Aaron soll wohlriechendes Räucherwerk als rauch aufsteigen lassen. (2. Mose 30:7)

104.              Auf dem Altar nichts ausser Weihrauch zu räuchern

 

Ihr dürft kein fremdes Räucherwerk auf ihm darbringen, auch kein Brandopfer oder Speisopfer; auch Trankopfer dürft ihr nicht auf ihm ausgiessen. (2. Mose 30:9)

Paraschat Ki tisa (2. Mose 30.11 - 34.35)

105.              Die Mizwah des halben Schekel

 

Dies sollen sie geben: jeder, der zu den Gemusterten hinübergeht, einen halben Schekel, nach dem Schekel des Heiligtums, zwanzig Gera der schekel, einen halben Schekel als Hebopfer für den herrn (2. Mose 30.13)

 

Die Priester im Tempel brachten zahlreiche Opfer für das ganze Volk Israel dar. Damit der Anteil an diesen Opfern für alle gleich gross ist, hat Gott geboten, dass jeder Israelit den Priestern einmal im Jahr einen halben Schekel geben muss. Dieser Schekel wurde in eine Kammer im Heiligtum gebracht, von wo das Geld jeweils herausgenommen wurde wenn ein Opfer für das ganze Volk erbracht wurde.

 

Gott sagt hier, dass der Arme nicht weniger als einen halben Schekel und der Reiche nich mehr als einen halben Schekel geben soll. Das bedeutet, dass jeder Israelit verpflichtet ist die Gebote zu halten, egal aus welchem Hintergrund er kommt.

 

Selbstverständlich gilt dieses Prinzip auch für uns. Wir können nicht herausreden Seine Gebote zu halten, weder wenn wir arm ode reich, dick oder dünn sind.

 

Dieses Gebot hat für uns heute keine Bedeutung mehr, das dieses Geld für die Opfer nicht mehr benötigt wird. Dennoch erinnert es uns daran, dass auch unsere Geistlichen finanzielle Ausgaben für die ganze Gemeinde tragen, welche wir ihnen entschädigen sollten.

 

106.              Vor dem Tempeldienst Hände und Füsse zu waschen

 

(...) und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände und ihre Füsse darin waschen! Wenn sie in das Zelt der Begegnung hineingehen, sollen sie sich mit Wasser waschen, damit sie nicht sterben. (2. Mose 30.19)

 

Ein Gebot Gottes, welche nach jüdischer Überlieferung nur zur Zeit des Tempels und nur für Priester galt. Aus dem Text ist das auch nachvollziehbar. Aber wir Christen müssen beachten, was Jesus im Bezug auf das Waschen von Füssen sagte. Es handelt sich um die Stellen, an welcher Jesus seinen Jüngern die Füsse wäscht am 14. Nissan, nach dem Abendmahl kurz vor seiner Auslieferung und Kreuzigung.

 

Wenn ich dich nicht wasche, so hast du keinen Teil an mir. (Johannes 13.8)

 

Die Jünger hatten sich der rituellen Waschung unterzogen, welche durchgeführt werden musste umd sich zu reinigen. Denn nur wer rein war, durfte in den Tempel. Aber beim Gehen, werden immer wieder die Füsse unrein. Diese müssen daher nochmals gewaschen werden, bevor man in den Tempel darf.

 

Auch diese Stelle ist vermutlich sinnbildlich zu verstehen. Wir müssen unsere Sünden bekennen und uns reinigen. Wie müssen wir uns reinigen, einfach nur mit Wasser? Nein, sondern Jesus muss dies tun! Jesus reinigt uns von unseren Sünden. Aber dafür müssen wir ihn dies tun lassen. Wir müssen ihn darum bitten, uns zu reinigen und zwar immer wieder. Denn obschon unser ganzer Körper durch Jesus gereinigt wurde, so werden doch immer unsere Füsse im Alltag schmutzig. Um jedoch rein vor dem Herrn zu erscheinen, muss Jesus uns immer wieder erneut die Füsse waschen, d.h. unsere Schuld abwaschen.

 

Genauso wie die Priester damals Hände und Füsse waschen mussten um vor Gott zu kommen, müssen auch wir dies tun. Wir können Gott in unreinem Zustand nicht begegnen.

 

107.              Die Mizwah des Salböls

 

(...) und mache daraus ein Öl der heiligen Salbung. (2. Mose 31.25)

 

Es handelt sich hier um ein besonders heiliges Öl. Es wurde nur benutzt um die Dinge im Tempel zu heiligen (Tisch, Leuchter, Geräte etc.) aber auch Aaron und seine Söhne sollen damit gesalbt werden. Auch der Hohepriester soll gesalbt werden. Genauso wie Jesus als unser Hohepriester gesalbt werude (Markus 14, 3-9). In der jüdischen Überlieferung heisst es, dass auch Könige mit diesem Salböl gesalbt werden.

 

Wir Christen können nun argumentieren, dass wir dieses Salböl ebenfalls benutzen dürfen, das Gott in uns wohnt und unser Körper ein lebendiger Tempel Gottes ist.

 

108.              Das Salböl nicht für Laien zu verwenden

 

Auf den Leib eines Menschen darf man es nicht giessen (...) (2. Mose 31:32)

 

109.              Kein Öl nach der biblischen Formel herzustellen

 

(...)und ihr dürft nichts herstellen, was ihm in seiner Zusammensetzung gleich ist (2. Mose 31:32)

 

110.              Keinen Weihrauch nach der biblischen Formel herzustellen

 

Was aber das Räucherwerk, das du machen sollst angeht - in seiner Zusammensetzung dürft ihr keins für euch herstellen (2. Mose 30.37)

 

Genau dasselbe wie für das Salböl gilt auch für das Räucherwerk, dass für den Tempel gemacht wurde.

 

111.              Das Verbot die Opfer des Götzendienstes zu essen

 

Hüte dich, einen Bund zu schließen mit den Bewohnern des Landes, damit sie, wenn sie ihren Göttern nachlaufen und ihnen opfern, dich nicht einladen und du von ihrem Opfer isst (2. Mose 34.15)

 

Wir dürfen nicht die Schlachtopfer von Götzendiensten essen. Der Grund für dieses Gebot ist, dass Gott möchte, dass wir uns komplett von Götzendienst fernhalten und keine Vermischung zulassen.

