Das Gesetz Gottes

 

 

 Zahlreiche Christen entdecken ihre israelische Identiät in dieser Zeit ganz neu. Sie erkennen, dass Jeschua ein Jude war, als solcher gelebt hatte und nie etwas anderes, geschweige denn eine neue Religion gepredigt hatte. Jeschua selbst hat das Gesetz zu 100% eingehalten und es gibt sogar Bibelstellen, in welcher er die Menschen auffordert es ihm gleich zu tun. Die grosse Frage stellt sich daher, wie stehen wir Christen heute zum mosaischen Gesetz? Diesbezüglich gibt es sehr viel Verwirrung und wir wollen versuchen anhand zahlreicher Bibelstellen diese Frage zu klären.

 

Ist das Gesetz von Mose eine absolute, ewige Ordnung?

 

Zuerst müssen wir definieren, was das Gesetz G-ttes ist. G-tt gab seinem Volk am Berg Sinai zahlreiche Gebote und Verbote, an welche sie sich halten sollen, wenn sie sein heiliges Volk sein wollen. Das Gesetz G-ttes ist also sein Wille für unser Leben. Seine Anweisungen, wie wir leben sollen.

 

Vor diesem Hintergrund verstehen wir auch was Sünde ist. Sünde ist die Übertretung des Gesetzes, das heisst wann immer wir seinen Willen übergehen, sündigen wir.

 

Die Frage ist nun, ob es ein einziges Gesetz gibt, welches für alle Menschen zu allen Zeiten definiert, was Sünde ist? Die Antwort muss klar nein lauten. G-ttes Anweisungen für die Israeliten waren andere, als G-ttes Anweisungen für alle anderen Völker. Das zeigt uns, dass das mosaische Gesetz nicht absolut ist. 

 

Das mosaische Gesetz ist auch kein ewiges Gesetz. Das Speisegebot, welches G-tt Noah und seinen Söhnen, bis hin zu Abraham, Isaak und Jakob verordnete...

 

Alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein; wie das grüne Kraut gebe ich es auch alles. (1. Mose 9.3)

 

... ist z. B. nicht identisch mit den Speisegeboten für Mose und das damalige Volk Israel:

 

Dies sind die Tiere, die ihr von allen Tieren, die auf Erden sind, essen dürft (3. Mose 11.2)

 

Das mosaische Gesetz ist also weder absolut noch ewig. Wie jeder Vater erlässt auch G-tt für seine Kinder Gebote und Verbote. Diese Gebote und Verbote sind je nach Kind und je nach Alter des Kindes unterschiedlich. Ein Vater verbietet einem Kind mit drei Jahren zum Beispiel ein Schnitzmesser zu nehmen. Dasselbe Kind mit zwölf Jahren darf dieses Schnitzmesser aber nehmen. Einem Kind verbietet er das Essen von Knoblauch, vielleicht ist es allergisch, dem anderen Kind erlaubt er es. Wenn wir die Gebote unseres Vaters übertreten entäuschen wir ihn und schaden uns selbst. Wenn wir ihnen aber gehorsam folgen erweisen wir ihm unsere Liebe und Ehrerbietung.

 

Das mosaische Gesetz galt für das Volk Israel bis ihr Messias kommen würde. In der Bibel lesen wir an vielen Stellen von dieser Vergänglichkeit des mosaischen Gesetzes. Das Gesetz wurde für einen bestimmten Zeitraum hinzugefügt. Es ist vergänglich, während der Neue Bund, der Dienst des Geistes, das neue Gesetz (wenn man so will), ewig wärt.

 

Denn wenn das Vergehende in Herrlichkeit war, wie viel mehr besteht das Bleibende in Herrlichkeit (2. Korinther 3.11)

 

Indem er von einem "neuen" Bund spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber veraltet und sich überlebt, ist dem Verschwinden nahe. (Hebräer 8.13)

 

Das Gesetz war der Wille G-ttes für das Volk Israel, bis Jeschua ha`Maschiach kam um den neuen Bund zu bringen. Mit diesem neuen Bund aber ein neues, ewiges Priestertum nach der Ordnung des Melchisedek. Das alte Priestertum nach levitischer Ordnung ist vergangen. Paulus geht noch einen Schritt weiter. Im Hebräer sagt er, dass ein verändertes Priestertum auch ein verändertes Gesetz verlangt. Dies ist einleuchtend, denn das levitische Priestertum ist ein Kernthema des mosaischen Gesetzes.

