Purim
13. und 14. Adar

 

 

Das jüdische Fest Purim ist keines der von Gott gebotenen Feste, welche wir feiern sollen. Die Torah erwähnt es nicht, da es erst viel später entstand. Somit ist es auch kein Gebot von Gott dieses Fest zu feiern.

 

Geschichtlicher Hintergrund

 

Mit Purim gedenkt man der Rettung des jüdischen Volkes vor ihrer Ausrottung in den Jahren der Königin Ester. Diese Geschichte können wir nachlesen im gleichnamigen Buch Ester in der Bibel.

 

Nachdem das Südreich (Juda, Benjamin und Levi) im ca. 530 v.Chr. aus dem babylonischen Exil zurückgekehrt war stand dieses unter der Herrschaft der Perser. Ester wurde als Jungfrau an den Hof des Königs Ahasveros (Xerxes) geholt und wurde so zur Königin. In dieser Zeit gewann der persische Minister Haman an Ansehen. Ihm missfiel jedoch, dass sie die Juden, insbesondere Mordechai, der Onkel von Ester, sich nicht vor ihm verbeugen wollte und so bestimmte er einen Tag, an welchem das töten der Juden in allen Provinzen durch die Bürger geboten war. Haman warf das Los (dies nannte man Pur, daher der name Purim) und bestimmte den 13. Adar zu diesem unheilvollen Tag. Als die Königin Ester durch ihren Onkel Mordechai von dem niederträchtigen Plan Hamans erfuhr suchte Sie einen Weg um diesen Plan zu durchkreuzen. Ester und viele der Juden fasteten einen Monat lang und flehten Gott um Rettung an. Ester durfte nur zum König, wenn sie gerufen werden würde. Trat sie ohne gerufen worden zu sein vor den König, musste sie damit rechnen, getötet zu werden. Als der Fastenmonat vorbei war trat Ester vor den König bat diesen um ein Abendessen mit dem Minister Haman, bei welchem sie ihr Anliegen kund tun würde. Der König liebte seine Frau und gewährte ihr dieses Anliegen. An besagtem Abendessen erfuhr der König von der bevorstehenden Ausrottung der Juden. Er befahl, dass Haman hingerichtet wurde. Der Befehl zur Ausrottung der Juden konnte aber nicht rückgängig gemacht werden. So erliessen Ester und Mordechai im Namen des Königs einen weiteren Befehl, dass an eben diesem 13. Adar die Juden das Recht hätten alle zu töten die ihnen nach dem Leben trachteten. Als nun der 13. Adar angebrochen war, töten die Juden zahlreiche ihrer Hasser in allen persischen Provinzen. Auch am 14. Adar wurde ihnen erlaubt zu töten. Insgesammt wurden 75`000 Mann getötet. Die Geschichte hatte für die Juden eine glückliche Wendung genommen. Ester und Mordechai geboten daraufhin allen Juden in allen Provinzen den 13. und 14. Adar als Purim-Fest zu feiern für alle Zeit im Gedenken an die Rettung vor der drohenden Ausrottung durch die Anhänger Hamans.

 

Das Buch Ester weist eine weitere Besonderheit auf. Im ganzen Buch wird der Name Gottes kein einziges Mal erwähnt.

 

Sollen wir Purim feiern?

 

Im neuen Testament gibt es ein Indiz, dass auch Jesus Purim gefeiert hatte:

 

Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. (Johannes 5.1)

 

Dieses Fest ohne Namen fand an einem Shabbat statt (Johannes 5.9) . Das einzige Fest, welches im Zeitraum vom 25 bis 35 n.Chr. an einem Shabbat stattfand war in der Tat Purim, da der 13. Adar auf einen Shabbat fiel. Daher gibt es Grund zur Annahme, dass Jesus zum Purim-Fest nach Jerusalem hinaufzog.

 

Purim zu feiern ist kein Gebot Gottes. Jedoch finden wir in der Bibel die klare Anweisung von Ester und Mordechai, dass alle Juden dieses Fest feiern sollten. Als eingepropfte Israeliten gehören wir einem der 12 Stämme an. Purim wurde jedoch nur einem Stamm geboten.

 

Purim ist somit ein Fest, welches uns weder von Gott noch von Menschen eindeutig zu halten geboten wurde. Es ist jedoch nichts Falsches daran mit einem Fest dieser bedeutenden Geschichte zu gedenken.

 

Das jüdische Purim

 

Im rabbinischen Judentum ist Purim ein Fest der Freude und der Spässe. Am 13. Adar wird gefastet um der Fastenzeit und dem Flehen zu Gott durch Ester und die Juden zu gedenken. Am 13. Adar am Abend, wie auch am 14. Adar am morgen wird das Buch der Ester in der Synagoge gelesen. Dabei kommen die Gemeindemitglieder verkleidet in die Synagoge und treiben allerlei Spässe. Das Fest errinnert stark an die Fasnacht. Am 14. Adar gibt es grosse Umzüge, die Gläubigen verkleiden sich und treiben Spässe. Am Abend gibt es dann ein grosses Festessen und der Talmud gebietet den rabbinischen Juden sogar, an diesem Tag ausschweiffend viel Alkohol zu trinken. Es heisst man soll so viel trinken, bis man den Unterschied zwischen Gesegnet sei Mordechai und Verflucht sei Haman nicht mehr weiss.