 

Dieses Gebot hat auch für den Korintherbrief eine grosse Bedeutung. Denn dort schreibt Paulus den Galatern, wie sie mit Fleisch umgehen sollen, dass sie auf dem Markt kaufen und von dem sie nicht wissen, ob es den Göttern geopfert wurde. Wir sehen, dass die Korinther, obwohl sie nicht Juden waren, sich an die Gebote Gottes halten wollten:

 

Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, das esst und forscht nicht nach, damit ihr das Gewissen nicht beschwert. (...) Wenn aber jemand zu euch sagen würde: Das ist Opferfleisch, so esst nicht davon, um dessentwillen, der es euch gesagt hat, und damit ihr das Gewissen nicht beschwert (1. Korinther 25-28)

 

Paulus ist sich bewusst, dass wir das Gesetz nicht mehr Halten müssen. Aus dem Gesetz kommt weder Erretung, noch irgendein Zusatz zu unserer Errettung. Aber als Christen anerkennen wir Gottes Wille in seinem Gesetz. Paulus interpretiert dieses Gebot genau richtig. Gott geht es darum, dass wir niemandem Anstoss zum Glauben geben, dass wir in irgendeiner Form Götzendienst unterstützen würden. Und sollten wir um unseres Nächsten willen, nicht davon essen.

 

112.              Das Gebot auch in der Ernte und des Pflügens den Schabbat zu halten

 

(...) In der Zeit des Pflügens und in der Ernte sollst du ruhen. (2. Mose 34.21)

 

In der jüdischen Überlieferung wird dieser Satz auf das Schabbat- Jahr, das siebte Jahr, das sogenannte Schmittah- Jahr bezogen. So sagen die Gelehrten, dass dies bedeutet, dass wir im Schmittah- Jahr das Land brach liegen lassen müssen. Aus dem Text wird dies nicht ersichtlich. Vielmehr geht es hier darum, dass wir auch während der Zeit der Ernte und des Pflügens den Schabbat halten.

 

Wir Christen sollen also den Schabbat nicht davon abhängig machen, wieviel Arbeit wir gerade haben. Egal ob es gerade strenge Zeiten sind oder nicht. Gott möchte, dass wir den Schabbat halten.

 

113.              Fleisch und Milch, die zusammen gekocht wurden, nicht zu essen

 

Du sollst das Böckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen (2. Mose 34. 26)

 

Das klassische Beispiel der jüdischen Zauntheologie. Das Gebot Gottes ist klar, durch das mündliche Gesetz haben die Juden aber das Gebot so verändert, dass es kaum mehr zu erkennen ist.

 

Für uns Christen ist dieses Gebot nicht schwer einzuhalten. Ich glaube kaum je wird jemand von uns in die Situation kommen die Milch vom Muttertier und das Fleisch des Jungtiers zusammen kochen zu können.

Paraschat Wa- Jakhel (2. Mose 35-40)

114.              Am Sabbat kein Feuer zu entzünden (jüd: Am Schabbat keine      Hinrichtung             zu vollstrecken)

 

Ihr dürft am Sabbattag in all euren Wohnsitzen kein Feuer anzünden (2. Mose 35:3)

 

Dieses Gebot wird in der jüdischen Tradition völlig anders gedeutet, als es aus dem Text ersichtlich ist. So heisst es, dass damit eigentlich gemeint ist, dass man am Sabbat keine Hinrichtung (speziell durch Feuer) durchführen darf.

 

Wie erwähnt wird dies aus dem Text nicht ersichtlich. Feuer entfachen ist ein Akt der "Schöpfung" und somit am Sabbat verboten

Paraschat Wa-Jikra (3. Mose 1 - 5)

115.              Die Mizwah des Ganzopfers

 

Wenn seine Opfergabe ein Brandopfer von Rindern ist, soll er sie darbringe, ein männliches Tier ohne Fehler (3. Mose 1.3)

 

Als Brandopfer verstand man das Opfern eines bestimmten Tieres nach vorgeschriebenen Richtlinien. Ein solches Brandopfer konnte aus verschiedenen Gründen geschehen.

 

Diese Mizwah gilt nur zur Zeit des Tempels. Doch die Idee des frewilligen Opfers lässt sich übertragen in unser Leben.

 

Aus jüdischer Sicht dienen Opfer der Unterwerfung des Triebs, damit der Mensch sieht, dass wegen seiner Sünde sein Besitz verbrannt und vernichtet werden muss

116.              Die Mizwah des Speiseopfers

 

Und wenn jemand die Opfergabe eines Speiseopfers dem Herrn darbringen will, soll seine Opfergabe Weizengriess sein; und er soll Öl darauf giessen und Weihrauch darauf legen.

Speiseopfer stellen die zweite Art der Opfer dar. Neben Tieren wurden auch Speisen geopfert. (3. Mose 2.1)

 

117.              Keinen Sauerteig oder Honig darzubringen

 

Alles Speiseopfer, dass ihr dem Herrn darbringt, darf nicht aus Gesäuertem gemacht werden; denn von allem Sauerteig und allem Honig sollt ihr für den Herrn nichts als Feueropfer in Rauch aufgehen lassen. (3. Mose 2.11)

 

Eine jüdische Auslegung besagt, dass Sauerteig und Honig nicht geopfert werden dürfen, weil sie beim Kochen stark aufgehen. Es sei ein Sinnbild dafür, dass Gott ein stolzes Herz ein Greuel ist.

118.              Kein Opfer ohne Salz darzubringen

 

Du sollst das Salz des Bundes deines Gottes auf deinem Speiseopfer nicht fehlen lassen. (3. Mose 2.13)

 

119.              Die Mizwah, die Opfer zu salzen

 

Alle Opergaben deines Speiseopfers sollst du mit Salz salzen (3. Mose 2.13)

 

Nach der jüdischen Auslegung ist der Grundgedanke hinter dieser Mizwah, dass wir gute und schmackhafte Opfer darbringen sollen und Speise ohne Salz schmeckt nicht. Salz verhindert desweiteren Fäulnis und Schaden, genauso wie das Opfer die Seele des Opfernden vor Schaden rettet.

 

120.              Das Opfer der Gemeinde, die geirrt hat

Und wenn die ganze Gemeinde Israel aus Versehen sündigt, und die Sache ist verborgen vor den Augen der Versammlung, und sie tun irgendetwas von alledem, was der HERR zu tun verboten hat, und werden schuldig; wird dann die Sünde erkannt, mit der sie sich dagegen versündigt haben, dann soll die Versammlung einen Jungstier als Sündopfer darbringen, und sie sollen ihn vor das Zelt der Begegnung bringen. (3. Mose 4.13)

121.              Die Mizwah des unveränderlichen Sündopfers

 

Und wenn jemand vom Volk des Landes aus Versehen sündigt, indem er eines von dem tut, was der Herr zu tun verboten hat, und schuldig wird, und seine Sünde, die er begangen hat, wird ihm zu Bewusstsein gebracht, dann soll er seine Opfergabe bringen, eine weibliche Ziege ohne Fehler, für seine Sünde, die er begangen hat. (3. Mose 4.27)

122.              Die Mizwah der Zeugenaussage

 

Und wenn jemand sündigt, dass er die Stimme der Verfluchung hört, und er war Zeuge, sei es, dass er es gesehen oder gekannt hat - wenn er es nicht meldet, dann soll er seine Schuld tragen (3. Mose 5.1)

 

Wir müssen melden wenn jemand gesündigt hat. Es darf im heiligen Volk nichts verborgen bleiben.