 

Denn wenn das Priestertum verändert wird, dann muss auch das Gesetz verändert werden (Hebräer 7.12)

 

Das mosaische Gesetz mit seiner levitischen Ordnung war nun also der Wille G-ttes für die Israeliten, bis Jeschua gekommen ist. Dies bestätigt uns Paulus weiterin im Galater:

 

Was soll nun das Gesetz? Es wurde de Übertretungen wegen hinzugefügt - bis der Nachkomme käme, dem die Verheissung galt (Galater 3.19)

 

Mit dem neuen Bund, welchen Jeschua gebracht hat, hat er die Gläubigen aus Israel und die Gläubigen der Nationen zu einem neuen Volk vereint. Jeder, der an den Messias glaubt, ist Teil des auserwählten Volkes.

 

Er hat das Gesetz der Gebote in Satzungen beseitigt, um die zwei - Frieden stiftend - in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen (Epheser 2.15)

 

Die Bedeutung des Gesetzes von Mose

 

Um das Gesetz von Mose zu verstehen, müssen wir uns klar machen, wozu uns G-tt dieses Gesetz gegeben hat. Das Gesetz führt nicht zur Errettung und war niemals von G-tt als Weg der Errettung vorgesehen war. Das sehen wir schon nur, weil es Israel gegeben wurde nach ihrem Auszug aus Ägypten. Sie mussten nicht erst das Gesetz halten und wurden dann aus der Sklaverei befreit. Nein sie wurden durch ihren Glauben befreit und in der Folge bekamen sie das Gesetz als Vereinbarung zwischen ihnen und G-tt.

 

Das Gesetz führt nicht zur Errettung, nicht zum Leben. Im Gegenteil es führt zu Tod. Wir haben Sünde definiert als die Übertretung des Gesetzes, die Übertretung von G-ttes Willen. Das mosaische Gesetz zeigte den Israeliten den Willen G-ttes für ihr Leben zu ihrer Zeit. An diesem Willen scheiterten sie ausnahmslos und würden als Folge der Sünde den Tod verdienen.

 

Wozu ist das Gesetz denn sonst gut? Das Gesetz zeigte den Israeliten ihre Sünden auf. Es zeigte ihnen unmissverständlich, dass sie niemals gerecht werden können vor G-tt. Es bezeugte, dass sie die Gnade G-ttes brauchen für die Vergebung ihrer Sünde und war somit ihr Lehrmeister.

 

Aber die Sünde hätte ich nicht erkannt als nur durchs Gesetz (Römer 7.7)

 

Das Gesetz bereitete also das Volk darauf vor, den Messias zu erwarten und zu erkennen. Die Sündenerkenntnis ist der erste Schritt hin zum Glauben an den Messias, welcher zur Errettung führt. Gleichzeitig war das mosaische Gesetz voller Prophetien, ob in den Schlachtopfern oder im Pessachlamm. Unmissverständlich wies das Gesetz hin auf den Messias.

 

Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister auf Christus hin geworden, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Zuchtmeister (Galater 3.24-25)

 

Die Israeliten waren unter der Herrschaft eines Erziehers, der solange Macht über sie hatte, bis sie erwachsen geworden sind. Der Auftrag dieses Erziehers war sie zu dem rettenden Glauben an den Messias zu führen. Nachdem der Messias gekommen ist, hat dieser Erzieher keine Bedeutung mehr für diejenigen, welche den errettenden Glauben gefunden haben.