 

123.              Die Mizwah des Opfers höheren oder minderen Wertes

 

Und wenn jemand sündigt, dass er die Stimme der Verfluchung hört, und er war Zeuge, sei es, dass er es gesehen oder gekannt hat - wenn er es nicht meldet, dann soll er seine Schuld tragen (3. Mose 5.1)

124.              Den Kopf eines als Sündopfer dargebrachten Vogels nicht            abzutrennen

 

Und er soll sie (die Taubn als Sündopfer) zum Priester bringen; und dieser bringe die zum Sündoper zuerst dar und kneife ihr den Kopf dicht beim Genick ab. Er soll aber nicht völlig abtrennen (3. Mose 5.8)

125.              Kein Öl auf das Speiseopfer eines (armen) Sünders zu geben

 

Er soll kein Öl darauf tun (...) (3. Mose 5.11)

126.              Einem Speiseopfer eines Sünders keinen Weihrauch beizugeben

 

(...) und keinen Weihrauch darauf legen, denn ein Sündopfer ist es. (3. Mose 5.11)

127.              Die Vorschrift bei Veruntreuung geweihten Gutes

 

Wenn jemand Untreue begeht und aus Versehen an den heiligen Dingen des Herrn sündigt, dann soll er dem herrn ein Schuldopfer bringen (...) (3. Mose 5.15)

 

128.              Die Mizwah des Opfers für eine zweifelhafte Schuld

 

Und wenn jemand sündigt und irgendetwas von all dem tut, was der Herr zu tun verboten hat - hat er es auch nicht erkannt, dann ist er doch schuldig und soll seine Schuld tragen (...). (3. Mose 5. 17)

 

129.              Die Mizwah des Opfers für sichere Schuld

 

Wenn jemand sündigt und Untreue gegen den Herrn begeht, dass er seinem Nächsten ein anvertrautes Gut ableugnet (...) (3. Mose 5.21)

130.              Die Mizwah, Geraubtes zurückzuerstatten

 

(...) und er soll es erstatten nach seiner vollen Summe und ein Fünftel davon noch hinzufügen (3. Mose 5.23)

Paraschat Zaw (3. Mose 6-8)

131.              Die Mizwah die Asche vom Altar abzuheben

132.              Die Mizwah, jeden Tag auf dem Altar Feuer zu entfachen

133.              Das Feuer auf dem Altar nicht auszulöschen

134.              Die Mizwah, die Reste der Speiseopfer zu essen

135.              Die Reste der Speiseopfer nicht säuern zu lassen

136.              Die Mizwah des täglichen Speiseopfers des Hohepriesters

137.              Vom Speiseopfer eines Priesters nicht zu essen

138.              Die Mizwah des Sündopfers

139.              Die Regel des Sündopfers, dessen Blut drinnen verspritzt wird

140.              Die Mizwah das Schuldopfers

141.              Die Mizwah des Friedensopfers

142.              Nichts vom Fleisch des Dankopers übrigzulassen

143.              Die Mizwah, Reste von heiligen Opfern zu verbrennen

144.              Das Verbot, verworfenes Fleisch zu essen

145.              Die Vorschrift über verunreinigte Opfer

146.              Die Mizwah, geweihtes Fleisch, das verunreinigt wurde, zu verbrennen

147.              Kein verbotenes Fett zu essen

148.              Dass wir das Blut von Vieh, Wild oder Geflügel nicht essen dürfen

Paraschat Sch`mini (3. Mose 9 - 11)

149.              Dass Priester das Heiligtum nicht mit lang gewachsenem Haar betreten dürfen

150.              Dass die Priester das Heiligtum nicht mit zerissenen Kleidern betreten dürfen

151.              Dass Priester das Heiligtum während des Dienstes nicht verlassen dürfen

152.              Das Heiligtum nicht im Weinrausch zu betreten, und betrunken keine                                            Rechtsentscheide zu fällen

153.              Die Mizwah, die Reinheitszeichen von Vieh und Wild zu untersuchen

154.              Das verbot, unreines Vieh oder Wild zu essen

155.              Die Reinheitszeichen der Fische

156.              Keine unreinen Fischarten zu essen

157.              Das Verbot, unreine Vögel zu essen

158.              Die Mizwah, die Reinheitszeichen von Heuschrecken zu untersuchen

159.              Die Vorschriften über acht Kriechtiere

160.              Die Mizwah über unreine Speisen

161.              Die Mizwah über die Unreinheit eines Tierkadavers

162.              Keine Kriechtiere zu essen

163.              Keine kleinen Insekten zu essen, die in Körner oder Früchten leben

164.              Keine kleinen Wassertiere zu essen

165.              Nicht von in Fäulnis erzeugten Kleintiere zu essen

Paraschat Ki- Tasria (3. Mose 12-13)

166.              Die Unreinheit der Frau nach einer Geburt

167.              Ein Unreiner darf nicht von heiligen Opfern essen

168.              Die Mizwah des Opfers einer Frau nach einer Geburt

169.              Die Mizwah der Unreinheit eines Aussätzigen

170.              Das Verbot, die Stelle eines Netek zu rasieren

171.              Die Mizwah über das Verhalten des Aussätzigen

172.              Die Mizwah über den Aussatz an Kleidern

Paraschat Mezora (3. Mose 14-15)

173.              Die Mizwah über die Reinigung vom Aussatz

174.              Einen Aussätzigen am siebten Tag nach seiner Reinigung zu scheren

175.              Die mizwah des rituellen Bades von unreinen Personen

176.              Die Mizwah des Opfers eines Aussätzigen

177.              Die Mizwah über von Aussatz befallene Häuser

178.              Die Mizwah der Unreinheit eines Flusskranken

179.              Die Mizwah des Opfers eines Flusskranken

180.              Die Mizwah der Unreinheit von Samenflüssigkeit

181.              Die Mizwah der Unreinheit einer menstruierenden Frau

182.              Die Unreinheit einer Frau mit unregelmässigem Ausfluss

183.              Die Mizwah des Opfers einer flusskranken Frau

184.              Dass die Priester nicht jederzeit das innere Heiligtum betreten dürfen

Paraschat Achare Mot (3. Mose 16-18)

185.              Die Mizwah des Tempeldienstes am Jom Kippur

186.              Keine Opfer ausserhalb des Tempelhofes zu schächten

187.              Die Mizwah, das Blut eines geschächteten Tieres zu bedecken

188.              Die Vorschriften über verbotene geschlechtliche Beziehungen

189.              Das Verbot, die Blösse des Vaters aufzudecken

190.              Das Verbot, die Blösse der Mutter aufzudecken

191.              Das Verbot, die Blösse der Frau des vaters aufzudecken

192.              Das Verbot die Blösse der Schwester aufzudecken

193.              Das Verbot, die Blösse der Tochter des Sohns aufzudecken

194.              Das Verbot die Blösse der Tochter der Tochter aufzudecken

195.              Das Verbot, die Blösse der Tochter aufzudecken

196.              Das Verbot, die Blösse der Tochter der Frau des Vaters aufzudecken

197.              Das Verbot, die Blösse der Schwester des Vaters aufzudecken

198.              Das Verbot die Blösse der Schwester der Mutter aufzudecken

199.              Das Verbot, dem Bruder des Vaters beizuwohnen

200.              Das Verbot, der Frau des Bruders des Vaters beizuwohnen

201.              Das Verbot, der Schwiegertochter beizuwohnen

202.              Das Verbot der Frau des Bruders beizuwohnen

203.              Das Verbot, der Frau und ihrer Tochter beizuwohnen

204.              Das Verbot, die Blösse einer Frau und der Tochter ihrer Tochter aufzudecken

205.              Das Verbot, die Blösse einer Frau und der Tochter ihrer Tochter aufzudecken

206.              Das Verbot, einer Frau und ihrer Schwester beizuwohnen

207.              Das Verbot, einer menstruierenden Frau beizuwohnen

208.              Von unseren Kinder nicht dem Moloch zu geben

209.              Das Verbot, Männern beizuwohnen

210.              Das Verbot von Geschlechtsverkehr mit Vieh

211.              Das Verbot des Geschlechtsverkehrs von Frauen mit Tieren

Paraschat K`doschim (3. Mose 19-20)

212.              Die Mizwah der Ehrfurcht vor Vater und Mutter

213.              Sich nicht dem Götzendient zuzuwenden

214.              Keine Götzen herzustellen

215.              Das Verbot, übriggebliebenes Fleisch von Opfern zu essen

216.              Die Mizwah von Peah

217.              Die letzte Ecke seines Feldes nicht zu ernten

218.              Leket (Nachlese) für die Armen zurückzulassen

219.              Keine hinuntergefallenen Garben aufzulesen

220.              Einen Teil des Weingartens ungelesen zu lassen

221.              Das Verbot, einen Weingarten gänzliche zu lesen

222.              Hinuntergefallene Trauben den Armen zu lassen

223.              Das Verbot, hinuntergefallene Trauben in einem Weingarten einzusammeln

224.              Nicht zu stehlen

225.              Nicht zu leugnen, wenn sich Eigentum eines anderen in unserem Besitz befindet

226.              beim Leugnen über Geldeswert keinen Schwur abzulegen

227.              Das Verbot, falsch zu schwören

228.              Den Besitz einer anderen Person nicht zurückzuhalten

229.              nicht zu rauben

230.              Den Lohn eines Arbeiters nicht verspätet zu bezahlen

231.              Keinen Israeliten zu verfluchen

232.              Einen Blinden nicht zu Straucheln zu bringen

233.              Im Gerichtsverfahren kein Unrecht zu tun

234.              Vor Gericht keine der Parteien zu ehren

235.              Die Mizwah, in Gerechtigkeit zu richten

236.              Das Verbot, üble Nachrede zu verbreiten

237.              Nicht beiseite zu stehen, wenn Blut vergossen wird

238.              Seine Brüder nicht zu beschämen

239.              Das Verbot sich zu rächen

240.              Keinen Israeliten zu beschämen

241.              Das Verbot, sich zu rächen

242.              Das Verbot, etwas nachzutragen

243.              Die Mizwah, Israeliten zu lieben

244.              Das Verbot, Tier verschiedener Arten zu kreuzen

245.              Keine verschiedenen Saaten zusammen zu säen

246.              Früchte eines Baums während seiner ersten drei Jahre nicht zu essen

247.              Die Mizwah des Ertrags eines Baums im vierten Jahr

248.              Nicht in der Art eines Schlemmers oder Säufers zu essen oder zu trinken

249.              Nicht auf äussere Zeichen zu achten

250.              Das Verbot zu zaubern

251.              Das Verbot, die Ecken des Haupthaars abzuscheren

252.              Das Verbot, die Ecken des Bartes abzuscheren

253.              Das Verbot, sich eine Schrift zu tätowieren

254.              Die Mizwah der Ehrfurcht vor dem Heiligtum

255.              Das Verbot, sich als Medium zu betätigen

256.              Sie nicht als Magier zu bestätigen

257.              Die Mizwah, die Gelehrten zu ehren

258.              Das Verbot, mit Mass und Gewicht zu schwindeln

259.              Die Mizwah, mit Waagen, Gewichten und Massen genau zu sein

260.              Das Verbot, Vater oder Mutter zu verfluchen

261.              Die Todesstrafe durch Verbrennen

262.              Das Verbot, die Sitten der Heiden zu befolgen

Paraschat Emor (3. Mose 21-24)

263.              Die Gesetze über die Unreinheit der Priester

264.              Die Verunreinigung der Priester für Verwandte

265.              Das Warten eines Priesters, der ein rituelles Bade genommen hat, auf den                                        Sonnenuntergang

266.              Ein Priester darf keine ausschweifende Frau heiraten

267.              Ein Priester darf keine entweihte Frau heiraten

268.              Ein Priester darf keine geschiedene Frau heiraten

269.              Die Mizwah der Heiligung der Nachkommen Aharons

270.              Das Verbot für den Hohepriester, das Zelt eines Toten zu betreten

271.              Ein Hohepriester darf sich nicht an einem Toten verunreinigen

272.              Der Hohepriester soll eine Jungfrau heiraten

273.              Ein Hohepriester darf keine Witwe heiraten

274.              Ein Hohepriester darf keine Witwe heiraten

275.              Ein Priester mit einem Leibesfehler darf keinen Tempeldienst   verrichten

276.              Ein Priester mit einem vorübergehenden Leibesfehler darf keinen Tempeldienst verrichten

277.              Ein Priester mit einem leibesfehler darf den Tempel nicht betreten

278.              Ein unreiner Priester darf keinen Tempeldienst verrichten

279.              Ein unreiner Priester darf keine Hebe essen

280.              Ein Laie darf keine Trumah essen

281.              Ein permanenter und ein temporärer hebräischer Knecht eines Priesters dürfen keine                             Trumah essen

282.              Ein Unbeschnittener darf keine Trumah essen

283.              Eine entweihte Frau darf keine heilige Nahrung essen

284.              Kein Tewel (Ertrag, von denen Trumah und Zehnte nicht abgesondert                                            wurde) zu essen