 

Was soll nun das Gesetz? Es wurde de Übertretungen wegen hinzugefügt - bis der Nachkomme käme, dem die Verheissung galt (Galater 3.19)

 

Mit dem Erlösungswerk des Messias endete die Macht des Gesetzes über die Gläubigen. Eine neue Ordnung, ein neuer Bund wurde geschaffen. Eine Ordnung, in welcher die Gläubige nicht mehr Knechte, sondern Söhne sind. Ein Bund durch welchen die Menschen einen direkten Zugang zu G-tt haben und die Sünde nicht länger zwischen ihnen und G-tt steht. Diese neue Ordnung, dieser neue Bund bedarf auch einem neuen Gesetz.

 

Die Gültigkeit des Gesetzes von Mose für die Christen

 

Nachdem wir verstehen, dass das mosaische Gesetz nicht ein allgemein gültigtes, ewiges Gesetz von G-tt ist und auch den Sinn und Zweck dieses Gesetzes verstehen, sollten wir erkennen, dass dieses keine Gültigkeit mehr für uns hat. Paulus bestätigt uns dies vielfach in seinen Briefen

 

So seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, um eines anderen zu werden, des aus den Toten Auferweckenten, damit wir G-tt Frucht bringen (Römer 7.4)

 

Paulus bezeugt, dass wir durch Jeschua dem mosaischen Gesetz getötet worden sind und dieses keinerlei Macht mehr über uns hat. Desweiteren weist Paulus darauf hin, dass für uns Christen heute nicht einfach kein Gesetz mehr gilt. Das mosaische Gesetz aus Buchstaben wurde durch das neue Gesetz des Geistes ersetzt.

 

Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht, da wir dem gestorben sind, worin wir festgehalten wurden, so dass wir in dem Neuen des Geistes dienen und nicht in dem Alten des Buchstabens (Römer 7.6)

 

Wir Christen sind nicht mehr Bürger dieser Welt. Wir sind Bürger des messianischen Königreiches. Als solche Bürger des messianischen Königreiches sollten wir uns nicht den Geboten und Satzungen unterwerfen, so, als ob wir noch immer Bürger dieser Welt wären und unter dem mosaischen Gesetz, unserem alten Erzieher, stehen würden.

 

Wenn ihr mit Christus den Elementen der Welt gestorben seid, was unterwerft ihr euch Satzungen, als lebtet ihr noch in der Welt: Berühre nicht, koste nicht, betaste nicht!

 

Im neuen Gesetz des Geistes geht es nicht mehr um diese weltlichen Dinge. Wir brauchen uns weder an diese Speisegebote noch an heilige Tage und Feste halten.

 

Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt! Wer den Tag beachtet, beachtet ihn dem Herrn. Und wer isst, isst dem Herrn, denn er sagt G-tt Dank; und wer nicht isst, isst dem Herrn nicht und sagt G-tt Dank (Römer 14.5)

 

Denn jedes Geschöpf ist gut und nichts ist verwerflich, wenn es mit Danksagung genommen wird; denn es wird geheiligt durch G-ttes Wort und durch Gebet. (1. Timotheus 4.4)

 

Von zentraler Bedeutung ist auch die Entscheidung des ersten Apostelkonzils in Jerusalem. Es ging genau um diese Frage. Sind die Gläubigen unter den Nationen verpflichtet das mosaische Gesetz zu halten? Die Antwort von Paulus ist klar: Nein, sie müssen nicht. Trotzdem nennt Paulus vier Dinge, von welchen wir uns dennoch enthalten sollen:

 

Deshalb urteile ich, man solle die, welche sich von den Nationen zu G-tt bekehren, nicht beunruhigen,  sondern ihnen schreiben, dass sie sich enthalten von den Verunreinigungen der Götzen und von der Unzucht und vom Erstickten und vom Blut.  (Apg. 15.20)

 

Ist es nicht seltsam, dass wir frei vom mosaischen Gesetz sind, aber uns dann doch an eine bestimmte Auswahl von Geboten halten sollen? Auf den ersten Blick mag dies tatsächlich seltsam erscheinen. Aber es wird klar, wenn wir uns diese Gebote genauer anschauen. Es gibt ein Gesetz, welches für uns Christen Gültigkeit hat. Dieses Gesetz ist ähnlich, aber nicht identisch mit dem mosaische Gesetz. Es ist das Gesetz Christi. Die vier genannten Gebote sind Teil des Bundes mit Noah und damit handelt es sich um Gebote, welche G-tt einst für alle Menschen auf der Welt erlassen hat. Offensichtlich sind diese Gebote auch im neuen Gesetz Christ noch gültig, sie stellen vermutlich eine ewige Ordnung dar.