285.              Das Verbot, gebrechliche Tiere als Opfer zu weihen

286.              Ein Tieropfer soll heil sein

287.              Geweihten Tieren kein Gebrechen zuzufügen

288.              Kein Blut von gebrechlichen Tieren auf dem Altar zu verspritzen

289.              Ein gebrechliches Tier nicht als Opfer zu schächten

290.              Die Emurim von gebrechlichen Tieren nicht in Feuer aufgehen zu lassen

291.              Nicht zu kastrieren

292.              Ein fehlerhaftes Opfer, das von Nichtjuden erhalten wurde, nicht darzubringen

293.              Ein geopfertes Tier muss mindestens acht Tage alt sein

294.              Das Verbot ein Tier und sein Junges an einem Tag zu schächten.

295.              Den göttlichen Namen nicht zu entweihen

296.              Die Mizwah der Heiligung des göttichen Namens

297.              Die Mizwah, am ersten Tag Pessach zu ruhen

298.              Das Verbot, am ersten Tag Pessach Arbeit zu verrichten

299.              An allen sieben Tagen des Pessach ein Mussaf- Opfer zu bringen

300.              Die Mizwah der Ruhe am siebten Tag Pessach

301.              Das Verbot, am siebten Tag von Pessach Arbeit zu verrichten

302.              Die Mizwah des Omer- Opfers am zweiten Tag Pessach

303.              Nicht vom neuen Getreide zu essen, bevor der 16. Nissan zu Ende gegangen ist

304.              Bis zum Ende des 16. Nissan kein geröstetes Korn von der neuen Ernte zu essen

305.              Bis zum Ende des 16. Nissan kein frisches Korn der neuen Ernte zu essen

306.              49 Tage abe dem Tag der Darbringung des Omer zu zählen

307.              Das Speiseopfer vom neuen Weizen am Schawuot

308.              Am Schawuot von Arbeit zu ruhen

309.              Das Arbeitsverbot am Schawuot-Fest

310.              Die Arbeitsruhe am Rosch ha-Schanah

311.              Das Arbeitsverbot am rosch ha-Schanah

312.              Die Mizwah des Mussaf- Opfers am Rosch ha-Schanah

313.              Das Fasten am Jom Kippur

314.              Die Mizwah des Mussaf- Opfers am Jom Kippur

315.              Das Verbot, am Jom Kippur Arbeit zu verrichten

316.              Das Verbot, am Jom Kippur zu essen oder zu trinken

317.              Die Mizwah der Arbeitsruhe am Jom Kippur

318.              Die Mizwah der Arbeitsruhe am ersten Sukkot

319.              Am ersten Tag Sukkot keine Arbeit zu verrichten

320.              Die Mizwah des Mussaf- Opfers am Sukkot

321.              Die Mizwah der Arbeitsruhe am achten Tag Sukkot

322.              Die Mizwah des Mussaf Opfers am achten Tag Sukkot

323.              Das Arbeitsverbot am achten Tag Sukkot

324.              Die Mizwah des Lulaw

325.              Die Mizwah, in der Sukkah zu wohnen

Paraschat B`har (3. Mose 25-26.2)

326.              Das Verbot, im Schmittah Jahr den Boden zu bearbeiten

327.              Das Verbot im Schmittah Jahr Bäume zu bearbeiten

328.              Das verbot den Wildwuchs des Schmittah jahres zu ernten

329.              Die Baumfrühte im Schmittah- Jahr nicht zu pflücken

330.              Die Mizwah, die jahre bis zum Jobel-Jahr zu zählen

331.              Das Schoafar- Blasen am Jom Kippur des Jobel-Jahres

332.              Die Heiligung des Jobel-Jahres

333.              Das Verbot, im Jobel-Jahr den Boden zu bearbeiten

334.              Das Verbot, den wild gewachsenen Ertrag im Jobel- Jahr zu ernten

335.              Das Verbot, im Jobel-Jahr Baumfrüchte einzusammeln

336.              Die Mizwah, im Handel Recht zu üben

337.              Das Verbot des Betrugs im Handel

338.              Das Verbot der Unterdrückung mit Worten

339.              Das Verbot, Boden im Land Israel auf ewig zu verkaufen

340.              Die Mizwah, im Jobel- Jahr Land den ursprünglichen Besitzern zurückzugeben

341.              Die Auslösung von Häusern in einer von Mauern umgebenen Stadt

342.              Das offene Land um die Städte der Leviten nicht zu verändern

343.              Das Zinsverbot

344.              Einen hebräischen Knecht nicht wie einen heidnischen Sklaven arbeiten zu lassen

345.              Das Verbot einen hebräischen Knecht am Sklavenverkaufsstand zu verkaufen

346.              Das Verbot, einem hebräischen Knecht harte Arbeit aufzugeben

347.              Die Mizwah, einen heidnischen Sklaven für immer zu behalten

348.              Nicht zuzulassen, dass ein Heide einem hebräischen Knecht harte Arbeit aufgibt

349.              Das Verbot, sich auf einem Stein mit Bildwerk niederzuwerfen

Paraschat B`chukotai (3. Mose 26.3 - 27.34)

350.              Die Mizwah der Schätzungen

351.              Das Verbot als Opfer geweihte tiere zu vertauschen

352.              Dass bei einem Eintausch beide Tiere geweiht sind

353.              Das Gesetz der Schätzungen von Tieren

354.              Die Vorschriften über den Schätzwert von Häusern

355.              Die Vorschriften über die Schätzwerte von Feldern

356.              Geweihte Tiere nicht von einer Art Opfer zu einer anderen zu verändern

357.              Die Vorschriften über das Banngelöbnis

358.              Gebanntes Land nicht zu verkaufen

359.              Ein gebanntes Feld darf nicht ausgelöst werden

360.              Die Mizwah des Zehnten vom Vieh

361.              Den Zehnten von Tieren nicht zu verkaufen

Paraschat Nasso (4. Mose 4.21 - 7.89)

362.              die Unreinen aus dem Lager der Schchinah zu schicken

363.              Ein Unreiner darf das Heiligtum nicht betreten

364.              Die Mizwah des Sündenbekenntnisses

365.              Die Sotah (des Ehebruchs verdächtiges Frau)

366.              Kein Öl auf das Speiseopfer einer sotah zu geben

367.              Keinen Weihrauch in das Speiseopfer einer Sotah zu geben

368.              Ein Nasiräer darf keinen Wein trinken

369.              Ein Nasiräer darf keine Trauben essen

370.              Ein Nasiräer darf keine Rosinen essen

371.              Ein Nasiräer darf keine Traubenkerne essen

372.              Ein Nasiräer darf keine Traubenhülsen essen

373.              Ein Nasiräer darf sein Haar nicht schweren

374.              Der Nasiräer muss sein Haar wachsen lassen

375.              Ein Nasiräer darf das Zelt eines Toten nicht betreten

376.              Ein Nasiräer darf sich nicht an einem Toten verunreinigen

377.              Die Mizwah des Rasierens des Nasiräers und das Darbringen seiner Opfer

378.              Die Mizwah des täglichen Priestersegens

379.              Die Mizwah, dass Priester die Bundeslade auf den Schultern tragen

Paraschat B`ha`alotcha (4. Mose 8-12)

380.              Die Mizwah des zweiten Pessach am vierzehnten Ijar

381.              Das zweite Pessach-Opfer muss mit Mazzah und Bitterkräuter gegessen werden

382.              Nichts vom Fleisch des zweiten Pessach- Opfers übriglassen

383.              Keinen Knochen des zweiten Pessach- Opfers zu zerbrechen

384.              Das Trompetenblasen im Heilitum und im Krieg

Paraschat Sch`lach-L`cha (4. Mose 13-15)

385.              Die Mizwah, Challah abzusondern

386.              Die Mizwah der Zizit

387.              Nicht dem Gedanken des Herzens und dem Blick der Augen nachgehen

Paraschat Korach (4. Mose 16-18)

388.              Die Mizwah, das Heiligtum zu hüten

389.              Priester sollen nicht den Dienst der Leviten und Leviten nicht den Dienst der Priester                            verrichten

390.              Ein Laie darf im Heiligtum keinen Dienst verrichten

391.              Die Bewachung des Heiligtums nicht zu unterbrechen

392.              Die Mizwah der Auslösung eines erstgeborenen Menschen

393.              Das Erstgeborene von reinem Vieh nicht auszulösen

394.              Die Mizwah des Dienstes der Leviten im Heiligtum

395.              Die Mizwah des Ersten Zehnten

396.              Die Mizwah der Leviten, einen Zehnten des Zehnten abzusondern

Paraschat Chukat (4. Mose 19-22.1)

397.              Die Mizwah der roten Kuh

398.              Die Mizwah der Unreinheit durch Tote

399.              Die Mizwah des Reinigungswassers

Paraschat Pinchas (4. Mose 25.10-30.1)

400.              Die Mizwah der Erbschaftsgesetze

401.              Die Mizwah der ständigen Opfer

402.              Die Mizwah des Mussaf- Opfers von Schabbat

403.              Die Mizwah des Mussaf Opfers an jedem Neumondstag

404.              Die Mizwah des Mussaf- Opfers am Schawout

405.              Die Mizwah des Schofars am Rosch ha-Schanah

Paraschat Mattot (4. Mose 30.2 - 32.42)

406.              Das Gesetz über die Aufhebung von Gelübden

407.              Dass wir unser Wort in Gelübden nicht brechen dürfen

Paraschat Mass`e (4. Mose 33-36)

408.              Den Leviten Wohnstädte zu geben

409.              Einen Sünder nicht inzurichten, bevor er vor Gericht gestanden ist

410.              Die Mizwah, dass das Gericht einen Totschläger in eine Zufluchtsstadt schicken muss

411.              Ein Zeuge, der in einem Kapitalfall Zeugnis ablegt, darf nicht richten

412.              Kein Lösegeld zu nehmen, um einen Mörder vor seiner Hinrichtung zu retten

413.              Kein Lösegeld von einem zum Exil Verurteilten zu nehmen, um ihn vom Exil zu befreien

Paraschat D`warim (5. Mose 1-3.22)

414.              Keinen in den Gesetzen der Torah nicht Belehrten als Richter einzusetzen

415.              Der bei einem Prozess präsidierende Richter soll sich vor einem Bösewicht nicht fürchten

Paraschat Wa- Etchanan (5. Mose 3.23- 7.11)

416.              Nicht zu begehren, was unseren israelitischen Brüdern gehört

417.              Di Mizwah über die EInheit Gottes

418.              Die Mizwah, Gott zu lieben

419.              Die Mizwah des Torahstudiums

420.              Die Mizwah das Schma jeden Morgen und Abend zu rezitieren

421.              Die Mizwah der Tfillin der Hand

422.              Die Mizwah der Tfillin des Hauptes

423.              Die Mizwah der Mesusah

424.              Einen wahren Propheten nicht zu sehr zu prüfen

425.              Die Mizwah die sieben Völker zu töten

426.              An Götzendienern keine Gnade zu üben

427.              Keine ehelichen Bindungen mit Götzendienern einzugehen

Paraschat Ekew (5. Mose 7.12 - 11.25)

428.              Keinen Genuss an Verziehrungen von Götzen zu haben

429.              Kein Gerät eines Götzen zu besitzen

430.              Di Mizwah des Segensspruchs über Nahrung

431.              Die Mizwah, Proselyten zu lieben

432.              Die Mizwah, Gott zu fürchten

433.              Die Mizwah des Gebets

434.              Die Mizwah, sich Torahgelehrte zuzugesellen und an ihnen zu haften

435.              Die Mizwah, dass der, der einen Schwur ablegen muss, beim Namen Gottes schwören soll

Paraschat R`eh (5. Mose 11.26 - 16.17)

436.              Die Mizwah, einen Götzen und alles, was ihm dienlich ist, zu zerstören

437.              Das Verbot, den geschriebenen Namen Gottes zu löschen

438.              Die Mizwah, alle obligatorischen und freiwilligen Opfer am ersten einzutreffenden                                Wallfahrtsfest darzubrinen

439.              Das Verbot, Opfer ausserhalb des Heiligtums darzubringen

440.              Die Mizwah, alle Opfer im erwählten Tempel darzubringen und nicht ausserhalb davon

441.              Die Mizwah der Einlösung von Opfern, die fehlerhaft geworden sind

442.              Das Verbot den Zweiten Zehnten vom Korn ausserhalb Jerusalems zu                                            essen

443.              Das Verbot, den Zweiten Zehnten vom Wein ausserhalb Jerusalems zu essen

444.              Das Verbot den Zweiten vom Öl ausserhalb Jerusalems zu essen

445.              Das Verbot, einen feherlosen Erstling ausserhalb Jerusalems zu essen

446.              Ausserhalb des Tempels kein Fleisch von Sünd- oder Schuldopfern zu essen

447.              Das Fleisch eines Ganzopfers nicht zu essen

448.              Opfer von geringerer Heiligkeit nicht vor dem Versprengen des Blutes zu essen

449.              Das die Priester keine Bikkurim essen sollen, bevor diese im Tempelbereich abgestellt                            worden ist

450.              Die Leviten nicht zu vernachlässigen

451.              Die Mizwah des Schächtens

452.              Kein Glied eines lebenden Wesens zu essen

453.              Die Mizwah, den Transport von Opfertieren aus einem anderen Land zum Tempel zu                              begleiten