 

Einer weiteren bezüglich dieser Frage relevanten Textstelle sind wir bereits begegnet:

 

Die Beschneidung ist nichts, und das Unbeschnittensein ist nichts, sondern das Halten der Gebote G-ttes (1. Korinther 7.19)

 

Paulus betont mehrmals, dass wir uns nicht im Fleisch beschneiden lassen müssen, da wir durch Christus, im neuen Bund mit dem neuen Gesetz, am Herzen beschnitten wurden. Mit seiner Autorität als Apostel der Nationen verordnet er sogar allen Gemeinden, dass sie sich nicht beschneiden lassen sollen (vgl. 1. Korinther 7.17). Damit verordnet uns Paulus die Missachtung eines mosaischen Gebotes. Das Gebot der fleischlichen Beschneidung ist zudem ein sehr wichtiges mosaisches Gebot. Wer unter dem mosaischen Gesetz stand und es missachtete, wurde aus dem heiligen Volk ausgelöscht. Mit seiner Verordnung wird Paulus auf keinen Fall diese Gefahr eingehen und bestätigt uns somit, dass das mosaische Gesetz ausser Kraft ist.

 

Das Gesetz Christi

 

Heute glauben viele Christen, dass es kein Gesetz gibt, welches für sie gilt. Die Bibel sagt uns klar, dass das falsch ist. Hat G-tt etwa keine Anweisungen für unser Leben gegeben? Ist es G-tt egal, was wir tun und wie wir leben? Es gibt ein gültiges Gesetz und es gibt gültige Gebote.

 

Hier ist das Ausharren der Heiligen, welche die Gebote G-ttes und den Glauben Jesu bewahren (Offenbarung 14.12)

 

In dieser Textstelle gibt es zwei Attribute für die Heiligen in der Endzeit. Zum einen bewahren sie den Glauben an Jeschua ha`Maschiach (zur Errettung) und zum anderen halten sie die Gebote G-ttes (Als Frucht des errettenden Glaubens).

 

Einer weiteren Stelle, welche dies belegt, begegnen wir bereits zum dritten Mal

 

Die Beschneidung ist nichts, und das Unbeschnittensein ist nichts, sondern das Halten der Gebote G-ttes (1. Korinther 7.19)

 

Paulus schreibt hier, dass es keine Bedeutung hat, ob wir und fleischlich beschneiden lassen oder nicht, nur das Halten der Gebote ist von Bedeutung! Wenn er meinen würde, das Halten der mosaischen Gebote wäre von Bedeutung, würde er sich gerade selbst in ein und demselben Satz widersprechen. Die Beschneidung ist ja gerade ein sehr wichtiges mosaisches Gebot. Paulus spricht hier offentsichltich nicht vom Halten des mosaischen Gebotes, sondern vom Halten der Gebote Christi.

 

Die Bibel sagt uns klar, was die Gebote Christi sind:

 

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt (Johannes 13.34)

 

Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten (Johannes 14.15)

 

Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt (Johanes 14.21)

 

Und nun bitte ich dich, Herrin, - nicht als schriebe ich dir eine neues Gebot, sondern das, welches wir von Angang an gehabt haben: dass wir einander lieben. Und dies ist die Liebe, dass wir nach seinen Geboten wandeln (2. Johannes 6)

 

Die Liebe ist das Gebot Jeschuas. In diesem Gebot müssen wir wandeln, nicht im alten mosaischen Gesetz des Buchstabens sondern im Neuen Gesetz des Geistes.