454.              Das Verbot, den Mizwot der Torah etwas hinzuzufügen

455.              Das Verbot etwas an den Mizwot der Torah zu vermindern

456.              Nicht auf jemanden zu hören, der im Namen eines Götzen weissagt

457.              Einem, der zu Götzendienst verleitet, keine Zuneigung entgegenzubringen

458.              Nicht vom Hass des Hetzers abzulassen

459.              Einen Hetzer nicht zu retten

460.              Ein zum Götzendiesnt Verleiter soll nicht zugunsten des Hezters sprechen

461.              Ein zum Götzendienst Verleiter soll nicht davon ablassen zu Ungunsten des Hetzers zu                            sprechen

462.              Einen Isrealiten nicht zum Götzdendienst zu verleiten

463.              Die Mizwah der gründlichen Befragung von Zeugen

464.              Die Mizwah der Verbrennung einer zum Götzdienst verleiteten Stadt

465.              Das Verbot eine verleitete Stadt wieder aufzubauen, wie sie war

466.              Das Verbot aus Gütern einer verleiteten Stadt Nutzen zu ziehen

467.              Das Verbot, sich wie Götzendiener Einschnitte zu machen

468.              Das Verbot, sich um eines Toten willen eine Glatze zu machen

469.              Ds Verbot, disqualifizierte Weihtiere zu essen

470.              Die Mizwah der Untersuchung der Zeichen der Vögel

471.              Keine unreine Heuschrecken oder irgendwelche geflügelte Insekten zu essen

472.              Kein Fleisch von Vieh, Wild und Geflügel dass selbst verendet ist zu essen

473.              Die Mizwah des Zweiten Zehnten

474.              Die Mizwah des Zehnten für die Armen im dritten Jahr statt des Zweiten Zehnten

475.              Das Verbot, die Bezahlung einer Anleihe, an der das schmittah Jahr vorbeigegangen ist zu                        fordern

476.              Die Mizwah, die Schuld eines Heiden energisch einzutreiben

477.              Die Mizwah des Erlassens von Geldschulden im siebten jahr

478.              Das Verbot, es zu unterlassen, einem Armen zu erhalten und ihm zu geben, was er                              braucht

479.              Die Mizwah der Zdakah

480.              Dass wir es wegen der Schmittah nicht unterlassen sollen, dem Armen geld zu leihen

481.              Einen hebräischen Knecht, wenn er in die Freiheit geht, nicht mit leeren Händen zu                               entlassen

482.              Die Mizwah der Beschenkung eines hebräischen Knechts

483.              Nicht mit geweihten Tieren zu arbeiten

484.              Geweihte Tiere nicht zu schweren

485.              Am Tag vor Pessach nach Mittag kein Chamez zu essen

486.              Fleisch des Festopfers von Pessach nicht bis zum dritten Tag übrigzulassen

487.              Das Pessach- Opfer nicht auf einem persönlichen provisorischen Altar                                            darzubringen

488.              Die Mizwah, an den Fesstagen fröhlich zu sein

489.              Die Mizwah, an den Wallfahrtsfesten im Heiligtum zu erscheinen

490.              Die Mizwah an einem Wallfahrtsfest nicht ohne Opfer nach Jerusalem zu pilgern

Paraschat Schoftim (5. Mose 16.18 - 21.9)

491.              Die Mizwah, Richter und Aufseher zu ernennen

492.              Das Verbot im Heiligtum Bäume zu pflanzen

493.              Das verbot, einen Pfeiler aufzustellen

494.              Das Verbot, ein Tier mit vorübergehenden Leibesfehlern als Opfer darzubringen

495.              Die Mizwah, auf das oberste Gericht zu hören

496.              Dem Ausspruch des obersten Gerichts nicht ungehorsam zu sein

497.              Die Mizwah einen König über uns zu ernennen

498.              Keinen Nichtjuden zum König zu ernennen

499.              Der König darf sich nicht viele Pferde aneignen

500.              Niemals im Land Ägypten zu weilen

501.              Der König darf sich nicht viele Frauen nehmen

502.              Der König dar sich nicht viel Silber und Gold anschaffen

503.              Die Pflicht des Königs, eine Torahrolle mehr zu schreiben als die anderen Israeliten

504.              Dass der Stamm Levi kein Erbe vom Land haben soll

505.              Dass der Stamm Levi bei der Eroberung des Landes keinen Anteil an der Beute haben soll

506.              Die Mizwah, Vorderbein, Kinnbacken und Magen eines Opfers dem Priester zu geben

507.              Die Mizwah, die grosse Trumah abzusondern

508.              Die Mizwah, das Erste der Schafschur dem Priester zu geben

509.              Die Mizwah, dass die Priester im Heiligtum in Wachen und an den Festen alle zusammen                          dienen sollen

510.              Das Verbot der Wahrsagerei

511.              Das Verbot der Zauberei

512.              Das Verbot, Zauberformeln zu benutzen

513.              Das Verbot, einen Ow zu befragen

514.              Das Verbot, einen Jid`oni zu befrachen

515.              Das Verbot, einen Toten auszufragen

516.              Die Mizwah, den Propheten zu glauben

517.              Das Verbot, falsch zu prophezeien

518.              Das Verbot, im Namen eines Götzen zu prophezeiehen

519.              Das Verbot, von der Hinrichtung eines falschen Propheten abzusehen oder vor ihm Furcht                        zu empfinden

520.              Die Mizwah, sechs Zufluchtsstädte vorzubereiten

521.              In Kapitalfällen mit jemandem, der einen andren verletzt hat, kein Mitleid zu haben

522.              Das Verbot, eine Grenze zu verrücken

523.              Ein Urteil nicht aufgrund der Aussage eines einzigen zeugen zu fällen

524.              Di Mizwah, intrigierenden Zeugen anzutun, was sie ihrem Opfer anzutun beabsichtigten

525.              Im Krieg nicht vor dem Feind zu erschecken

526.              Die Mizwah, einen Priester für den Krieg zu salben

527.              Die Mizwah, in einem freiwilligen Krieg laut den Gesetzen der Schrift zu verfahren

528.              Keine der sieben Nationen am Leben zu lassen

529.              Bei der Belagerung keine Fruchtbäume zu zerstören und allgemein nichts unnötig zu                              zerstören

530.              Die Mizwah der Köpfung des Kalbs am Bach

531.              Im Flussbett des wuchtigen Baches weder zu ackern noch zu säen

Paraschat Ki- Teze (5. Mose 21.10 - 25.19)

532.              Die Mizwah von der schönen Kriegsgefangenen

533.              Das Verbot, eine schöne Kriegsgefangene zu verkaufen

534.              Eine schöne Kriegsgefangene nicht wie eine Sklavin arbeiten zu lassen, nachdem man ihr                          beigewohnt hat

535.              Die Mizwah einen dazu Verurteilten zu hängen

536.              Dass ein Gehängter nicht über Nacht am Galgen bleiben soll und auch ein Toter in seinem                        Haus nicht, ausser zu seinern Ehren

537.              Die Mizwah des Begräbnisses eines Hingerichteten und jedes anderen Verstorbenen

538.              Die Mizwah der Rückgabe eines verlorenen Gegenstandes

539.              Das Verbot, sich von einem verlorenen Gegenstand abzuwenden

540.              Das Verbot, das Tier seines Gefährten und seiner Last liegen zu lassen

541.              Die Mizwah, die Last für einen Israeliten aufzuheben

542.              Eine Frau darf keinen Männerschmuck tragen

543.              Ein Mann darf keinen Frauenschmuck tragen

544.              Das Verbot, die Mutter zusammen mit den Jungena us einem Vogelnest zu nehmen

545.              Die Mizwah, eine Vogelmutter vom Nest wegzuschicken

546.              Die Mizwah, ein Geländer zu errichten

547.              Kein Hindernis liegen zu lassen

548.              Das Verbot, auf einem Weinberg im Land Israel gemischte Samenarten zu säen

549.              Das verbot, im land Israel von gemischten Samenarten auf einem Weinberg zu essen

550.              das Verbot, mit zwei Tieren von verschiedenen Arten zusammen Arbeit zu verrichten

551.              Das verbot, ein Kleid aus einem Gemisch von Wolle und Leinen zu tragen

552.              Die Mizwah der Ehelichung einer Frau

553.              Die Mizwah, dass eine Ehefrau deren Mann üble Nachrede über sie verbreitet, für immer                          mit ihm bleiben soll

554.              Dass sich ein Mann der über seine Frau üble Nachrede verbreitet, niemals von ihr scheiden                        lassen darf

555.              Die Pflicht des Gerichts, eine person, die Steinigung verdient, zu steinigen

556.              Jemanden, der zu einer Sünde gezwungen wurde, nicht zu bestrafen

557.              Die Mizwah, dass ein Vergewaltiger sein Opfer heiraten muss

558.              Ein Vergewaltiger darf sich von seinem Opfer niemals scheiden

559.              Ein kastrierter Mann darf keine Tochter Israels zur Frau nehmen

560.              Ein Bastard darf keine Israelitin zur Frau nehmen

561.              Ein Amoniter oder Moabiter darf keine Israelitin heiraten

562.              Amon und Moabe niemals den Frieden anzubieten

563.              Proselyten von Esaw

564.              Ägyptische Proselyten

565.              Dass ein Unreiner das Levitenlager nicht betreten darf

566.              Die Mizwah in einem Lager eine Stelle für die Entleerunge bereitzustellen

567.              Die Mizwah im Lager einen Keil für die Entleerung vorzubereiten

568.              Einen Sklaven, der vor seinem Herrn im Ausland in das Land Israel floh, nicht auszuliefern

569.              Diesen Sklaven, der vor seinem Herrn im Ausland ins Land Israel floh, nicht zu                                    unterdrücken

570.              Unter den Israelitinnen darf es keine Buhlerin geben

571.              Buhlerinnenlohn und Hundegeld nicht als Opfer darzubringen

572.              Das Verbot, von einem Israeliten für Zins zu borgen

573.              Die Mizwah, einem Heiden mit Zins zu leihen, wenn er ein Darlehnen braucht, nicht aber                          einem Israeliten

574.              Gelobte und freiwillige Opfer nicht aufzuschieben

575.              Die Mizwah, zu erfüllen, was einem über die Lippen kommt

576.              Unsere Pflicht, einem Arbeiter während seiner Anstellungszeit gewisse Dinge essen zu                            lassen

577.              Ein Angestellter darf über das stehende Getreide seines Gefährten keine Sichel Schwingen

578.              Ein Angestellter darf während der Arbeit nicht essen

579.              Die Mizwah über die Ehescheidung

580.              Ein geschiedener mann darf seine ehemalige Frau, nachdem sie                                                  wiederverheiratet hat, nicht zurücknehmen

581.              Einen Bräutigam während des gesamten ersten Ehejahrs nicht aus seinem Haus zu nehmen

582.              Die Mizwah, dass ein Bräutigam mit seiner Ehefrau in ihrem ersten Jahr fröhlich sein muss

583.              Das Verbot, Geräte zu pfänden, mit denen Nahrung zubereitet wird

584.              Das Verbot, Kennzeichen des Aussatzes auszuzupfen

585.              Das Verbot, einen Schuldner zwangsweise zu pfänden

586.              Das Verbot, ein Pfand von seinem Eigentümer zurückzuhalten, wenn dieser es braucht

587.              Die Mizwah, ein Pfand seinem Eigentümer zurückzugeben, wenn er es braucht

588.              Die Mizwah, einem Angestellten seinen Lohn an seinem Tag zu geben

589.              Ein naher Verwanter eines Prozessierenden darf kein Zeugnis ablegen

590.              Das Recht von Proselyten und Waisen nicht zu beugen

591.              Keine Witwe zu pfänden

592.              Die Mizwah, vergessene Garben zurückzulassen

593.              Das Verbot, eine vergessene Korngarbe oder Baumfrucht zu nehmen

594.              Die Mizwah der Züchtigung der Frevler

595.              Einem zu Züchtigung Verurteilten keine Schläge hinzuzufügen, was einschliesst, keinen                            Israeliten zu schlagen

596.              Das Verbot, einem Tier bei der Arbeit das Maul zu verbinden

597.              Dass eine verwitwete Frau niemanden ausser den Schwager heiraten darf

598.              Die Mizwah der Leviratsehe

599.              Die Mizwah der Chalizah, der Freilassung einer kinderlosen Witwe

600.              Die Mizwah, einen Verfolgten zu retten

601.              Mit einem Verfolger kein Mitleid zu haben

602.              Keine mangelhaften Waaren oder Gewichte bei uns zu haben

603.              Die Mizwah, daran zu denken, was Amelek den Israeliten antat, als sie aus Ägypten                              auszogen

604.              Die Mizwah, die Nachkommenschaft Amaleks auszurotten

605.              Nicht zu vergessen, was die Amalekiter unseren Vorfahren bei ihrem                                            Auszug aus Ägypten antaten

Paraschat Ki-Tawo (5. Mose 26- 29.8)

606.              Die Mizwah der Rezitation über die Erstlingsfrüchte

607.              Die Mizwah des Bekenntnisses über den Zehnten

608.              Den Zweiten Zehnten während der Trauer nach einem Verstorbenen nahen Verwandten                          nicht zu essen

609.              Das Verbot, den Zweiten Zehnten in Unreinheit zu essen

610.              Das Lösegeld des Zweiten Zehnten für ncihts anderes als Speise und Trank auszugeben

611.              Die Mizwah, den guten und rechten Wegen Gottes nachzueifern

612.              Die Mizwah der Versammlungen im siebten Jahr

613.              Die Mizwah, dass sich jeder Israelit eine Torahrolle schreiben soll