 

Denn das: "Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehelen, du sollst nicht begehren", und wenn es ein anderes Gebot gibt, ist in diesem Wort zusammengefasst: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Die Erfüllung des Gesetzes ist also die Liebe (Römer 13.9-10)

 

Alle mosaischen Gesetze lassen sich in zwei Geboten zusammenfassen. Die G-ttesliebe und die Nächstenliebe. Dies sind auch die beiden Gebote, welche uns Christus mitgegeben hat, dies ist das Gesetz des Messias, welchem wir folgen müssen und folgen werden, wenn wir ihn lieben.

 

Das Gesetz, nach welchem wir Leben dreht sich nicht mehr um Speise, Kleidungs oder Zeremonialgebote. Es dreht sich nur noch um die Liebe, wodurch wir den Willen G-ttes erfüllen.

 

Denn das Reich G-ttes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist. (Römer 14.17)

 

In diesem Sinne ist es in keiner Art und Weise falsch, wenn wir uns an den mosaischen Geboten orientieren. Sie sind eine Möglichkeit um unsere Liebe zu G-tt auszudrücken. Wenn wir seine heiligen Tage und heiligen Feste feiern, dann tun wir dies aus Liebe zu ihm. Es ist kein Gesetz, dass wir dies tun müssen, wir können die G-ttesliebe auch in einer völlig anderen Form leben, aber es ist ein Weg das Gesetz Christi zu erfüllen. Und aus meiner Sicht eine sehr naheliegender und schöner Weg.

 

Mit diesem Wissen verstehen wir vielleicht eine bereits bekannte Textstelle noch etwas klarer:

 

Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt! Wer den Tag beachtet, beachtet ihn dem Herrn. Und wer isst, isst dem Herrn, denn er sagt G-tt Dank; und wer nicht isst, isst dem Herrn nicht und sagt G-tt Dank (Römer 14.5)

 

Das Halten des Shabbates ist kein Gesetz mehr. Wenn wir den Shabbat aber halten, aus Liebe zum Herrn, erfüllen wir ein Gebot Christi. Wenn wir den Shabbat aber nicht halten, aus Liebe zum Herrn, erfüllen wir ebenfals ein Gebot Christi. Es ist vollkommen egal, was wir essen oder was wir für heilig halten, solange wir es in der richtigen Gesinnung, im Glauben an den Herrn tun, kann es ein Werkzeug sein um das Gesetz Christi zu erfüllen. Wenn wir es aber nicht im Glauben an den Herrn tun, so ist es unrecht.

 

Alles aber, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde (Römer 14.23)

 

Auch wenn das mosaische Gesetz nicht mehr gültig ist für uns, so ist es doch sinnvoll, gut und schön, sich an diesem zu orientieren. Zwei Gefahren muss man sich dabei aber immer vor Augen halten:

 

  1. Wir dürfen niemals glauben, und niemals unseren Brüdern Anlass zum Glauben geben, dass durch das Halten irgendwelcher Gebote Rechtfertigung oder Errettung zu erlangen ist. Wir können rein gar nichts der Gnade G-ttes hinzufügen!

 

  1. Wir dürfen niemals das Halten irgendwelcher Gebote von einem Bruder einfordern. Damit würden wir ihn, und auch uns selbst, unter das mosaische Gesetz stellen, welchem wir doch gestorben sind.

 

Denn wenn dein Bruder wegen einer Speise betrübt wird, so wandelst du nicht mehr nach der Liebe. Verdirb nicht mit einer Speise den, für den Christus gestorben ist! (Römer 14.15)

 

So möchte ich Dich, lieber Bruder, ermutigen alles zu tun, und nach allen Geboten zu leben, welche der Liebe zu G-tt und zu deinem Nächsten dienlich sind und deinen Glauben stärken. Enthalte Dich aber von allem, was der Liebe zu G-tt und deinem Nächsten hinderlich ist oder deinen Glauben schwächt!

 

Denn in Jeschua ha`Maschiach, hast Du wahrlich uneingeschränkte Freiheit erlangt!